Montag, 27. April 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Fratzscher für autofreie Sonntage und Tempolimit wegen Energiekrise
Zahl der Kriegsdienstverweigerungen steigt rasant
Verbraucherschutzzentrale stellt Koalition gemischtes Zeugnis aus
Bundesumweltminister denkt über Haushaltsnotlage nach
Haushaltsausschuss stoppt Beschaffungsvorhaben für die Bundeswehr
Finanzminister plant härtere Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung
2. Bundesliga: Schalke dreht Topspiel in Paderborn
Weltrekord: Sawe knackt beim London-Marathon Zwei-Stunden-Marke
IG Metall fordert Unternehmen zu mehr Produktion in Deutschland auf
Condor fordert Aussetzung des Emissionshandels

Newsticker

09:56ME/CFS und Long Covid kosten jährlich rund 64 Milliarden Euro
09:31Dax startet positiv - Anleger setzen auf Ende des Iran-Kriegs
08:16Mehr Radfahrer sterben im Straßenverkehr
08:00Verbraucherstimmung gibt infolge des Iran-Kriegs abermals nach
07:37Ifo: Exporterwartungen leicht gestiegen
06:29Weltweite Militärausgaben steigen auf neuen Höchststand
06:17Sicherheitspolitiker sieht in Signal-Attacke Weckruf
01:00Dobrindt will mit Big Data gegen Schwerkriminelle vorgehen
01:00Klinikreform: Sozialverband Deutschland verlangt Nachbesserungen
01:00Haushaltsberatung: Middelberg fordert "mehr Ehrgeiz beim Sparen"
01:00Caritas kritisiert Warkens Plan zur Gesundheitsreform
01:00Zahl der Kriegsdienstverweigerungen steigt rasant
01:00Finanzminister plant härtere Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung
00:00Union für Einschränkung von Protesten im Regierungsviertel
00:00Haushaltsausschuss stoppt Beschaffungsvorhaben für die Bundeswehr

Börse

Der Dax ist am Montagmorgen positiv in die Handelswoche gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.190 Punkten berechnet, 0,3 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Ökonom Felbermayr: "Trump ist eindeutig ein Wohlstandsrisiko"


Autoproduktion (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Wirtschaftsforscher Gabriel Felbermayr geht davon aus, dass Deutschland und Europa mit Donald Trump als neuem US-Präsidenten Wachstumseinbußen befürchten müssen. "Für die deutsche Volkswirtschaft ist die Bedrohung mit Zöllen eindeutig ein Wohlstandsrisiko", sagte Felbermayr, Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo in Wien, der "Mediengruppe Bayern" (Samstagausgaben).

Wenn deutsche Exporte in den USA teurer würden, gehe der Absatz zurück und/oder müssten die Exporteure ihre Nettopreise nach unten anpassen. Dann gehe im Inland Wertschöpfung verloren.

Manche Firmen, die die Möglichkeit dazu hätten, würden künftig wohl lieber für US-Konsumenten in den USA selbst produzieren als Güter aus deutschen Fabriken zu exportieren.

Das schütze die Gewinne der Unternehmen zwar teilweise vor der Zollbelastung, erklärte der Ökonom, "aber die Strategie führt zu zusätzlichen Wohlstandsverlusten in Deutschland, weil die Beschäftigung sinkt, die Auslastung der deutschen Fabriken kleiner wird und weil weniger heimisches Steueraufkommen generiert wird". Felbermayr weiter: "Die Zölle tragen dann direkt zur Deindustrialisierung und zur Wachstumsschwäche des Landes bei."

Besonders für die Autoindustrie, die Zulieferer und den Maschinenbau würde es unter der neuen US-Regierung schwierig werden. "Trump will Zölle auf Autos und wohl auch auf Komponenten aus Mexiko, wo deutsche Konzerne Werke haben. Besonders schwierig könnte es für kleinere Zulieferer werden, die bisher Teile aus Deutschland nach Amerika liefern. Auch der Maschinenbau könnte stärker unter Druck geraten", sagte der Ökonom.

Weil der Maschinenbau oft eher mittelständisch strukturiert sei, wäre die Strategie, in den USA für US-Kunden zu produzieren, nicht so leicht umsetzbar. Um sich an die wandelnden Verhältnisse anzupassen, brauche Deutschland Reformen, erklärte der Wifo-Chef.

"Weil die Welt protektionistischer geworden ist, muss das Wachstum wieder stärker aus dem Europäischen Binnenmarkt kommen. Und weil es keine Massenarbeitslosigkeit mehr gibt, muss diesmal statt auf Lohnzurückhaltung auf Produktivitätswachstum durch Innovationsfähigkeit gesetzt werden."

Für eine gute Zukunft brauche es "massive Anstrengungen in diesen Bereichen, eine ambitionierte Vertiefung des EU-Binnenmarkts und ehrgeizige Handelsabkommen mit möglichst vielen Ländern", so der Wirtschaftsforscher.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 09.11.2024 - 02:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung