Freitag, 04. September 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Dax leicht im Minus - Trump beruhigt Märkte etwas
Rauhe wird neuer Sport-Staatsminister im Kanzleramt
Zuzug ausländischer Ärzte und Apotheker soll erleichtert werden
Bericht: EZB-Direktorin Schnabel vor Wechsel zum IWF
Bundesrechnungshof kritisiert Klingbeils Haushaltspolitik heftig
Weniger junge Menschen trinken Alkohol
BKA-Lagebild: Viele Sabotage- und Spionagefälle in Deutschland
Neuer Sportstaatsminister will Olympiabewerbung vorantreiben
Infratest: SPD und Linke legen zu - AfD weiter klar vor Union
VW-Aufsichtsrat stimmt Sanierungskonzept zu

Newsticker

11:03Vonovia bietet Linkenchef Pantisano Gespräch an
10:45Weitere Fraktionsaustritte bei Thüringer BSW
10:21Schulze weist AfD-Briefwahl-Vorwürfe zurück
09:33Dax startet über 26.000 Punkten - VW gefragt
08:25Emissionshandel: EU-Parlament erwägt lockerere Investitionspflicht
08:16Weniger Umsatz im Dienstleistungsbereich im Juni
08:10Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Juli gestiegen
07:35Politbarometer für Sachsen-Anhalt: AfD und BSW legen zu
07:23Rhein-Anrainer fordern mehr Geld für Wasserstraßen
07:00Eon-Chef befürchtet weitere Gaspreissteigerungen
06:43Rüstung: Koalition debattiert über weitere Staatsbeteiligungen
06:40IW: Ostdeutschland braucht zunehmend Fachkräfte aus Drittstaaten
06:38Autoexperte: Einsparungen allein werden VW nicht retten
06:35SPD fordert mehr Erdverkabelung zum Schutz der Stromnetze
06:29Grüne fordern Entsiegelungsoffensive nach niederländischem Vorbild

Börse

Der Dax ist am Freitagmorgen wenig verändert in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.050 Punkten berechnet, 0,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Bezahlkarte für Asylbewerber: NRW pocht auf Bundesgesetz


Asylbewerberunterkunft (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Im Streit um die Einführung der neuen Bezahlkarte für Asylbewerber hat die schwarz-grüne Landesregierung von Nordrhein-Westfalen die Ampel-Koalition in Berlin aufgefordert, umgehend eine bundesgesetzliche Grundlage zu schaffen. "Auf Initiative der Länder wurden gemeinsam mit dem Bund gesetzliche Klarstellungsbedarfe identifiziert, die erforderlich sind, um den Einsatz einer Bezahlkarte rechtssicher zu machen. Die erarbeiteten Vorschläge sollten nun schnellstmöglich umgesetzt werden, um die möglichst flächendeckende Einführung einer Bezahlkarte nicht zu gefährden", erklärte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatskanzlei am Montag gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ,Dienstagsausgabe).

Zwischen den Ampel-Parteien ist neuer Streit um die Bezahlkarte ausgebrochen, seit der grüne Bundestagsfraktions-Vize Andreas Audretsch erklärt hatte, gesetzliche Änderungen seien "nicht nötig und nicht verabredet".

Einzelne Bundesländer wie Bayern oder Hamburg nutzten bereits den bestehenden Rechtsrahmen, um Bezahlkarten einzuführen. Teile der Grünen empfinden die Umstellung, mit der ein Missbrauch von Asylbewerberleistungen eingedämmt werden soll, als diskriminierend und tun sich offenbar schwer, ausdrücklich ihre Zustimmung zu geben.

In NRW hält sich indes Flüchtlingsministerin Josefine Paul (Grüne) bislang an den einstimmigen Bund-Länder-Beschluss aus dem vergangenen November, der das Bargeld für Flüchtlinge bis auf ein gesetzliches Taschengeld-Minimum für den persönlichen Bedarf abschaffen will.

Die Länder pochen darauf, dass die Bezahlkarte künftig explizit ins Asylbewerberleistungsgesetz aufgenommen wird und auch in Gemeinschaftsunterkünften genutzt werden kann. Die Überweisung von Sozialleistungen in Herkunftsstaaten soll so ausgeschlossen werden. In Länderhoheit kann die Karte noch verschärfend für bestimmte Angebote wie Spielhallen oder Wettbüros gesperrt werden.

"Mit dem Hin und Her bei der Bezahlkarte verspielen wir weiterhin Vertrauen", warnte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Montag gegenüber der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). Die Bezahlkarte sei kein "phänomenaler Durchbruch" in der Flüchtlingspolitikpolitik, "aber sie ist ein wichtiger Baustein, um für mehr Ordnung und Klarheit zu sorgen", so Reul.

Bis zum Sommer wollen die Länder mit einem Ausschreibungsverfahren eine Bank finden, die eine einheitliche Debit-Kartenfunktion ohne Kontobindung bereitstellt. Ab Herbst würden dann die meisten Asylbewerberleistungen umgestellt. In NRW hatte zuletzt die Ankündigung der Staatskanzlei für Verwirrung gesorgt, dass jede Kommune weiter selbst entscheiden könne, ob sie bei der lokalen Versorgung ihrer Asylbewerber von der Karte Gebrauch macht. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) betonte, dass er sich eine flächendeckende Einführung in NRW wünsche, es jedoch unter Berücksichtigung der kommunalen Selbstverwaltung keinen Anschlusszwang geben werde. An den Einführungskosten werde das Land die Karte nicht scheitern lassen und den Städten gegebenenfalls unter die Arme greifen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 19.02.2024 - 19:18 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung