Sonntag, 24. Mai 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

SC Freiburg verpflichtet Torhüter Mio Backhaus
Hoeneß sortiert Würstchen in Supermärkten
Neuer Einbürgerungsrekord: 300.000 Deutsche Pässe 2025
Staatsmedien: Über 80 Tote bei Minenunglück in Nordchina
Exkanzler Scholz soll Nord-Süd-Kommission leiten
Argentinien plant KI-Unternehmen ohne Menschen
Hoeneß sieht SPD als Hauptschuldige an Krise der Bundesregierung
Gysi stellt Vergesellschaftungspläne der Linken infrage
Hoeneß lässt Eberl-Zukunft beim FC Bayern offen
Segelflugzeug stürzt auf A45: Ein Toter und ein Schwerverletzter

Newsticker

02:06Sorge vor russischem Angriff in Deutschland sinkt
02:05Schüsse vor dem Weißen Haus
01:00Dobrindt: Keine konkrete Bedrohung zur Fußball-WM durch Iran-Krieg
01:00Dobrindt will Software-Auswahl mit europäischem Blick
23:13Trump kündigt neue Friedensvereinbarung mit dem Iran an
21:58Kane schießt die Bayern zum DFB-Pokal
21:58++ EILMELDUNG ++ FC Bayern München gewinnt DFB-Pokal
20:52Umfrage: FDP legt nach Kubicki-Entscheidung leicht zu
19:29Lottozahlen vom Samstag (23.05.2026)
18:30SPD-Vize Midyatli kritisiert Albigs AfD-Vorstoß scharf
16:56Institutionen warnen vor AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt
15:25Segelflugzeug stürzt auf A45: Ein Toter und ein Schwerverletzter
13:56Hoeneß sortiert Würstchen in Supermärkten
13:00SPD-Politiker weisen Albig-Vorstoß zur AfD scharf zurück
12:15Hoeneß lässt Eberl-Zukunft beim FC Bayern offen

Börse

Vor dem Pfingstwochenende ist an den deutschen Börsen noch mal richtig Kauflaune ausgebrochen, der Dax hat vergleichsweise deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss standen 24.889 Punkte auf der Anzeigetafel im Frankfurter Börsensaal, das waren 1,2 Prozent mehr als am Donnerstagnachmittag. Für Börsianer steht allerdings kein langes Wochenende bevor, denn am Montag wird an den Börsen trotz Feiertags gehandelt. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Militärhistoriker nennt Verzicht auf Wehrpflicht "Katastrophe"


Bundeswehr-Soldaten (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Militärhistoriker Sönke Neitzel wirft der Bundesregierung vor, Deutschland nicht in ausreichendem Tempo verteidigungsfähig zu machen. "Es wird zu wenig in unsere Verteidigung investiert - und zwar so wenig, dass wir im Ernstfall weder unsere Bündnispartner noch uns selbst über einen längeren Zeitraum verteidigen könnten", sagte Neitzel der "Welt am Sonntag".

Außerdem habe sich die Bundesregierung entgegen dem Rat der Fachleute im Verteidigungsministerium entschlossen, auf die Einführung des schwedischen Modells als neue Form der Wehrpflicht zu verzichten. "Damit entzieht diese Regierung dem Land - uns - die Verteidigungsfähigkeit für mindestens die nächsten vier Jahre", sagte der Professor für Militärgeschichte und Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam.

"Ich möchte einmal ganz deutlich festhalten: Das ist eine Katastrophe. Diese Entscheidung ist gefällt worden, obwohl die Ampel-Parteien wissen, wie dramatisch die sicherheitspolitische Lage ist."

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) attestiert Neitzel "eine Politik der Diagonalen". Scholz versuche einerseits, die Bundeswehr aufzurüsten und das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen, andererseits die Linke der SPD bei der Stange zu halten. "Scholz macht deshalb drei Schritte vor und geht dann zwei zurück: Dem Sondervermögen folgt keine nachhaltige Finanzierung, die Waffenlieferungen an die Ukraine erfolgen immer nur zögerlich und manchmal gar nicht", so Neitzel. Das sei ein "gefährliches Vabanquespiel". Vielleicht habe Scholz mit seiner Einschätzung recht, dass die Nato in naher Zukunft nicht gegen Russland werde kämpfen müssen. "Man kann nur beten, dass er recht hat", so Neitzel. "Kommt es anders, bleibt nur zu sagen: Dann wird Olaf Scholz an vielen Gräbern stehen müssen. Diese Verantwortung trägt der Kanzler."

Hart ins Gericht geht der Historiker auch mit der Generalität der Bundeswehr. "Die Generalität der Bundesrepublik Deutschland ist zur absoluten Loyalität, ich würde sogar sagen, geradezu zur selbstverachtenden Loyalität erzogen worden", sagte Neitzel. Die Gründergeneration der Bundeswehr habe ihren Verteidigungsauftrag noch sehr ernst genommen: "Und wenn sie ihn nicht erfüllen konnten, dann haben sie den Mund aufgemacht." Heute halte sich die Generalität öffentlich zurück, "selbst wenn die Regierung unsinnige Dinge beschließt".

Neitzel forderte die hohen Offiziere zu mehr Mut auf: "Wenn ihr euch in den großen Fragen, etwa der Wehrpflicht oder dem Finanzbedarf, mit euren Forderungen bei der Regierung nicht durchsetzen könnt, dann müsst ihr die Anordnungen der Exekutive natürlich befolgen. Das ist das Primat der Politik. Aber es ist eure verdammte Pflicht, die Öffentlichkeit über die Folgen dieser Beschlüsse zu informieren. Als Bürger in Uniform ist es eure Aufgabe, die übrigen Bürger ins Bild zu setzen. Das geschieht leider nicht."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 21.09.2024 - 12:06 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung