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Finanzmärkte aktuell:

Staatssekretärin verteidigt Wirtschaftspolitik der Ampel


Franziska Brantner (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Franziska Brantner (Grüne), Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, hat den Vorwurf aus der Wirtschaft zurückgewiesen, dass die Ampelkoalition dem Standort Deutschland verlorene Jahre beschert habe. "Die Generalkritik lasse ich so nicht stehen", sagte die Grünen-Politikerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagausgabe). "Man muss ja sehen, von wo wir gestartet sind."

Nach 16 Jahren, "in denen die Große Koalition aus Bequemlichkeit eher den Status Quo verwaltet, die Energiewende ausgebremst und Deutschland in die Abhängigkeit von russischem Gas geführt hat", habe sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) getraut "dringend notwendige Änderungen anzugehen", sagte Brantner.

"Er streitet für die dringend notwendige Modernisierung unserer Energieversorgung und unseres Wirtschaftsstandortes - und das unter schwierigen internationalen Bedingungen. Robert Habeck ist ein Reformer."

So habe die Bundesregierung die Einwanderung von Fachkräften erleichtert, Exporthilfen für Unternehmen vereinfacht, die Digitalisierung im Stromsektor und die Energiewende vorangetrieben. "Rund um die Energiewende gibt es viele neue Unternehmensgründungen und eine neue Start-up-Kultur", sagte Brantner weiter. "Ich würde längst nicht behaupten, wir hätten alle Hausaufgaben erledigt, ich könnte aber noch viel mehr von dem aufzählen, was wir unter dem öffentlichen Radar auf den Weg gebracht haben und das seine Wirkung erst noch entfalten wird." Beim Heizungsgesetz habe man "die Kritik ernst genommen, den Zeitdruck etwas rausgenommen und eine sehr gute Förderung aufgesetzt, die auch sozial gestaffelt ist".

Zur Frage, ob die Grünen mitverantwortlich für den Aufstieg der AfD seien, sagte Branter: "Ich glaube, dass die allzu öffentlich ausgetragenen Konflikte der Ampel-Koalition ihren Teil dazu beigetragen haben, dass sich Menschen abgewendet haben; und wir sind Teil der Koalition. Wir sollten künftig vielleicht weniger über die AFD reden, stattdessen unsere eigene Politik besser erklären."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 02.08.2024 - 01:00 Uhr

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