Freitag, 12. Juni 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im April niedriger
Dax wandert am Mittag ins Plus - Warten auf Notenbank-Entscheidung
Ipsos: Grüne weiter vor SPD, Zufriedenheit mit Kanzler Merz sinkt
Drei indische Seeleute bei US-Angriff auf Öltanker getötet
Bundesregierung begrüßt deutsche WM-Bewerbung
IWH: Wirtschaftswachstum nur bei Öffnung der Straße von Hormus
Personal in Gesundheitsämtern im Jahr 2025 gewachsen
Maschmeyer kritisiert SpaceX-Börsengang scharf
Mehr Gaststudierende im vergangenen Wintersemester
Weniger Übernachtungen im April

Newsticker

07:44Erste Unternehmen sehen KI als Alternative zu Qualifikation
07:23Warken signalisiert Bereitschaft zu Änderungen an Kassenreform
07:10Thüringens Innenminister warnt vor Ängsten bei Sozialreformen
06:42Throm fordert Sanktionen gegen GEAS-Verweigerer
06:13Fußball-WM: Südkorea schlägt Tschechien
06:00Flugsicherung plant bundesweites Drohnenabwehr-Netz
06:00Ethikratsvorsitzender gegen Brandmauer bei medizinethischen Fragen
06:00Thüringens Innenminister befürwortet AfD-Verbotsprüfung
05:00Wadephul warnt vor AfD-Regierungsbeteiligung
01:00BDA kritisiert Reform von EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung
00:00Kommunen fürchten Belastungen durch GEAS-Reform
00:00Union will Kontrolle von GEAS-Regeln durch EU-Kommission
00:00NRW drängt auf vorbeugende Brückensanierungen
00:00Philologenverband drängt auf Strategie für Umgang mit Social Media
00:00Union und SPD wollen mehr Unterstützung für Kinos

Börse

Am Donnerstag hat der Dax geringfügig zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.210 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem zurückhaltenden Start baute der Dax zunächst langsam seine Zugewinne aus, bevor er am Nachmittag kurz ins Minus abrutschte und schließlich leicht im Plus schloss. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Ökonom Felbermayr: "Trump ist eindeutig ein Wohlstandsrisiko"


Autoproduktion (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Wirtschaftsforscher Gabriel Felbermayr geht davon aus, dass Deutschland und Europa mit Donald Trump als neuem US-Präsidenten Wachstumseinbußen befürchten müssen. "Für die deutsche Volkswirtschaft ist die Bedrohung mit Zöllen eindeutig ein Wohlstandsrisiko", sagte Felbermayr, Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo in Wien, der "Mediengruppe Bayern" (Samstagausgaben).

Wenn deutsche Exporte in den USA teurer würden, gehe der Absatz zurück und/oder müssten die Exporteure ihre Nettopreise nach unten anpassen. Dann gehe im Inland Wertschöpfung verloren.

Manche Firmen, die die Möglichkeit dazu hätten, würden künftig wohl lieber für US-Konsumenten in den USA selbst produzieren als Güter aus deutschen Fabriken zu exportieren.

Das schütze die Gewinne der Unternehmen zwar teilweise vor der Zollbelastung, erklärte der Ökonom, "aber die Strategie führt zu zusätzlichen Wohlstandsverlusten in Deutschland, weil die Beschäftigung sinkt, die Auslastung der deutschen Fabriken kleiner wird und weil weniger heimisches Steueraufkommen generiert wird". Felbermayr weiter: "Die Zölle tragen dann direkt zur Deindustrialisierung und zur Wachstumsschwäche des Landes bei."

Besonders für die Autoindustrie, die Zulieferer und den Maschinenbau würde es unter der neuen US-Regierung schwierig werden. "Trump will Zölle auf Autos und wohl auch auf Komponenten aus Mexiko, wo deutsche Konzerne Werke haben. Besonders schwierig könnte es für kleinere Zulieferer werden, die bisher Teile aus Deutschland nach Amerika liefern. Auch der Maschinenbau könnte stärker unter Druck geraten", sagte der Ökonom.

Weil der Maschinenbau oft eher mittelständisch strukturiert sei, wäre die Strategie, in den USA für US-Kunden zu produzieren, nicht so leicht umsetzbar. Um sich an die wandelnden Verhältnisse anzupassen, brauche Deutschland Reformen, erklärte der Wifo-Chef.

"Weil die Welt protektionistischer geworden ist, muss das Wachstum wieder stärker aus dem Europäischen Binnenmarkt kommen. Und weil es keine Massenarbeitslosigkeit mehr gibt, muss diesmal statt auf Lohnzurückhaltung auf Produktivitätswachstum durch Innovationsfähigkeit gesetzt werden."

Für eine gute Zukunft brauche es "massive Anstrengungen in diesen Bereichen, eine ambitionierte Vertiefung des EU-Binnenmarkts und ehrgeizige Handelsabkommen mit möglichst vielen Ländern", so der Wirtschaftsforscher.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 09.11.2024 - 02:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung