Montag, 28. September 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Linnemann lehnt SPD-Vorschlag für Pflegedeckel ab
Terrorverdacht: Fünf Festnahmen an Luftwaffenstützpunkt in England
JU-Chef Winkel fordert Sozialstaatsreform zulasten von Migranten
OB-Stichwahlen in Niedersachsen: Onay bleibt
Kiesewetter kritisiert Treffen von Wadephul und Lawrow
Rassemblement National erzielt Zugewinne bei Senats-Teilwahlen
CDU droht SPD bei Links-Bündnis in Berlin mit "Reaktionen"
Hausärzte-Chef warnt vor anonymen Videosprechstunden
Pantisano: Linke ist keine antisemitische Partei
Nations League: Deutschland verliert gegen Griechenland

Newsticker

13:53Biontech-Standorte offenbar vor dem Aus
13:38SPD mahnt Union zu mehr Fingerspitzengefühl bei Personalien
13:33Schnitzer fordert Finanzspritze und Leistungskürzungen in der Pflege
13:16Amthor lässt Strandkorb wieder abtransportieren
12:35Dax bleibt am Mittag zurückhaltend - KI-Ernüchterung an den Börsen
12:30Bericht: Spahn gibt Posten im Haushaltsausschuss ab
11:31CSU fordert Ausgleich für Pflegekassen - CDA warnt vor Spargesetz
11:24Amthor hat Strandkorb fürs Kanzleramt selbst bezahlt
10:53Versicherer wollen Betriebsrente für Kleinunternehmen öffnen
10:22CSU unterstützt Vorstoß für neue Stadtbild-Debatte
09:32Dax startet verhalten - Impulse zur Wochenmitte erwartet
09:14Ex-Verfassungsrichter: Russland-Kontakte für AfD-Verbot relevant
08:24Di Fabio: Frau in Bellevue kein Sachzwang
08:18Viele Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte in Mangelberufen
08:13Weniger Drittmitteleinnahmen je Universitätsprofessur

Börse

Der Dax hat am Montag nach einem bereits verhaltenen Start in die Handelswoche auch bis zum Mittag keine klare Richtung gefunden. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.385 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Bezahlkarte für Asylbewerber: NRW pocht auf Bundesgesetz


Asylbewerberunterkunft (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Im Streit um die Einführung der neuen Bezahlkarte für Asylbewerber hat die schwarz-grüne Landesregierung von Nordrhein-Westfalen die Ampel-Koalition in Berlin aufgefordert, umgehend eine bundesgesetzliche Grundlage zu schaffen. "Auf Initiative der Länder wurden gemeinsam mit dem Bund gesetzliche Klarstellungsbedarfe identifiziert, die erforderlich sind, um den Einsatz einer Bezahlkarte rechtssicher zu machen. Die erarbeiteten Vorschläge sollten nun schnellstmöglich umgesetzt werden, um die möglichst flächendeckende Einführung einer Bezahlkarte nicht zu gefährden", erklärte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatskanzlei am Montag gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ,Dienstagsausgabe).

Zwischen den Ampel-Parteien ist neuer Streit um die Bezahlkarte ausgebrochen, seit der grüne Bundestagsfraktions-Vize Andreas Audretsch erklärt hatte, gesetzliche Änderungen seien "nicht nötig und nicht verabredet".

Einzelne Bundesländer wie Bayern oder Hamburg nutzten bereits den bestehenden Rechtsrahmen, um Bezahlkarten einzuführen. Teile der Grünen empfinden die Umstellung, mit der ein Missbrauch von Asylbewerberleistungen eingedämmt werden soll, als diskriminierend und tun sich offenbar schwer, ausdrücklich ihre Zustimmung zu geben.

In NRW hält sich indes Flüchtlingsministerin Josefine Paul (Grüne) bislang an den einstimmigen Bund-Länder-Beschluss aus dem vergangenen November, der das Bargeld für Flüchtlinge bis auf ein gesetzliches Taschengeld-Minimum für den persönlichen Bedarf abschaffen will.

Die Länder pochen darauf, dass die Bezahlkarte künftig explizit ins Asylbewerberleistungsgesetz aufgenommen wird und auch in Gemeinschaftsunterkünften genutzt werden kann. Die Überweisung von Sozialleistungen in Herkunftsstaaten soll so ausgeschlossen werden. In Länderhoheit kann die Karte noch verschärfend für bestimmte Angebote wie Spielhallen oder Wettbüros gesperrt werden.

"Mit dem Hin und Her bei der Bezahlkarte verspielen wir weiterhin Vertrauen", warnte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Montag gegenüber der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). Die Bezahlkarte sei kein "phänomenaler Durchbruch" in der Flüchtlingspolitikpolitik, "aber sie ist ein wichtiger Baustein, um für mehr Ordnung und Klarheit zu sorgen", so Reul.

Bis zum Sommer wollen die Länder mit einem Ausschreibungsverfahren eine Bank finden, die eine einheitliche Debit-Kartenfunktion ohne Kontobindung bereitstellt. Ab Herbst würden dann die meisten Asylbewerberleistungen umgestellt. In NRW hatte zuletzt die Ankündigung der Staatskanzlei für Verwirrung gesorgt, dass jede Kommune weiter selbst entscheiden könne, ob sie bei der lokalen Versorgung ihrer Asylbewerber von der Karte Gebrauch macht. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) betonte, dass er sich eine flächendeckende Einführung in NRW wünsche, es jedoch unter Berücksichtigung der kommunalen Selbstverwaltung keinen Anschlusszwang geben werde. An den Einführungskosten werde das Land die Karte nicht scheitern lassen und den Städten gegebenenfalls unter die Arme greifen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 19.02.2024 - 19:18 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung