Mittwoch, 11. März 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Bundesumweltminister lehnt von der Leyens neuen Atomkurs ab
Dax legt kräftig zu - Infineon und Bayer gefragt
GKV-Ausgaben steigen erneut deutlich stärker als die Einnahmen
VC ruft am Donnerstag und Freitag zu Streiks bei Lufthansa auf
Richterbund fürchtet Scheitern von Gewaltschutzgesetz
Linke fordert VW-Vorstand zur Weitergabe von Boni an Belegschaft auf
Grüne sprechen sich gegen "Teilzeit-Ministerpräsidentschaft" aus
Spritpreise erneut massiv gestiegen
Trump fordert von Iran Minen-Entfernung am Golf
Hubig will Spritpreis-Erhöhungen nur noch einmal täglich

Newsticker

12:38ADAC warnt vor österreichischem Model bei Spritpreisen
12:31Dax weiter im Minus - Unsicherheit bleibt
12:25Bundesregierung will Preiserhöhungen an Tankstellen limitieren
11:53Berichte: Deutschland gibt Teil der nationalen Ölreserven frei
11:46Fast jedes Unternehmen beschäftigt sich mit KI
11:39Bundeskabinett beschließt Medizinregistergesetz
11:34CSU widerspricht Merz und fordert Neubau von kleinen Kernreaktoren
11:27CSU verliert bei Kommunalwahl in Bayern etwas - AfD legt zu
10:55Länderübergreifende Razzien gegen rechten Verlag
10:41Experte: Öl könnte nach dem Krieg 20 Prozent teurer sein
10:10Bahnstrecke Hamburg-Berlin erst Mitte Juni wieder regulär befahrbar
10:01Spritpreise erneut massiv gestiegen
09:51Von der Leyen will Energierechnung der Bürger verringern
09:39BGH: Keine Abgabe unbefüllter E-Zigaretten-Tanks an Minderjährige
09:32Dax startet im Minus - Nachrichtenlage bleibt volatil

Börse

Der Dax ist am Mittwoch nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag weiter im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr stand der Index bei 23.675 Punkten und damit 1,2 Prozent unter dem Schlussniveau des vorherigen Handelstags. An der Spitze der Kursliste rangierten Brenntag, Volkswagen und Bayer, am Ende Henkel, Rheinmetall und SAP. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Richterbund fürchtet Überlastung der Justiz durch Cannabisgesetz


Justizzentrum (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Deutsche Richterbund hat vor einer massiven Überlastung der deutschen Justiz durch die im Cannabisgesetz vorgesehene Amnestie-Regelung gewarnt. "Die Justiz rechnet bundesweit mit mehr als 100.000 Akten, die im Falle des geplanten rückwirkenden Straferlasses bei Cannabis-Delikten nochmals zu überprüfen sind", sagte der Bundesgeschäftsführer des Richterbunds, Sven Rebehn, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgabe).

Allein beim Amtsgericht Köln seien es mehr als 10.000 Fälle. "Die dort zuständigen fünf Richter gehen von einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von mindestens einer Stunde pro Fall aus, so dass die Prüfung bei 2.000 Fällen pro Kopf und 40 Wochenstunden rechnerisch 50 Wochen oder ein Jahr bräuchte", sagte Rebehn.

"Das kann doch politisch nicht gewollt sein, zumal eine rückwirkende Änderung bereits rechtskräftiger Strafurteile in einem Rechtsstaat eine seltene Ausnahme ist, die anlässlich der Cannabis-Legalisierung nicht gerechtfertigt erscheint."

Für die Staatsanwaltschaften bedeute das Cannabisgesetz konkret, "dass sie alle Strafakten mit Bezug zum Betäubungsmittelgesetz nochmals händisch daraufhin auswerten müssen, ob die betroffenen Sachverhalte nach der neuen Rechtslage straflos wären", sagte Rebehn. Es müsse ermittelt werden, "ob es bei dem Betäubungsmittelverstoß (auch) um Cannabis ging und um welche Menge es sich dabei handelte". Das lasse sich aber nicht einfach aus dem Bundeszentralregisterauszug herauslesen, weil die genaue Tathandlung und die Art des Betäubungsmittels dort in der Regel nicht notiert seien.

Auch auf die Gerichte komme deshalb eine enorme Zusatzbelastung zu. "Ist der Angeklagte wegen mehrerer Straftaten zu einer sogenannten Gesamtstrafe verurteilt worden, muss das Gericht die nach neuem Recht nicht mehr relevante Betäubungsmittelstraftat nachträglich außer Betracht lassen und die Strafe mit neuer Begründung neu fassen", erklärte Rebehn. Der Gesetzgeber sei deshalb gut beraten, die geplante Amnestie-Regelung für noch nicht vollstreckte Altfälle aus dem Cannabisgesetz zu streichen. "Anderenfalls würde die Ampelkoalition eine durch steigende Verfahrenszahlen ohnehin überlastete Strafjustiz ohne Not noch zusätzlich massiv belasten", beklagte der Richterbund-Geschäftsführer.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 22.02.2024 - 00:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung