Mittwoch, 18. März 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Dax dreht ins Minus - US-Notenbankentscheid im Blick
Dax legt zu - Anleger hoffen auf Entspannung an Energiemärkten
Dax startet im Plus - Irans Drohwirkung lässt nach
Lindner würdigt Vermächtnis von Westerwelle
Studie: Paare im Homeoffice bekommen mehr Kinder
Rufe aus SPD nach Klarheit von Regierung in Völkerrechtsfrage
Deutschland und Frankreich wollen Lösung für FCAS
Experte warnt vor überzogenen Erwartungen an neues Kraftstoffgesetz
Kapitalmarktexperte sieht Märkte "am Kipppunkt"
DGB warnt vor "unangemessenen Griff" in Gesundheitskassen

Newsticker

17:45Dax dreht ins Minus - US-Notenbankentscheid im Blick
17:07BMW-Chef Zipse hadert noch immer mit Carsharing
16:38Ex-Wirtschaftsweise Malmendier: Nahost-Krieg killt Wachstum
16:26Innenminister der Länder uneins über Zurückweisungen an Grenze
15:24Seilbahngondel in der Schweiz abgestürzt - Ein Todesopfer
14:54Mineralölverband sieht Versorgungssicherheit in Gefahr
14:52AfD prüft Klage gegen Zweckentfremdung von Infrastrukturmilliarden
14:38Gysi weist Rassismus-Vorwürfe aus seiner Partei als "absurd" zurück
14:30Zeitplan für Nachfolge der Bundesdatenschutzbeauftragten noch offen
14:27Merz drängt auf konkrete Beschlüsse bei EU-Gipfel
14:10Berlin zögert mit Einschätzung zur Stabilität des Mullah-Regimes
13:32Neue EU-Rechtsform soll Unternehmensgründungen erleichtern
13:24Bundesfinanzministerium weist Kritik an Sondervermögen zurück
13:00Iran-Krise treibt Preise für medizinische Schutzausrüstung
12:57Kabinett beschließt schärfere Haftungsregeln für E-Scooter

Börse

Am Mittwoch hat der Dax nach einem zunächst freundlichen Start deutlich ins Minus gedreht. Zum Xetra-Handelsschluss stand der Index bei 23.502 Punkten und damit 1,0 Prozent niedriger als am Vortag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Arbeitgeber wollen Ende der telefonischen Krankschreibungen


Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Die deutschen Arbeitgeber fordern von der künftigen Bundesregierung Milliardenentlastungen bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montagsausgabe) berichtet, wollen sie zugleich ungerechtfertigte Krankschreibungen durch Arztpraxen und Onlineanbieter unterbinden.

Telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU) müssten vollständig abgeschafft und die Lohnfortzahlung auf maximal sechs Wochen im Kalenderjahr begrenzt werden, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Rainer Dulger, der FAZ. Bisher sind sechs Wochen je Krankheitsfall möglich. "Steigende Kosten für Lohnfortzahlungen sind ein erheblicher Ballast, der den Weg raus aus der Rezession erschwert", sagte der Arbeitgeberpräsident angesichts der Ergebnisse der Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD, die keinerlei Entlastungen in der Lohnfortzahlung vorsehen.

Jedes Jahr gäben die Unternehmen 77 Milliarden Euro für die Bezahlung erkrankter Mitarbeiter aus, sagte Dulger.

Diese Summe übertreffe den Verteidigungshaushalt und die gesamten Ausgaben der Pflegeversicherung. Die Belastung sei die teuerste von den Arbeitgebern allein finanzierte Sozialleistung. Im internationalen Vergleich stehe Deutschland an der Spitze. Angesichts ohnehin wachsender Lohnzusatzkosten müsse man diese Ausgaben dringend in den Griff bekommen, verlangte Dulger.

"Die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist ein Einfallstor für Missbrauch und gehört abgeschafft", sagte er mit Verweis auf einen neuen Forderungskatalog der BDA und eine noch unveröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa. Demnach hatten 14 Prozent der abhängig Beschäftigten, die ihren Arbeitgebern 2024 wegen einer Atemwegserkrankung eine Krankschreibung vorlegten, keinerlei Arztkontakt.

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung regele ein Arzthelfer per E-Mail oder Telefonat. Das sei aber nicht zulässig, rügte die BDA. Selbst telefonische Krankschreibungen nach ärztlicher Anamnese dürften nur erfolgen, wenn keine Gelegenheit zur Videosprechstunde bestehe. Eine solche sei mit den weitverbreiteten Internetzugängen aber eigentlich immer möglich. Deshalb sei es zwingend notwendig, die "missbrauchsanfällige telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung" aus der Corona-Zeit vollständig abzuschaffen, so die BDA: "Mit ihr macht man es sogenannten Blaumachern viel zu einfach."

Das Verbandspapier, über das die FAZ berichtet, verlangt überdies, Krankschreibungen über Internetplattformen zu unterbinden. Diese kämen oft von Ärzten, die nicht bei einer deutschen Ärztekammer gemeldet seien und fiktive Praxisadressen angäben. Jedes Jahr würden 700.000 "ungerechtfertigte AUs" ausgestellt, kritisierte die BDA: "Dieser Praxis muss ein Riegel vorgeschoben werden."

Anfang des Jahres hatte sich Allianz-Chef Oliver Bäte dafür ausgesprochen, zur Kostenreduktion für die Unternehmen die Lohnfortzahlung am ersten Krankheitstag zu streichen. Diese Forderung hat es laut FAZ aber nicht in den BDA-Katalog geschafft.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 09.03.2025 - 15:26 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung