Mittwoch, 27. Mai 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Ebola: Lauterbach drängt auf Aufstockung der Entwicklungshilfe
IRC sieht Hilfsreaktion bei Ebola-Ausbruch im Rückstand
Verfassungsschutz warnt vor Gewalt-Szene um "White Tiger"
Dax lässt nach - Zalando-Aktien gefragt
Brauereien erwarten keinen Bier-Boom wegen Fußball-WM
SPD gegen Streichung von Mobilitätsanteil des Bürgergeldes
VZBV will EU-weite Lösung für Jugendschutz in sozialen Medien
Haushaltspolitiker kritisieren teure Bundeswehr-Beschaffungen
OpenAI-Chef Altman traf Bundesregierung fünfmal
Verfassungsschutz will weitere Befugnisse

Newsticker

14:57NRW kritisiert Kürzungen bei Demokratieprogramm
14:52Wadephul plädiert weiter für engere Partnerschaft mit Türkei
14:11Unionsfraktion fordert härteres Vorgehen gegen Linksextremismus
14:07Bund will im Streit zwischen Italo und Bahn nicht eingreifen
14:01Lina E. kommt vorzeitig frei
13:38Merz-Umfeld: Spekulationen über Kanzlertausch "naiv und gefährlich"
13:20Von Not kritisiert Dobrindts Cybersicherheitsentwurf
13:12Kommunen begrüßen Baugesetzbuch-Novelle
13:10Kraftstoffpreise sinken etwas
13:03Bilger weist Spekulationen über "Kanzlertausch" zurück
12:30Dax weiter freundlich - Adidas vorn
12:16Bundesregierung beschließt Reform des Baugesetzbuchs
12:08Adidas rechnet mit Absatzrekorden bei Fußball-WM
11:58Kabinett beschließt Investitionsverpflichtung für Mediendienste
11:42Kleine Kommunen sollen bei Wärmeplanung entlastet werden

Börse

Der Dax hat sich am Mittwoch nach einem bereits freundlichen Start in den Handelstag bis zum Mittag im Plus gehalten. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.360 Punkten berechnet, 0,7 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Adidas, Continental und Daimler Truck, am Ende RWE, Eon und die Deutsche Börse. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Militärhistoriker nennt Verzicht auf Wehrpflicht "Katastrophe"


Bundeswehr-Soldaten (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Militärhistoriker Sönke Neitzel wirft der Bundesregierung vor, Deutschland nicht in ausreichendem Tempo verteidigungsfähig zu machen. "Es wird zu wenig in unsere Verteidigung investiert - und zwar so wenig, dass wir im Ernstfall weder unsere Bündnispartner noch uns selbst über einen längeren Zeitraum verteidigen könnten", sagte Neitzel der "Welt am Sonntag".

Außerdem habe sich die Bundesregierung entgegen dem Rat der Fachleute im Verteidigungsministerium entschlossen, auf die Einführung des schwedischen Modells als neue Form der Wehrpflicht zu verzichten. "Damit entzieht diese Regierung dem Land - uns - die Verteidigungsfähigkeit für mindestens die nächsten vier Jahre", sagte der Professor für Militärgeschichte und Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam.

"Ich möchte einmal ganz deutlich festhalten: Das ist eine Katastrophe. Diese Entscheidung ist gefällt worden, obwohl die Ampel-Parteien wissen, wie dramatisch die sicherheitspolitische Lage ist."

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) attestiert Neitzel "eine Politik der Diagonalen". Scholz versuche einerseits, die Bundeswehr aufzurüsten und das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen, andererseits die Linke der SPD bei der Stange zu halten. "Scholz macht deshalb drei Schritte vor und geht dann zwei zurück: Dem Sondervermögen folgt keine nachhaltige Finanzierung, die Waffenlieferungen an die Ukraine erfolgen immer nur zögerlich und manchmal gar nicht", so Neitzel. Das sei ein "gefährliches Vabanquespiel". Vielleicht habe Scholz mit seiner Einschätzung recht, dass die Nato in naher Zukunft nicht gegen Russland werde kämpfen müssen. "Man kann nur beten, dass er recht hat", so Neitzel. "Kommt es anders, bleibt nur zu sagen: Dann wird Olaf Scholz an vielen Gräbern stehen müssen. Diese Verantwortung trägt der Kanzler."

Hart ins Gericht geht der Historiker auch mit der Generalität der Bundeswehr. "Die Generalität der Bundesrepublik Deutschland ist zur absoluten Loyalität, ich würde sogar sagen, geradezu zur selbstverachtenden Loyalität erzogen worden", sagte Neitzel. Die Gründergeneration der Bundeswehr habe ihren Verteidigungsauftrag noch sehr ernst genommen: "Und wenn sie ihn nicht erfüllen konnten, dann haben sie den Mund aufgemacht." Heute halte sich die Generalität öffentlich zurück, "selbst wenn die Regierung unsinnige Dinge beschließt".

Neitzel forderte die hohen Offiziere zu mehr Mut auf: "Wenn ihr euch in den großen Fragen, etwa der Wehrpflicht oder dem Finanzbedarf, mit euren Forderungen bei der Regierung nicht durchsetzen könnt, dann müsst ihr die Anordnungen der Exekutive natürlich befolgen. Das ist das Primat der Politik. Aber es ist eure verdammte Pflicht, die Öffentlichkeit über die Folgen dieser Beschlüsse zu informieren. Als Bürger in Uniform ist es eure Aufgabe, die übrigen Bürger ins Bild zu setzen. Das geschieht leider nicht."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 21.09.2024 - 12:06 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung