Sonntag, 30. November 2025
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Ostbeauftragte will neue Vermögensverteilung zwischen Ost und West
Agrarminister fordert Ernstfall-Übungen auch für Bauernhöfe
Städtetag warnt vor Finanz-Kollaps
DHL erwartet über 12 Millionen Pakete pro Tag zur Weihnachtszeit
SPD und Grüne wollen volle Drohnen-Kompetenz im Innenministerium
Schweizer stimmen gegen Bürgerdienst und neue Erbschaftsteuer
Drogenbeauftragter warnt vor synthetischen Drogen
Frei ruft Junge Gruppe zu verantwortungsvollem Vorgehen auf
2. Liga: Dresden schlägt Düsseldorf und verlässt Abstiegsränge
Grüne setzen Parteitag fort - Antragsberatung im Fokus

Newsticker

21:26Bundesliga: Freiburg siegt souverän gegen Mainz 05
20:18Thomas Gottschalk macht Krebserkrankung öffentlich
19:28Bundesliga: Frankfurt rettet ganz spät Remis gegen Wolfsburg
18:36Formel 1: Verstappen macht in Katar Titelrennen nochmal spannend
18:29++ EILMELDUNG ++ Verstappen gewinnt Formel-1-Rennen in Katar
17:42EU-Asylreform: Mehrere Bundesländer fordern Geld vom Bund
17:281. Bundesliga: HSV gewinnt in Unterzahl gegen Stuttgart
17:11Einzelhandel mit Beginn des Weihnachtsgeschäfts unzufrieden
16:22Union weist Taurus-Vorstoß der Grünen zurück
15:41Dobrindt erwartet Hinwendung der AfD-Jugend zum Extremismus
15:322. Liga: Dresden schlägt Düsseldorf und verlässt Abstiegsränge
15:04Notaufnahmen verzeichnen mehr Schwerverletzte durch Messergewalt
14:06Netanjahu bittet um Begnadigung durch israelischen Präsidenten
13:17Rhein fordert Distanzierung von Gewalt in Gießen
12:36Schweizer stimmen gegen Bürgerdienst und neue Erbschaftsteuer

Börse

Zum Wochenausklang hat der Dax leicht zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.836 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Unions-Berater: Bei Asyl "Menschenrechte weniger streng handhaben"


Flüchtlinge auf der Balkanroute (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Jurist Daniel Thym fordert eine grundlegende Reform des Asylrechts. "Wir brauchen eine gewisse Härte, wenn es um Asylpolitik geht", sagte der Juraprofessor, der in ausländer- und asylrechtlichen Fragen die Union berät, dem "Spiegel".

Kurzfristige Maßnahmen, auf die sich Union und SPD nun in den Sondierungsgesprächen geeinigt hätten, wie Asylsuchende an den deutschen Grenzen zurückzuweisen und den Familiennachzug einzuschränken, seien zwar "jetzt gut und richtig". Nachhaltig aber sei das nicht.

Wenn der neuen Bundesregierung keine tiefgreifende Reform gelinge, werde die Bevölkerung "bei der nächsten Krise endgültig den Glauben an unser Asylrecht verlieren".

Und dann würden die radikalen Kräfte gewinnen. Nach einer grundlegenden Reform, so sein Vorschlag, soll ein Asylbewerber nur noch einen einzigen Antrag stellen dürfen und nicht mehr weitere Anträge in anderen EU-Ländern. So sei das 2016 auf EU-Ebene ursprünglich vorgesehen gewesen, aber nie in Gesetzesform gegossen worden.

Auch Sozialleistungen sollte es nach Ansicht Thyms nur in dem Land geben, in dem jemand Asyl beantragt und erhalten hat. Laut Thym könnten für einige Länder mittelfristig auch "Asylverfahren in Drittstaaten außerhalb Europas eine sinnvolle Antwort sein". An den EU-Außengrenzen sollten seiner Vorstellung nach Transitzentren eingerichtet werden; die Zahl der täglichen Asylanträge solle limitiert werden, Asylbewerber müssten sich vorher anmelden: "Alle, die keinen Termin für einen Asylantrag erhalten, dürfen nicht einreisen. Sie würden nach einem extrem kurzen Verfahren mit strengen Prüfungsstandards zurückgewiesen, außer wenn eindeutig und unmittelbar Verfolgung droht."

Wer einen Asylantrag gestellt habe, bleibe danach mehrere Wochen im Transitzentrum quasi in Haft, bis über seinen Antrag entschieden sei. "Wenn jemand an der EU-Außengrenze um Asyl sucht, finde ich es grundsätzlich tragbar, dass er zwölf oder 16 Wochen in einem solchen Transitzentrum warten muss, bis klar ist, ob er schutzbedürftig ist", so Thym. Bei Familien und Minderjährigen etwa könne man Ausnahmen machen. Für einen solchen "Systemwechsel" müsse man "die Menschenrechte weniger streng handhaben" als bisher, notfalls, indem auch die EU-Verträge und die Europäische Menschenrechtskonvention verändert würden. Thym ist Professor für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht an der Uni Konstanz.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 15.03.2025 - 13:45 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung