Montag, 19. Oktober 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Bericht: VW will Gehälter bis 2030 einfrieren
Klingbeils Haushaltsplanung verstößt wohl gegen Stabilitätsvorgaben
Satellitendaten: Russland rüstet im Ostseeraum auf
Dax rutscht weiter ins Minus - Belastungsfaktoren nehmen zu
Dax startet schwach - Ölpreis bleibt beherrschendes Thema
Bundesbank erwartet hartnäckige Inflation
Auswärtiges Amt bestellt iranischen Botschafter ein
Menschenrechtsorganisationen rüsten sich gegen US-Sanktionen
Umfrage: 82 Prozent sehen Anstand in der Gesellschaft schwinden
Macron lehnt Rücktritt von Innenminister ab

Newsticker

20:51Schwerdtner sieht berechtigte Frustration hinter Frankreich-Protesten
19:44Bundesregierung unterzeichnet Absichtserklärung mit Nvidia
19:29Merz wirbt für ausländische Investitionen in Deutschland
19:06Schwerdtner weist Merz-Kritik an Berliner Sondierungen zurück
18:42Berliner SPD-Vorstand will Koalitionsverhandlungen aufnehmen
18:32++ EILMELDUNG ++ Berliner SPD-Vorstand votiert für Aufnahme von Koalitionsverhandlungen
18:20Innenministertreffen wegen Ausschreitungen kurzfristig abgesagt
17:44Dax gibt deutlich nach - internationale Krisenherde belasten
17:02Frei und Miersch bekräftigen Unterstützung für Soldaten in Litauen
16:04Röwekamp kritisiert Berliner Pläne zu Jugendoffizieren
15:01SPD und CDU im Bund zweifeln an Berliner Migrationsplänen
14:29Prien sagt kommunalen Demokratie-Projekten Unterstützung zu
14:20Landwirtschaftsministerium verlängert Hilfen für Fischer
14:07Ex-Nato-Strategin kritisiert "linke Pazifismus-Instinkte"
13:38Frankreich ordnet "begrenzte" Ausgangssperren an

Börse

Zum Wochenstart hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.319 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Scharfe Kritik an Drittstaaten-Kompromiss aus SPD


Flüchtlingslager (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Aus der SPD kommt scharfe Kritik am Drittstaaten-Kompromiss der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK). "Das Erwartungsmanagement der Ministerpräsidentenkonferenz ist erneut mangelhaft und die Aussagen gerade zu Asylverfahren in Drittstaaten erneut Wasser auf die Mühlen der Rechtsextremen", sagte Aziz Bozkurt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der SPD, dem "Tagesspiegel".

Es sei längst klar, dass die Drittstaaten-Modelle rechtlich "mehr als schwierig" seien und auch "praktisch nahe des Unmöglichen". Erneut werde wissenschaftliche Expertise ignoriert.

Bozkurt kritisiert: "In Krisenzeiten braucht es eine politische Führung, die Orientierung liefert und das läuft gewaltig schief."

Kritik am Drittstaaten-Modell kommt auch aus dem SPD-Parteivorstand. "Drittstaatenregelungen wie das britische `Ruanda-Modell` oder die Pläne Italiens mit Albanien lösen keine Fluchtursachen", sagte Serpil Midyatli, stellvertretende Bundeschefin der SPD und Vorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein. "Sie schaffen neue Probleme: Asylzentren im Ausland sind teuer, ineffizient und in der Umsetzung kompliziert." Ihre Hauptkritik richtete Midyatli allerdings in Richtung der Union: "Anstatt sich mit Maximalforderungen zu überbieten, sollte sich die Union mit praktischen Ansätzen der Bekämpfung von Fluchtursachen beschäftigen."

Ähnlich kritisch äußert sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Hakan Demir. "Insbesondere die unionsgeführten Länder geben sich der Illusion hin, dass man sich der humanitären Verantwortung für Schutzsuchende entledigen kann", sagte Demir dem "Tagesspiegel". Der Migrationsexperte sprach von "einem fatalen Signal an die Weltgemeinschaft". Verfahren in Drittstaaten seien aufwändig und teuer und verlangten teilweise doppelten Rechtsschutz.

"Die selbst für Deutschland teilweise herausfordernden Verfahren und Integrationsbemühungen solchen Staaten aufzubürden, die über deutlich geringere Ressourcen verfügen, ist zudem ein Irrweg", ergänzte Demir. Der SPD-Politiker bedankte sich bei den drei Ländern, die bei der Ministerpräsidentenkonferenz kritische Protokollerklärungen abgegeben hatten. "Ich bin den Landesregierungen in Niedersachsen, Bremen und Thüringen dankbar, dass sie ausgelagerten Verfahren als Abschreckungsinstrument eine Absage erteilen."

Am Donnerstag hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf Druck der unionsgeführten Bundesländer eine Prüfung von Asylverfahren in Drittstaaten zugesagt. Ergebnisse sollen bis zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz im Dezember vorgelegt werden. Scholz hatte bei einer Pressekonferenz aber ebenfalls seine Skepsis zum Ausdruck gebracht.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 22.06.2024 - 03:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung