Dienstag, 21. April 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Jugendschutz online: Prien will mehr Unterstützung für Eltern
Klare Mehrheit für Olympiabewerbungen in NRW und Kiel
SPD Sachsen-Anhalt geht auf Distanz zur Bundespartei
Umweltverbände fühlen sich von Reiche ignoriert
Industrie weniger zurückhaltend bei Investitionen
Dax weiter schwach - Verunsicherung wegen Iran-Krieg wächst wieder
Dax startet im Minus - Hormus-Risiken bleiben
Bundesregierung weitet Entlastungsprämie aus
Deutschland und Brasilien vertiefen strategische Partnerschaft
Fälle von Gewaltkriminalität leicht gesunken

Newsticker

00:01Drei Viertel gegen höhere Zuzahlungen von Kassenpatienten
00:00Wiese verlangt Materialvorratsliste für Deutschland
00:00Über 2.000 Bundeswehr-Auftritte an Schulen im ersten Quartal 2026
00:00Spekulation um Aus für Handwerker-Steuerbonus
00:00Kabinett muss Verabschiedung des Heizungsgesetzes wieder verschieben
00:00Verband will Altersgrenze für Reservisten auf 70 Jahre erhöhen
00:00Pflegereform: Warken plant deutliche Mehrbelastung für Heimbewohner
22:57John Ternus folgt auf Tim Cook als Apple-Chef
22:13US-Börsen schwächer - Kerosinpreise setzen Luftfahrt unter Druck
20:03Warken verteidigt Einschränkung beim Hautkrebsscreening
18:52Bundesregierung weitet Entlastungsprämie aus
18:22Marco Rose wird neuer Cheftrainer des AFC Bournemouth
17:46Dax schwach - Optimismus über Wochenende verflogen
17:05Drei Tote bei schwerem Verkehrsunfall in Niedersachsen
16:57Datev-Index: Belebung im Mittelstand wieder abgebrochen

Börse

Zum Wochenstart hat der Dax Verluste gemacht. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.417 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Umweltverband gegen deutsches Wasserstoffprojekt in Namibia


Wasserstoff-Behälter (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Namibias Umwelt-Dachverband NCE hat den sofortigen Stopp des von der Bundesregierung flankierten Wasserstoff-Projekts "Hyphen" im Tsau-Khaeb-(Sperrgebiet)-Nationalpark an der Südküste des Landes gefordert. Das sogenannte "Sperrgebiet" sei der "völlig falsche Standort", sagte NCE-Chef Chris Brown der "Bild" (Freitagausgabe). "Es drohen schwere Schäden für die Artenvielfalt."

Die Gegend war 2004 von Namibias Regierung zum Nationalpark der IUCN-Managementkategorie II erhoben worden.

Der Schutzstatus soll garantieren, dass großräumige ökologische Prozesse gesichert werden und die natürliche biologische Vielfalt gesichert wird. Auf 25 Prozent der Fläche dürfen auch jedoch auch andere Zwecke verfolgt werden, solange sie mit dem Ziel für das Schutzgebiet vereinbar sind. 2021 erhielt ein Konsortium unter Beteiligung der deutschen Firma Enertrag den Zuschlag, eine deutsche Wasserstoffproduktion in einem Teil des Parks aufzurichten.

Brown erhebt nun schwere Vorwürfe gegen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), der Wasserstoff-Kooperationsvereinbarungen mit der einstigen deutschen Kolonie geschlossen hatte. "Das Projekt hätte nie im Sperrgebiet begonnen werden dürfen. Es muss gestoppt werden", sagte Brown. Sein Verband fürchtet, dass das Projekt zu einem Schaden für die biologische Vielfalt, die Landschaft, das Ortsgefühl und den künftigen Tourismus führt.

"Ich glaube kaum, dass die Grünen in Deutschland einen Nationalpark opfern würden." Die deutsche Energiepolitik sei "ein Desaster", so der NCE-Chef. "Aus Gefühlen heraus haben die Grünen Deutschlands AKWs abgeschaltet, ersetzen sie mit Kohle, Gas und Wasserstoff, was in Namibia zulasten der Artenvielfalt geht. Die Grünen sind besessen vom Klima und vergessen dabei die Umwelt. Das ist nicht rational", sagte Brown. Er glaube nicht, dass die Grünen die Folgen ihrer Politik erkennen.

Das Bundeswirtschaftsministerium wies die Kritik auf Anfrage der "Bild" zurück. Der Standort sei "ausschließlich von der namibischen Regierung ausgewählt worden, weil er im internationalen Vergleich herausragende Wind- und Sonnenverhältnisse" habe. Namibia wolle "diesen Vorteil nutzen, um das Land aus der Armut zu befreien". Begrenzte wirtschaftliche Aktivitäten in dem Areal seien nach namibischem Recht zulässig.

"Vor einer Genehmigung des Hyphen-Projekts muss eine sorgfältige Standortanalyse durchgeführt werden, damit insbesondere seltene Pflanzenarten nicht gefährdet werden", teilte das Ministerium weiter mit. Umweltverträglichkeitsprüfungen fänden "nach den besonders anspruchsvollen Standards der Weltbank" statt. "Solange diese Untersuchungen nicht abgeschlossen sind, kann es keine endgültige Aussage geben", so eine Ministeriumssprecherin.

Ein Sprecher des Projekts sagte der Zeitung, Umweltstudien nach höchsten internationalen Standards würden garantieren, "dass die Anlagen nur dort gebaut werden, wo keine Gefahr für die Biodiversität besteht". Das Unternehmen betreibe "keinen Energie-Kolonialismus". Die namibische Regierung wolle "ihre besten Wind- und Solar-Flächen für grünen Wasserstoff nutzen, um das Land aus der Armut zu führen".

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 25.07.2024 - 14:45 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung