Mittwoch, 11. Februar 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Rennrodlerin Taubitz holt Olympia-Gold
SPD-Haushälter dringt auf zeitnahe FCAS-Entscheidung
AfD-Politiker Lucassen will militärische Führungsrolle Deutschlands
Lufthansa-Crews streiken am Donnerstag
Fast jedes zweite Asylverfahren beim Bamf reißt Zeitvorgabe der EU
Citigroup erwartet anhaltenden KI-Börsenboom
Deutschland macht Fortschritte bei Energiewende
US-Börsen uneinheitlich - Anleger warten auf US-Arbeitsmarktdaten
Prien sieht Gewalt als gesamtgesellschaftliches Phänomen
Freiburg gewinnt DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Hertha

Newsticker

17:38Dax lässt nach - Index bleibt impuls- und kraftlos
16:49Lang offen für Social-Media-Verbot für Jugendliche
16:38Unternehmen fordern "Sofortmaßnahmen" gegen EU-Wettbewerbskrise
16:19Pistorius bekommt neuen Politikberater
15:54AfD-Fraktion will Stellenvergabe an Verwandte überprüfen
15:39SPD kritisiert möglichen Gaza-Besuch Klöckners
15:20Bundeswehrverband verlangt mehr Tempo bei Aufrüstung
15:04Bericht: EZB fordert Eurobonds und Vorsorgedepot für alle
14:59BASF fordert schnelle Entlastungen für Industrie
14:44Warken kündigt Milliarden-Sparprogramm vor Sommer an
14:36US-Arbeitslosenquote im Januar auf 4,3 Prozent gesunken
14:21Von der Leyen will schnellere Genehmigungsverfahren für Industrie
14:07Nach Grönland-Streit: Nato startet Mission "Arctic Sentry"
13:49EFI-Gutachten: Expertenkommission übergibt Empfehlungen an Kanzler
13:09Kabinett beschließt Gesetzesänderung für mehr Barrierefreiheit

Börse

Am Mittwoch hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.856 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Vonovia und Infineon, am Ende Zalando, SAP und Scout24. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Ökonomen: Ukraine-Krieg kostet Deutschland über 200 Milliarden Euro


Euroscheine (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Ukraine-Krieg hat Deutschland nach Berechnungen führender Wirtschaftsforscher bislang deutlich mehr als 200 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung gekostet. "Die wirtschaftlichen Kosten für Deutschland nach zwei Jahren Ukraine-Krieg dürften deutlich höher liegen als 200 Milliarden Euro", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, der "Rheinischen Post".

"Vor allem die hohen Energiekosten haben das Wachstum in Deutschland im Jahr 2022 um 2,5 Prozentpunkte oder 100 Milliarden Euro und im Jahr 2023 bis heute um eine ähnliche Größenordnung nochmals reduziert", sagte der DIW-Chef. "Diese 200 Milliarden Euro sind jedoch nur die direkten finanziellen Kosten. Weitere Kosten entstehen durch die wegen des Krieges eskalierenden geopolitischen und geoökonomischen Konflikte, vor allem mit China, welche gerade die deutschen Exportunternehmen hart treffen", sagte Fratzscher.

Auch nach einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) dürfte der Ukraine-Krieg Deutschland bislang weit mehr als 200 Milliarden Euro gekostet haben.

Die Studie kommt auf volkswirtschaftliche Kosten von rund 240 Milliarden Euro seit dem ersten Quartal 2022, in dem der Krieg ausgebrochen war. "Während die Ausfälle im Jahr 2022 bei rund 100 Milliarden Euro liegen, stiegen sie im Jahr 2023 wieder auf gut 140 Milliarden an", heißt es in der unveröffentlichten IW-Studie, über die die "Rheinische Post" berichtet.

Allerdings wirkten 2022 und 2023 auch die Folgen der Corona-Pandemie fort, sodass sich eine genaue Abgrenzung der Effekte des Ukraine-Kriegs nicht berechnen lasse, sagte IW-Forscher Michael Grömling. Für die Berechnungen stellte das Institut die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung einem kontrafaktischen Szenario ohne Ukraine-Krieg gegenüber. Rechne man die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der geopolitischen Entwicklungen (Ukraine-Krieg, Nahost-Konflikt) seit Anfang 2020 zusammen, ergebe sich ein Wachstumsverlust von insgesamt vier Prozent der Wirtschaftsleistung.

Damit gingen Konsumausfälle "von gut 400 Milliarden Euro bezogen auf die Jahre 2020 bis 2023 einher", heißt es in der Studie. "Das entspricht gut 5,5 Prozent des Konsums in dieser Zeit und einer Konsumeinbuße je Einwohner von insgesamt rund 4.800 Euro", schreibt das IW.

Die Kosten des Ukraine-Kriegs würden vor allem Menschen mit geringen Einkommen besonders hart treffen, "denn diese erfahren eine zwei- bis dreimal höhere Inflation als Menschen mit hohen Einkommen", warnte DIW-Chef Fratzscher. "Der deutsche Staat stützt vor allem die energieintensiven Unternehmen mit massiven Subventionen, Menschen mit geringen Einkommen müssen den Gürtel dagegen deutlich enger schnallen", sagte er.

Der Ukraine-Krieg habe als Weckruf für die deutsche Politik und Wirtschaft gewirkt. "Er hat die verfehlte Energiepolitik und die viel zu langsame ökologische Transformation der vergangenen 15 Jahre schonungslos offengelegt. Der Ukraine-Krieg zwingt Unternehmen und Politik nun zu einer längst überfälligen Kehrtwende in der Industriepolitik und in der Energiepolitik", sagte der DIW-Chef.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 21.02.2024 - 10:48 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung