Freitag, 20. März 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Merz will KI-Verordnung komplett auf den Prüfstand stellen
Erzeugerpreise im Februar deutlich gesunken
Tausende Häftlinge vorzeitig aus Gefängnis entlassen
Verkehrsminister fordern Nachbesserungen bei Führerscheinreform
"Unheilig" auf Platz eins der Charts - Bester Start seit Jahren
Dax bricht vor Wochenende weiter ein - Energiepreise unauffällig
Boris Palmer bereut keine seiner Äußerungen
Iran droht mit Angriffen auf Tourismusziele
SPD stellt Bedingungen für Einsatz in Straße von Hormus
Dax startet neuen Erholungsversuch - Anleger an der Seitenlinie

Newsticker

22:43Iran-Krieg: Trump deutet Rückzug an
22:291. Bundesliga: Leipzig deklassiert Hoffenheim
21:21US-Börsen vor Wochenende auf Tauchstation - Nasdaq superschwach
20:422. Bundesliga: KSC siegt dank Doppelschlag in der Nachspielzeit
20:13Gewinnzahlen Eurojackpot vom Freitag (20.03.2026)
19:56Satellitendaten zeigen Veränderung der globalen Wasserspeicherung
19:50Justizministerium erarbeitet Gesetzentwurf gegen digitale Gewalt
19:47Verkehrsministerium will EuGH-Urteil zu Trassenpreisbremse prüfen
18:48Mitarbeiter im Innenministerium zweifeln an Grenzzurückweisungen
18:31Leipziger Buchmesse steuert auf neuen Besucherrekord zu
17:53Linke-Fraktionsvize will israelische Siedlungen sanktionieren
17:49Warken fordert in Debatte um Deepfakes schnelle Maßnahmen
17:47Dax bricht vor Wochenende weiter ein - Energiepreise unauffällig
16:31Gewerkschaft mit Streik bei dpa zufrieden
16:11Nur drei Prozent der Syrer wird der Schutztitel entzogen

Börse

Zum Wochenausklang hat der Dax nochmal kräftig nachgegeben. Zum Xetra-Handelsschluss lag der Index mit 22.380 Punkten 2,0 Prozent niedriger als am Vortag. Auf Wochensicht hat das wichtigste deutsche Börsenbarometer damit 4,5 Prozent an Wert verloren. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Schweizer Bahn rügt DB


Zug der SBB (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der CEO der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), Vincent Ducrot, äußert Kritik an der Verfassung des deutschen Eisenbahnbetriebs. "Ihr Land hat ein sehr komplexes System, das nicht in einem guten Zustand ist", sagte er dem Tagesspiegel (Freitagsausgabe). "Ich leide mit den engagierten Eisenbahnern und den Kunden mit."

Häufige Verspätungen der Deutschen Bahn (DB) erklärte Ducrot mit Fehlern der Vergangenheit: "Man hat zu wenig für das Netz getan. Das rächt sich heute."

Auch die deutsche Politik engagiere sich zu wenig für die Bahn. "Schauen Sie sich nur die jetzigen Diskussionen bei Ihnen an. Zuerst gab es viel Geld für die Bahn, dann wurde der Plan gekippt, jetzt versucht man krampfhaft neue Mittel zu finden. Man muss das langfristig absichern. Ständiger Wechsel ist für ein Unternehmen anspruchsvoll", kommentierte der Bahnmanager die vor dem Bundesverfassungsgericht gescheiterte Finanzierung durch den Klima- und Transformationsfonds. "Viele Funktionäre wissen gar nicht, was Bahnbetrieb bedeutet."

Ein weiteres Problem Deutschlands sei die mangelnde Digitalisierung etwa von Stellwerken und "die Trennung von Infrastruktur, Personenverkehr und Güterverkehr in verschiedene Gesellschaften" wie DB Netz, DB Fernverkehr, DB Cargo und DB Regio. Diese Aufspaltung behindere eine effektive Zusammenarbeit. "Das ist nur nachvollziehbar, dass man dann weniger miteinander spricht und zuerst für sich selber schaut."

Den Chef der Deutschen Bahn nahm Vincent Ducrot explizit in Schutz: "Ich stehe meinem Kollegen Richard Lutz sehr nahe und sage ihm oft: Das ist unglaublich, was ihr leistet - mit dem, was ihr habt." Seinen Mitarbeitern sage er in Bezug auf die Deutschen immer: "Keine Lektion erteilen, keine Vorwürfe machen."

Dass die SBB seit 2023 ICE-Züge der Deutschen Bahn mit mehr als 15 Minuten Verspätung vorzeitig in Basel stoppt, begründete Ducrot mit dem Anspruch seiner Landsleute an ihre Bahn. "Die Schweizer Reisenden erwarten diese Pünktlichkeit, die Schweizer Politik erwartet diese Pünktlichkeit." Dieses Jahr seien fast 94 Prozent aller SBB-Reisezüge weniger als drei Minuten verspätet gefahren. Ohne internationale Züge läge dieser Wert noch 0,5 bis ein Prozent höher, so Ducrot. "Bis zur Grenze ist die DB verantwortlich." Ab da müsse er seinen Kunden einen guten Service anbieten.

In Deutschland waren im August 2024 knapp 90 Prozent aller Züge pünktlich, also nach DB-Definition weniger als sechs Minuten verspätet; allerdings nur rund 61 Prozent aller Fernzüge. Ob Ducrot noch im Amt wäre, wenn in der Schweiz - so wie durch die DB im EM-Sommer 2024 - halb Europa zu spät gekommen wäre? "In der Schweiz ist die Erwartung eine andere. Die Reaktionen würden sicher heftig ausfallen", antwortete der SBB-Chef.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 27.09.2024 - 05:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung