Mittwoch, 17. Juni 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

G7 stärken Trump für Iran-Abkommen den Rücken
Dax schließt auf Vortagesniveau - Autowerte bremsen Euphorie
Sicherheitspolitiker warnen vor Abhängigkeit von US-KI
Paritätischer fordert Ende von Beamten-Sonderrechten
Russisches Kriegsschiff feuert Warnschüsse auf Yacht im Ärmelkanal
IMK-Chef will Böllerverbot-Petition nicht annehmen
Italo-Chef lehnt Verschiebung des Deutschland-Starts ab
G7 wollen Entwicklungshilfe grundlegend reformieren
Innenminister wollen öffentliches Kiffen wieder verbieten
Merz: Russland war nie erfolgreich bei Aggressionskriegen

Newsticker

15:47G7 wollen Abhängigkeit von China bei Rohstoffimporten senken
15:23ARD weist BSW-Vorwürfe zu Talkshow-Einladungen zurück
14:42Studie: Fracking könnte Gasversorgung nur langfristig stärken
14:40Grünen-Chefin Brantner dringt auf Taten bei G7-Hilfen
14:31SPD: Schnelle Bundestagsentscheidung zu Hormus-Einsatz möglich
14:29Banaszak kritisiert IMK: Rechtsextremismus fehlt auf Tagesordnung
14:27Union fordert Ausweisung antisemitischer Straftäter
14:16EU-Kommissarin Virkkunen soll Digital-Dialog mit USA führen
13:56EU-Parlament beschließt neue Regeln für Gentechnik bei Pflanzen
13:47Grüne fordern hohe Strafen für Plattformen bei Antisemitismus
13:41Berlin fordert nach Tötung von Putin-Kritiker in Polen Aufklärung
13:28Herrmann gegen "theoretische Diskussion" über AfD-Wahlerfolge
13:14VdK-Präsidentin wirft Dobrindt Irreführung beim Bürgergeld vor
13:12Bundeswehr erwartet mehr wehrwissenschaftliche Tierversuche
12:56Dax dreht leicht ins Plus - Automobilsektor bremst

Börse

Der Dax hat sich am Mittwoch nach einem leicht negativen Start bis zum Mittag leicht in den grünen Bereich vorgekämpft. Gegen 12:50 Uhr wurde der Index mit rund 24.945 Punkten berechnet, dies entspricht einem Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Zalando, Bayer und die Commerzbank, am Ende BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Militärhistoriker nennt Verzicht auf Wehrpflicht "Katastrophe"


Bundeswehr-Soldaten (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Militärhistoriker Sönke Neitzel wirft der Bundesregierung vor, Deutschland nicht in ausreichendem Tempo verteidigungsfähig zu machen. "Es wird zu wenig in unsere Verteidigung investiert - und zwar so wenig, dass wir im Ernstfall weder unsere Bündnispartner noch uns selbst über einen längeren Zeitraum verteidigen könnten", sagte Neitzel der "Welt am Sonntag".

Außerdem habe sich die Bundesregierung entgegen dem Rat der Fachleute im Verteidigungsministerium entschlossen, auf die Einführung des schwedischen Modells als neue Form der Wehrpflicht zu verzichten. "Damit entzieht diese Regierung dem Land - uns - die Verteidigungsfähigkeit für mindestens die nächsten vier Jahre", sagte der Professor für Militärgeschichte und Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam.

"Ich möchte einmal ganz deutlich festhalten: Das ist eine Katastrophe. Diese Entscheidung ist gefällt worden, obwohl die Ampel-Parteien wissen, wie dramatisch die sicherheitspolitische Lage ist."

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) attestiert Neitzel "eine Politik der Diagonalen". Scholz versuche einerseits, die Bundeswehr aufzurüsten und das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen, andererseits die Linke der SPD bei der Stange zu halten. "Scholz macht deshalb drei Schritte vor und geht dann zwei zurück: Dem Sondervermögen folgt keine nachhaltige Finanzierung, die Waffenlieferungen an die Ukraine erfolgen immer nur zögerlich und manchmal gar nicht", so Neitzel. Das sei ein "gefährliches Vabanquespiel". Vielleicht habe Scholz mit seiner Einschätzung recht, dass die Nato in naher Zukunft nicht gegen Russland werde kämpfen müssen. "Man kann nur beten, dass er recht hat", so Neitzel. "Kommt es anders, bleibt nur zu sagen: Dann wird Olaf Scholz an vielen Gräbern stehen müssen. Diese Verantwortung trägt der Kanzler."

Hart ins Gericht geht der Historiker auch mit der Generalität der Bundeswehr. "Die Generalität der Bundesrepublik Deutschland ist zur absoluten Loyalität, ich würde sogar sagen, geradezu zur selbstverachtenden Loyalität erzogen worden", sagte Neitzel. Die Gründergeneration der Bundeswehr habe ihren Verteidigungsauftrag noch sehr ernst genommen: "Und wenn sie ihn nicht erfüllen konnten, dann haben sie den Mund aufgemacht." Heute halte sich die Generalität öffentlich zurück, "selbst wenn die Regierung unsinnige Dinge beschließt".

Neitzel forderte die hohen Offiziere zu mehr Mut auf: "Wenn ihr euch in den großen Fragen, etwa der Wehrpflicht oder dem Finanzbedarf, mit euren Forderungen bei der Regierung nicht durchsetzen könnt, dann müsst ihr die Anordnungen der Exekutive natürlich befolgen. Das ist das Primat der Politik. Aber es ist eure verdammte Pflicht, die Öffentlichkeit über die Folgen dieser Beschlüsse zu informieren. Als Bürger in Uniform ist es eure Aufgabe, die übrigen Bürger ins Bild zu setzen. Das geschieht leider nicht."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 21.09.2024 - 12:06 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung