Am Donnerstag hat der Dax kräftig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 21.717 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 3,0 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start blieb der Dax durchgehend im Minus. [Weiter...]
Mehr Männer als Frauen haben geringen Schulabschluss
Junge Leute vor einer Universität (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur
In Deutschland haben mehr Männer als Frauen einen geringen Schulabschluss. Im Abgangsjahr 2023 waren unter den 259.200 Absolventen mit allgemeiner Hochschulreife an Schulen 55 Prozent Frauen und 45 Prozent Männer, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte. Aber je geringer der formale Schulabschluss, desto stärker kehrt sich das Geschlechterverhältnis um und junge Männer sind in der Mehrheit.
Unter den 130.300 Absolvierenden mit erstem Schulabschluss waren 59 Prozent Männer und nur 41 Prozent Frauen.
Einen mittleren Schulabschluss machten ebenfalls mehr junge Männer (51 Prozent) als junge Frauen (49 Prozent). Rund 336.400 Absolventen gingen 2023 mit einem mittleren Schulabschluss von allgemeinbildenden Schulen ab.
Auch bei den Wiederholungsquoten zeigt sich ein Unterschied zwischen den Geschlechtern: Im Schuljahr 2023/2024 wiederholten 147.100 Schüler eine Klassenstufe, 56 Prozent waren männlich und 44 Prozent weiblich. Junge Männer neigen eher dazu, vergleichsweise früh von der Schule abzugehen und auch im Anschluss nicht nahtlos in eine Aus- oder Weiterbildung zu starten. Im Jahr 2023 hatten gut 15 Prozent der Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung maximal einen ersten oder mittleren Schulabschluss und waren nicht in Aus- oder Weiterbildung.
Unter Frauen im selben Alter traf das auf rund elf Prozent zu. Die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern ist in den letzten Jahren größer geworden: Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil unter Frauen bei gut neun Prozent und unter Männern bei gut zehn Prozent gelegen. Im selben Zeitraum ist der Anteil der ausländischen Bevölkerung in dieser Altersgruppe von zehn Prozent auf knapp 18 Prozent gestiegen. Davon hatte im Jahr 2023 mehr als ein Drittel (34 Prozent) der Männer keine abgeschlossene Berufsausbildung, maximal einen ersten oder mittleren Schulabschluss und war nicht in Aus- oder Weiterbildung, so die Statistiker.
Zehn Jahre zuvor traf dies noch auf 23 Prozent der ausländischen Männer in dieser Altersgruppe zu. Unter den ausländischen Frauen in der Altersgruppe ist der Anteil im selben Zeitraum von 23 Prozent auf 26 Prozent und somit moderater gestiegen. Ähnlich wie bei der Allgemeinen Hochschulreife sind Frauen auch unter den Absolventen an Hochschulen insgesamt in der Mehrheit. 53 Prozent der insgesamt 501.900 Hochschulabschlüsse im Prüfungsjahr 2023 machten Frauen, 47 Prozent aller Absolvierenden waren Männer.
Dass mehr Frauen als Männer ein Studium abschließen, trifft jedoch nicht auf alle Arten von Studienabschlüssen zu: Bei den Promotionen sind mit 54 Prozent die Männer in der Mehrheit. Dagegen liegen die Frauen sowohl bei den Bachelorabschlüssen (53 Prozent) als auch bei den Masterabschlüssen (51 Prozent) vorn. Der höchste Frauenanteil ergibt sich bei den sonstigen universitären Abschlüssen (ohne Bachelor und Master) mit 64 Prozent. Hierunter fallen vor allem die Staatsexamensprüfungen in Medizin, im Lehramt und in Rechtswissenschaften.
Auch in den einzelnen Fächergruppen sind Frauen unter den Absolvierenden meist stärker vertreten als Männer - mit Ausnahme der Ingenieurwissenschaften (74 Prozent Männer) und des Sports (54 Prozent Männer). Einen besonders großen Teil der Absolvierenden machten Frauen 2023 in den Geisteswissenschaften (74 Prozent) und in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (69 Prozent) aus.
Aber auch in den stärker belegten Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (60 Prozent) oder in den Naturwissenschaften einschließlich Mathematik (53 Prozent) waren Frauen unter den Absolvierenden in der Mehrheit.
Knapp zwei Drittel (66 Prozent) der endgültig nicht bestandenen Prüfungen an Hochschulen im Jahr 2023 wurden von Männern abgelegt und ein Drittel (34 Prozent) von Frauen. Der Anteil der endgültig nicht bestandenen Prüfungen an allen Abschlussprüfungen war damit unter Männern (5,3 Prozent) mehr als doppelt so hoch wie unter Frauen (2,5 Prozent).
Neben 501.900 bestandenen gab es gut 20.100 endgültig nicht bestandene Prüfungen an Hochschulen im Jahr 2023. Zudem waren Männer 2023 im Mittel (Median) mit 23,9 Jahren beim Abschluss ihres Erststudiums ein halbes Jahr älter und brauchten mit 8,6 Semestern knapp ein Semester länger als Frauen, die ihren ersten Studienabschluss bereits mit 23,4 Jahren bzw. nach 7,9 Semestern in der Tasche hatten.