Mittwoch, 25. Februar 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

China-Umsätze der Dax-Konzerne erodieren
Großteil der AfD-Fraktion boykottiert Trauerfeier für Rita Süssmuth
Deutsche Telekom baut KI-Assistenten in Telefonate ein
BDI fordert Transparenz bei chinesischen Exportkontrollen
Dax startet im Minus - Vorsicht dominiert
Geschäftsreiseverband VDR warnt vor neuen US-Einreiseplänen
Berichte: Holstein Kiel trennt sich von Trainer Rapp
Ifo-Institut: Exporterwartungen gestiegen
Dax lässt geringfügig nach - Autohersteller im Aufwind
Koalition einigt sich auf Reform des Gebäudeenergiegesetzes

Newsticker

00:00Patientenschützer kritisieren Rückzieher bei Organspende-Regelung
00:00Gesundheitsökonom will höhere Gebühr für Krankenhausaufenthalte
00:00Rund 8.000 Ausländer 2025 von Ausweisungen betroffen
23:02Play-offs: Leverkusen erreicht Achtelfinale der Champions League
22:48Grüne warnen vor Kostenfalle durch Reform von Heizungsgesetz
22:22US-Börsen legen zu - Goldpreis lässt deutlich nach
21:03Regierung verstärkt Kampf gegen Drogen- und Finanzkriminalität
20:37Gewinnzahlen Eurojackpot vom Dienstag (24.02.2026)
20:34KI-Material: ZDF verteidigt Abberufung von Studioleiterin
20:07Koalition einigt sich auf Reform des Gebäudeenergiegesetzes
19:00ZDF bestätigt Diskussionen auf großer Mitarbeiterversammlung
18:27Merz will China faire Partnerschaft anbieten
18:08Sicherheitsgarantien: Ukraine pocht auf EU-Mitgliedschaft
17:48Dax lässt geringfügig nach - Autohersteller im Aufwind
17:39CSU kritisiert CDU-Forderung nach Social-Media-Verbot für Kinder

Börse

Am Dienstag hat der Dax geringfügig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.986 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von wenigen Punkten im Vergleich zum Vortagesschluss. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

IG Metall: Politik soll "Zuversicht unter den Christbaum legen"


Christiane Benner (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

IG-Metall-Chefin Christiane Benner warnt die Arbeitgeber davor, die Krise jetzt noch zu vergrößern. Die Politik müsse schnell handeln, sagte sie der ARD.

Benner fordert die Parteien im Bundestag auf, in den nächsten Tagen parteiübergreifend zusammenzuarbeiten. Nach dem Aus der Ampel-Koalition fehlt der Bundesregierung eine eigene Mehrheit.

Benner wünscht sich deshalb, dass die Politiker den Beschäftigten und Arbeitgebern "Zuversicht unter den Christbaum legen".

Es gebe mehrere Themen, die die Abgeordneten noch vor der Wahl abräumen könnten. Benner: "Wir haben einfach keine Zeit, noch mal ein halbes Jahr mit bestimmten Entscheidungen zu warten. Handeln ist jetzt angesagt." Dabei denkt sie vor allem an Beschlüsse, um Energiekosten und Netzentgelte zu senken sowie den Kauf von Elektroautos anzukurbeln. "Die Sachen liegen auf der Straße, die erfolgen müssen", sagte sie.

Die Menschen hätten für viele Vorgänge in Berlin, wie zum Beispiel die Art und Weise, wie die FDP aus der Bundesregierung ausgestiegen ist, kein Verständnis. Und genauso wenig Verständnis gebe es, "wenn jetzt nicht mehr wichtige Entscheidungen herbeigeführt werden, die ja noch herbeigeführt werden können". Die Gesetzentwürfe lägen auf dem Tisch und dürften nicht aus Parteitaktik und Machtinteressen auf der Strecke bleiben.

Gewerkschaftsvorsitzende Benner beobachtet in Gesprächen mit Beschäftigten in den Betrieben eine "große Verständnislosigkeit", wenn es um die Politik in Berlin gehe. Viele Menschen würden sich "nicht richtig gesehen fühlen mit ihren Problemen". Dabei seien diese Probleme sehr konkret: hohe Mieten, gestiegene Energiekosten, zu wenige Kita-Plätze in ländlichen Gebieten. "Und dann kommt noch das Thema dazu, dass der eigene Arbeitsplatz in Gefahr ist", so Benner, zumindest wenn man in einem von der Krise betroffenen Unternehmen arbeite.

"Das ist eine massive Verunsicherung." Die IG-Metall-Chefin sieht sowohl die Arbeitgeber als auch die Politiker in Verantwortung. Die Abgeordneten seien jetzt gefordert, das zu tun, was sie können, um zur Arbeitsplatzsicherheit beizutragen. Sie fordert auch eine Reform der Schuldenbremse. "Ich bin mir sicher, dass auch die künftige Bundesregierung nicht um dieses Thema herumkommt."

Über die allgemeine Wirtschaftslage sagte sie der ARD: "Ich bin sehr besorgt und wütend." Betroffen seien nicht nur große Konzerne, sondern auch die Zulieferer der Zulieferer. "Die ganzen industriellen Strukturen entlang - die sind gerade am Wackeln", so Benner. Die Hauptverantwortung dafür sieht sie in den Chefetagen der Unternehmen. Gerade in der Automobilindustrie seien Entwicklungen wie beispielsweise Innovationssprünge in China nicht rechtzeitig gesehen worden.

Sie kritisiert den "Konfliktkurs", der in vielen Betrieben nun gefahren werde. Viele Arbeitgeber würden auf Lohnkürzungen, Stellenabbau und Werkschließungen setzen. "Und mir kann niemand richtig erklären, was dadurch besser wird", sagte sie. Es könne nicht sein, dass die Arbeitnehmer jetzt einseitig die Zeche zahlen sollen.

Benner warnt davor, dass durch den angekündigten Abbau von Arbeitsplätzen zum Beispiel bei VW, Ford und vielen Zulieferbetrieben ganze Industriebereiche erst recht kaputt gemacht werden. "Und das, was an Produktion weg ist, ist weg und kommt nicht wieder", mahnt die IG-Metall-Chefin. "Wenn wir jetzt verpassen, richtig abzubiegen, dann haben wir echt ein Problem."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 06.12.2024 - 17:07 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung