Mittwoch, 07. Oktober 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Dax legt zu - Hochtief-Aktien gefragt
IW-Studie: Wachstum nur dank höherer Staatsausgaben
AfD bekommt in Sachsen-Anhalt auch Landtagsvizepräsidenten durch
Deutschland will CO2 nach Dänemark und Holland "exportieren"
Chemie-Nobelpreis für Grundlagenforschung zu Arzneimittelproduktion
CSU warnt nach AfD-Wahlerfolgen vor Pflegekollaps
Dax startet schwach - Skepsis macht sich breit
CDU-Arbeitnehmergruppe verlangt höhere Erbschaftsteuer
US-Börsen legen zu - KI-Hype treibt Kurse
Thüringer Landtag löst sich nicht auf - AfD-Antrag gescheitert

Newsticker

15:00Drohung gegen Rot-Rot-Grün: Reichinnek wirft Union "Bigotterie" vor
14:51Grünen-Politikerin fordert verlässliche Daten zu Lungenpest
14:47DIW: 2026 doppelt so viel Fläche verbrannt wie im Zehnjahresschnitt
14:16Reichinnek: "Als Reformen getarnten Sozialkahlschlag" zurücknehmen
14:12Linnemann: Pflegestrukturkommission "auf den letzten Metern"
14:08BASF-Chef begründet Übernahmepläne für Evonik
14:04SPD und Union machen Druck bei "Work and Stay"-Agentur
13:59Betrug mit Naziopfern: Ministerium stoppt Einbürgerungen
13:56Van Beek warnt vor blinden Flecken bei Gesundheitsüberwachung
13:52Pistorius drängte SPD zu Reaktion auf AfD-Wahl in Sachsen-Anhalt
13:50Ex-BND-Chef Hanning wegen Spionageverdachts in Untersuchungshaft
13:12Thüringer Landtag löst sich nicht auf - AfD-Antrag gescheitert
12:42Voigt zieht Klage gegen Entzug des Doktortitels zurück
12:32Dax rutscht am Mittag weiter ab - Sorge um Autoindustrie
12:04Bundesregierung beschließt Gesetz gegen digitale Gewalt

Börse

Der Dax ist am Mittwoch nach einem bereits schwachen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter in den roten Bereich abgerutscht. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.130 Punkten berechnet, 1,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Ökonom Felbermayr: "Trump ist eindeutig ein Wohlstandsrisiko"


Autoproduktion (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Wirtschaftsforscher Gabriel Felbermayr geht davon aus, dass Deutschland und Europa mit Donald Trump als neuem US-Präsidenten Wachstumseinbußen befürchten müssen. "Für die deutsche Volkswirtschaft ist die Bedrohung mit Zöllen eindeutig ein Wohlstandsrisiko", sagte Felbermayr, Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo in Wien, der "Mediengruppe Bayern" (Samstagausgaben).

Wenn deutsche Exporte in den USA teurer würden, gehe der Absatz zurück und/oder müssten die Exporteure ihre Nettopreise nach unten anpassen. Dann gehe im Inland Wertschöpfung verloren.

Manche Firmen, die die Möglichkeit dazu hätten, würden künftig wohl lieber für US-Konsumenten in den USA selbst produzieren als Güter aus deutschen Fabriken zu exportieren.

Das schütze die Gewinne der Unternehmen zwar teilweise vor der Zollbelastung, erklärte der Ökonom, "aber die Strategie führt zu zusätzlichen Wohlstandsverlusten in Deutschland, weil die Beschäftigung sinkt, die Auslastung der deutschen Fabriken kleiner wird und weil weniger heimisches Steueraufkommen generiert wird". Felbermayr weiter: "Die Zölle tragen dann direkt zur Deindustrialisierung und zur Wachstumsschwäche des Landes bei."

Besonders für die Autoindustrie, die Zulieferer und den Maschinenbau würde es unter der neuen US-Regierung schwierig werden. "Trump will Zölle auf Autos und wohl auch auf Komponenten aus Mexiko, wo deutsche Konzerne Werke haben. Besonders schwierig könnte es für kleinere Zulieferer werden, die bisher Teile aus Deutschland nach Amerika liefern. Auch der Maschinenbau könnte stärker unter Druck geraten", sagte der Ökonom.

Weil der Maschinenbau oft eher mittelständisch strukturiert sei, wäre die Strategie, in den USA für US-Kunden zu produzieren, nicht so leicht umsetzbar. Um sich an die wandelnden Verhältnisse anzupassen, brauche Deutschland Reformen, erklärte der Wifo-Chef.

"Weil die Welt protektionistischer geworden ist, muss das Wachstum wieder stärker aus dem Europäischen Binnenmarkt kommen. Und weil es keine Massenarbeitslosigkeit mehr gibt, muss diesmal statt auf Lohnzurückhaltung auf Produktivitätswachstum durch Innovationsfähigkeit gesetzt werden."

Für eine gute Zukunft brauche es "massive Anstrengungen in diesen Bereichen, eine ambitionierte Vertiefung des EU-Binnenmarkts und ehrgeizige Handelsabkommen mit möglichst vielen Ländern", so der Wirtschaftsforscher.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 09.11.2024 - 02:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung