Donnerstag, 16. Juli 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Argentinien zieht ins WM-Finale ein
Argentinien schlägt England und folgt Spanien ins WM-Finale
IAB-Chef warnt vor Abschaffung von Minijobs
Rufe nach bewussterem Umgang mit Wasser
Berlins CDU-Spitzenkandidat will Fonds für Mieterklagen
Kellner wirft Reiche "Berater-Luxus" vor
Weimer fürchtet Abschaffung von Weihnachten durch AfD
Studie: Bis zu 726.000 Jobs in Europas Autoproduktion bedroht
Deutlicher Anstieg an E-Scooter-Unfällen mit Personenschaden
Hausärzteverband kritisiert Gesundheitsministerin scharf

Newsticker

22:19US-Börsen lassen nach - Goldpreis im Rückwärtsgang
21:22AfD-Spitze fordert Abbruch der Listenwahl in NRW
20:50USA führen weitere Luftangriffe gegen Iran durch
20:21Drei Tote bei Sturz von Aussichtsturm im Harz
20:10Merz will mit Macron "über die großen Themen" sprechen
19:23Israels Parlament verabschiedet umstrittenes Mediengesetz
18:50Niedersachsen prüft Modelle für Einstieg in Osnabrücker VW-Werk
17:41Dax lässt nach - zunehmende Ermüdungserscheinungen
17:11Deutschland und Algerien vereinbaren "strategische Agenda"
16:51Russische Rakete löste Luftalarm vor Nato-Gipfel in Ankara aus
16:05Merz setzt auf mehr Rohstofflieferungen aus Algerien
15:29Philosoph Sloterdijk nennt AfD "Sammelsurium ratloser Angeber"
15:15Warken will mehr auf Prävention setzen
14:22Hausärzteverband kritisiert Gesundheitsministerin scharf
14:08Hitzewelle kostet deutsche Wirtschaft mindestens 6,3 Milliarden Euro

Börse

Am Donnerstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.915 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste rangierten Symrise, Beiersdorf und Gea, am Ende Infineon, Siemens Energy und Eon. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Ökonom Felbermayr: "Trump ist eindeutig ein Wohlstandsrisiko"


Autoproduktion (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Wirtschaftsforscher Gabriel Felbermayr geht davon aus, dass Deutschland und Europa mit Donald Trump als neuem US-Präsidenten Wachstumseinbußen befürchten müssen. "Für die deutsche Volkswirtschaft ist die Bedrohung mit Zöllen eindeutig ein Wohlstandsrisiko", sagte Felbermayr, Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo in Wien, der "Mediengruppe Bayern" (Samstagausgaben).

Wenn deutsche Exporte in den USA teurer würden, gehe der Absatz zurück und/oder müssten die Exporteure ihre Nettopreise nach unten anpassen. Dann gehe im Inland Wertschöpfung verloren.

Manche Firmen, die die Möglichkeit dazu hätten, würden künftig wohl lieber für US-Konsumenten in den USA selbst produzieren als Güter aus deutschen Fabriken zu exportieren.

Das schütze die Gewinne der Unternehmen zwar teilweise vor der Zollbelastung, erklärte der Ökonom, "aber die Strategie führt zu zusätzlichen Wohlstandsverlusten in Deutschland, weil die Beschäftigung sinkt, die Auslastung der deutschen Fabriken kleiner wird und weil weniger heimisches Steueraufkommen generiert wird". Felbermayr weiter: "Die Zölle tragen dann direkt zur Deindustrialisierung und zur Wachstumsschwäche des Landes bei."

Besonders für die Autoindustrie, die Zulieferer und den Maschinenbau würde es unter der neuen US-Regierung schwierig werden. "Trump will Zölle auf Autos und wohl auch auf Komponenten aus Mexiko, wo deutsche Konzerne Werke haben. Besonders schwierig könnte es für kleinere Zulieferer werden, die bisher Teile aus Deutschland nach Amerika liefern. Auch der Maschinenbau könnte stärker unter Druck geraten", sagte der Ökonom.

Weil der Maschinenbau oft eher mittelständisch strukturiert sei, wäre die Strategie, in den USA für US-Kunden zu produzieren, nicht so leicht umsetzbar. Um sich an die wandelnden Verhältnisse anzupassen, brauche Deutschland Reformen, erklärte der Wifo-Chef.

"Weil die Welt protektionistischer geworden ist, muss das Wachstum wieder stärker aus dem Europäischen Binnenmarkt kommen. Und weil es keine Massenarbeitslosigkeit mehr gibt, muss diesmal statt auf Lohnzurückhaltung auf Produktivitätswachstum durch Innovationsfähigkeit gesetzt werden."

Für eine gute Zukunft brauche es "massive Anstrengungen in diesen Bereichen, eine ambitionierte Vertiefung des EU-Binnenmarkts und ehrgeizige Handelsabkommen mit möglichst vielen Ländern", so der Wirtschaftsforscher.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 09.11.2024 - 02:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung