Mittwoch, 20. Mai 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Uniper-Chef begrüßt Verkaufspläne des Bundes
Studie: Studenten nutzen KI mit gemischten Gefühlen
Deutschland und Frankreich wollen Pharmaindustrie stärken
Dax baut Gewinne aus - Lage im Nahen Osten bleibt fragil
Waldzustand hat sich stabilisiert
Haus in Görlitz eingestürzt - Suche nach drei Vermissten
Dax startet im Plus - Zinsen bleiben großes Thema
Charite nimmt Ebola-Patienten auf
Ahmetovic fordert "Demut und Klarheit" von Merz
Forsa: AfD erreicht neues Allzeithoch

Newsticker

07:43Deutsche Industrie hält sich für weniger wettbewerbsfähig
07:38JP Morgan will Millionen Kunden in Deutschland gewinnen
07:21Reiche weist Kritik an Heizungsgesetz zurück
06:23EU einigt sich auf Umsetzung des Zolldeals mit den USA
06:00Ifo-Chef Fuest kritisiert Bundesregierung scharf
05:00Ditib warnt vor weiteren Angriffen auf Muslime
05:00Dröge fordert Abschied von Microsoft in Behörden
05:00Ricarda Lang kritisiert Sparpläne beim Elterngeld
05:00Ditib sieht keine Möglichkeit zur eigenen Finanzierung von Imamen
04:00Bas und Wildberger kündigen digitales Sozialportal an
03:00Grünen-Politiker kritisiert Dobrindts Zivilschutz-Pläne
02:00EVP-Chef Weber: "Europa muss Atommacht werden"
01:00Wirtschaftsweiser Truger warnt vor Kommunal-Kollaps
00:01Grüne fordern Aussetzung des Umbaus von "Demokratie leben"
00:00Politikberater sieht neue AfD-Strategie bei Ost-Wahlen

Börse

Am Dienstag hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.400 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Bärbel Bas: "Verlieren auf allen Ebenen der Politik viele Frauen"


Bärbel Bas (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Die scheidende Bundestagspräsidentin Bärbel Bas hat den nach wie vor geringen Anteil von Frauen im höchsten deutschen Parlament beklagt.

Insbesondere der zunehmend raue Ton in der Politik sei dabei ein Problem, sagte die Sozialdemokratin der Wochenzeitung "Das Parlament". "Wir verlieren auf allen Ebenen der Politik viele Frauen, die sich sagen: Das tue ich mir nicht an - die sexistischen Angriffe, die Anfeindungen, der Hass, die Hetze."

Bas beklagte, ihr selbst gestecktes Ziel einer stärkeren Geschlechterparität nicht erreicht zu haben. Grund für den rückläufigen Frauenanteil sei auch das Wahlrecht.

"Leider ist es im Zuge der Wahlrechtsreform nicht gelungen, das Thema Parität zu regeln. Auch die Parteien müssen mehr tun, durch Quotenregelungen oder das Reißverschlussverfahren bei allen Wahllisten." Gerade in Wahlkreisen mit deutlichen Mehrheitsverhältnissen sei es für Frauen oft schwer, an "Platzhirschen" vorbeizukommen.

Auch sonst sei die zurückliegende Legislaturperiode eine "unruhige Zeit" gewesen, so die Noch-Bundestagspräsidentin. "Machen wir uns nichts vor: Es wird nicht einfacher. Mit den neuen Mehrheitsverhältnissen wird die Leitung der Plenardebatten nochmal herausfordernder, insbesondere was die Sprache und den Umgang untereinander angeht." Das Klima, im Plenum wie auf den Parlamentsfluren, sei sehr viel ruppiger geworden.

Mit gemischten Gefühlen blickt Bas auch auf die Abstimmungen selbst. "In der Pandemiezeit hatten wir sehr viel sehr schnell umgesetzt, Verfahren wurden abgekürzt und einiges beschleunigt. Es gab damals nach meinem Eindruck so ein Denken nach dem Motto: Das können wir jetzt immer so machen." Bei der Beratung des Heizkostengesetzes hatte das Bundesverfassungsgericht dann dem Bundestag untersagt, eine bereits angesetzte Abstimmung über das Gesetz durchzuführen. "Davor habe ich gewarnt und auch einen `Blauen Brief` an die Regierung geschickt." Das Parlament sei kein "Abnickverein". "Am Ende empfinde ich den Vorgang rückblickend als heilsame Mahnung und Warnung an alle, ob hier im Hause oder in der Bundesregierung, für ordentliche Verfahren und Beratungen Sorge zu tragen."

Bas sprach auch über ihre Rolle in der Außenpolitik. Am 8. Mai 2022 reiste sie als erste hochrangige deutsche Vertreterin nach Kriegsbeginn in die Ukraine. "Es gab damals eine heftige innerdeutsche Debatte und Vorwürfe, Deutschland leiste zu wenig und tue nicht das Richtige. Die Stimmung war aufgeregt und ich bin mit einem unguten Gefühl in die Ukraine gefahren." Ihre Abstimmung mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Ruslan Stefantschuk habe aber geholfen, "die Türen für alle anderen zu öffnen".

Auch das Verhältnis zu Israel sei ihr ein Anliegen. "Nach langen Debatten haben wir endlich die Resolution gegen Antisemitismus verabschiedet. Wir müssen sie mit Leben füllen, mit Maßnahmen unterfüttern", sagte Bas. "Wenn uns das gelingt, bin ich mir sicher, dass Deutschland ein sicheres Land für Jüdinnen und Juden bleibt."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 14.03.2025 - 14:15 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung