Dienstag, 19. Mai 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Iran-Optimismus zieht Dax zum Wochenbeginn klar ins Plus
Verdi weitet Warnstreiks bei Deutscher Telekom und Postbank aus
Aiwanger kritisiert Lauterbachs Klimanotstand-Vorschlag
Dax holt Verluste wieder auf - Stimmung weiter von Skepsis geprägt
Ardian investiert in Windparkprojekt in Sachsen
Uniper-Chef begrüßt Verkaufspläne des Bundes
SPD-Politiker fordern eine Billion Euro Privatkapital für KI
ASB fordert Grundfinanzierung des Zivilschutzes aus Bundeshaushalt
Digitalmesse Republica 2026 eröffnet
Schnieder zum Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz gewählt

Newsticker

11:01JP-Morgan-Managerin beobachtet Deal-Boom
10:42Deutschland und Frankreich wollen Pharmaindustrie stärken
10:17Umfrage: Mehrheit für Abschaffung des Acht-Stunden-Tags
09:30Dax startet im Plus - Zinsen bleiben großes Thema
09:24Linke: Merkel für EU-Verdienstorden geeigneter als Merz
09:12Reichinnek: Koalition bei Reformen nicht auf gutem Weg
09:01Russland startet dreitägige Atomwaffenübung
08:54Uniper-Chef begrüßt Verkaufspläne des Bundes
08:17Urlaub auf hoher See wird immer beliebter
08:14Getreideanbaufläche stabilisiert sich weiter
08:10Erwerbstätigkeit im ersten Quartal gesunken
07:40Jeder fünfte Selbständige sieht Existenz in Gefahr
07:31Makejew sieht neue Qualität der Kooperation mit Deutschland
06:42Wehrbeauftragter fordert schnelles Ende des Beförderungsstopps
05:00Grünen-Politiker von Notz warnt vor China

Börse

Der Dax ist am Dienstag mit Gewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.475 Punkten berechnet und damit 0,7 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall, SAP und Scout24, am Ende Infineon, Daimler Truck und BASF. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Deutsch-Iranische Handelskammer warnt vor neuen Iran-Sanktionen


Protest gehen Iran vor Münchner Sicherheitskonferenz (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Die Deutsch-Iranische Handelskammer mit Sitz in Hamburg warnt vor schärferen Sanktionen gegen den Iran. "Wir wenden uns deutlich gegen weitere Sanktionsmaßnahmen im Handel mit Iran", sagte das geschäftsführende Vorstandsmitglied Michael Tockuss den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die seit 2006 bestehenden Sanktionen würden bereits alle kritischen Waren und Produkte umfassen. Etwaige Verschärfungen würden zu Einschränkungen von humanitären Lieferungen wie Lebensmittel, Medizin und Pharmazie führen, warnte er.

Die Exporte Deutschlands in den Iran waren Anfang dieses Jahres deutlich gestiegen.

Wegen Angriffen Irans auf Israel hatten zuletzt schon USA und Großbritannien schärfere Sanktionen gegen das Land verhängt. Auch die EU hatte zuvor eine Ausweitung ihrer Iran-Sanktionen beschlossen.

Die Deutsch-Iranische Handelskammer zog die Wirkung bestehender Sanktionen in Zweifel: "Die politischen Probleme mit dem Iran müssen politisch gelöst werden und nicht mit ritualhaften Forderungen nach weiteren Einschränkungen der Beziehungen. Das Ergebnis dieser Politik ist völlig kontraproduktiv, da es den Iran wirtschaftlich und politisch in die Arme von Ländern wie Russland und China treibt", erklärte Tockuss. Insbesondere Deutschland habe mit dem Niedergang der deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen seinen früher starken Einfluss im Iran eingebüßt. "Wer aber keine Beziehungen hat, hat auch keinen Einfluss", warnte er.

Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, Julia Klöckner, kritisierte derweil die Exportsteigerungen der deutschen Wirtschaft in den Iran scharf. "Deutsche Unternehmen müssen sich ihrer Verantwortung sehr bewusst werden. Es kann nicht sein, dass Politik für die ethische Moral zuständig sein soll, und Wirtschaft lediglich für das Geschäft. Deutsche Politik und deutsche Wirtschaft dürfen hier nicht unterschiedliche Richtungen gehen", sagte sie.

Laut Statistischem Bundesamt sind Ausfuhren aus Deutschland in den Iran Anfang des Jahres deutlich gestiegen. Von Januar bis Februar wuchsen die Exporte um gut ein Fünftel (22 Prozent) auf 241 Millionen Euro. Importe sanken um mehr als 13 Prozent auf 41,2 Millionen Euro. Dem Amt zufolge wurden hauptsächlich deutsche Maschinen sowie Chemie- und Pharma-Erzeugnisse in den Iran exportiert. Aus dem Iran kamen im Januar und Februar vorwiegend Nahrungsmittel, darunter vor allem Pistazien sowie Textilien wie geknüpfte Teppiche in die Bundesrepublik.

Beim Handel mit dem Iran aus der EU heraus bestehen zwar starke Beschränkungen. Die Sanktionsgesetzgebungen lassen aber den Export von humanitären Gütern wie Nahrungsmittel, Medizin, pharmazeutische und industrielle Produkte zu.

Klöckner fordert die EU auf, mit aller Härte gegen das iranische Regime vorzugehen. "Tatenlos und gutgläubig zuzusehen, wäre fahrlässig. Mit umfassenden Sanktionen müssen wir den Iran vor allem militärisch schwächen. Dual-Use-Güter dürfen nicht mehr in den Iran gelangen. Auch müssen wir genau hinschauen, welche Güter beim Bau von Drohnen verwendet werden", sagte sie. Es brauche ein "ernstzunehmendes geschlossenes Vorgehen" des Westens, so Klöckner.

Die EU hatte sich in dieser Woche bereits auf neue Maßnahmen verständigt.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 20.04.2024 - 10:07 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung