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Der Dax ist am Mittwoch nach den US-Zwischenwahlen mit Kursgewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.970 Punkten berechnet und damit 0,4 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Heidelberg Materials, Continental und die Deutsche Bank, am Ende Rheinmetall, Symrise und die Hannover Rück. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Netzausbau: Eon rechnet mit höheren Strompreisen


Strommast (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Eon-Chef Leonhard Birnbaum warnt angesichts des Netzausbaus vor weiter steigenden Strompreisen. "Wenn die Politik nicht gegensteuert, ist das nicht ausgeschlossen", sagte der Vorstandsvorsitzende von Deutschlands größtem Verteilnetzbetreiber der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochausgabe).

Kostentreiber ist demnach der Anschluss der neuen Wind- und Solarparks an das Stromnetz. "Dass die Regierung die Abgaben gesenkt hat, hat vor allem in der Krise nach Beginn des Ukraine-Krieges geholfen, wird aber nicht ausreichen, um die steigenden Kosten aufzufangen, die entstehen, weil die stark wachsende Ökostrom-Produktion ins Netz integriert werden muss", sagte Birnbaum, der den Essener Dax-Konzern seit 2021 führt.

Der Manager klagte in dem Gespräch, dass Entwickler von Wind- und Solarparks bislang keine Rücksicht darauf nehmen müssten, ob ihre Standortwahl das Stromnetz unnötig stark belaste.

Müssten dann Windräder abgeregelt werden, weil das Netz überlastet ist, erhalte der Investor eine Entschädigung. "Diese Kosten reichen wir Netzbetreiber letztlich an die Verbraucher weiter. Der Investor hat dagegen kein Risiko", sagte Birnbaum. "Das sind falsche Anreize."

Würden Ökostrom-Entwickler dagegen dieses Risiko mittragen müssen, würde es "weniger Zubau an Stellen geben, an denen die Netzkapazität ausgeschöpft ist oder die Transportwege für den Strom lang sind", so Birnbaum. "Je früher wir da gegensteuern, desto billiger kann es werden."

Der Manager forderte in dem Gespräch zudem, dass die Ampel-Regierung den Bürgern die Energiewende besser erklären müsse - und auch die finanziellen Zumutungen, die damit verbunden sein könnten. "Die Politik kann die Geschichte der Energiewende zum Nulltarif nicht weiter erzählen", sagte Birnbaum. "Wir müssen gemeinsam an einem neuen, positiven und realistischen Narrativ arbeiten, auch wenn das Mühe und Zeit kostet. Sonst gibt es immer wieder heftige Gegenreaktionen, wie gegen das Gebäudeenergiegesetz oder aktuell bei den Landwirten."

Außerdem müsse die Regierung stärker berücksichtigen, dass die Energiewende für die Menschen in den großen Städten anders und einfacher funktioniere als auf dem Land. "Wir müssen die Energiewende nicht nur in Berlin erklären, sondern auch im Erzgebirge", so Birnbaum.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 20.02.2024 - 20:32 Uhr

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