Freitag, 12. Juni 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Dax wandert am Mittag ins Plus - Warten auf Notenbank-Entscheidung
Maschmeyer kritisiert SpaceX-Börsengang scharf
Kommunen fürchten Belastungen durch GEAS-Reform
Wissenschaftler wollen zur WM "Fußballfieber" erforschen
Dax legt geringfügig zu - Ernüchterung durch EZB-Prognosen
Philologenverband drängt auf Strategie für Umgang mit Social Media
Erste Unternehmen sehen KI als Alternative zu Qualifikation
Fußball-WM: Mexiko gewinnt Eröffnungsspiel gegen Südafrika
NRW drängt auf vorbeugende Brückensanierungen
Banken für möglichen Uniper-Börsengang mandatiert

Newsticker

12:05Dobrindt sieht "neue Phase" der europäischen Migrationspolitik
11:55CSU-Landesgruppenchef will höheren Spitzensteuersatz
11:42Rund Tausend Teilnehmer bei Stahldemo in Berlin
11:31Hans-Böckler-Stiftung warnt vor "Sozialdumping" durch EU Inc.
11:10Bundesregierung fehlt Lagebild zu chinesischen Bauteilen
11:06Hamburger Flughafen wegen Sicherheitsvorfall geräumt
11:01Südkoreas Ex-Präsident Yoon zu 30 Jahren Haft verurteilt
10:43Warken wirbt für Krankenkassen-Reform
10:40Deutschland sieht Ukraine in "neuer Position der Stärke"
10:25Deutsche Wirtschaft kämpft weiter mit hohen Energiepreisen
09:54Bericht: Milliardendeal um VW-Schiffsmotoren naht
09:31Dax startet im Plus - Börsengang von SpaceX im Fokus
08:58SPD sieht keine Uneinigkeit bei Grenzkontrollen
08:49Banken für möglichen Uniper-Börsengang mandatiert
08:46SPD blickt skeptisch auf geplante Return Hubs

Börse

Der Dax ist am Freitagmorgen freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.505 Punkten berechnet, 1,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten MTU, Heidelberg Materials und die Deutsche Bank, am Ende Brenntag, Rheinmetall und die Deutsche Börse. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Bezahlkarte für Asylbewerber: NRW pocht auf Bundesgesetz


Asylbewerberunterkunft (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Im Streit um die Einführung der neuen Bezahlkarte für Asylbewerber hat die schwarz-grüne Landesregierung von Nordrhein-Westfalen die Ampel-Koalition in Berlin aufgefordert, umgehend eine bundesgesetzliche Grundlage zu schaffen. "Auf Initiative der Länder wurden gemeinsam mit dem Bund gesetzliche Klarstellungsbedarfe identifiziert, die erforderlich sind, um den Einsatz einer Bezahlkarte rechtssicher zu machen. Die erarbeiteten Vorschläge sollten nun schnellstmöglich umgesetzt werden, um die möglichst flächendeckende Einführung einer Bezahlkarte nicht zu gefährden", erklärte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatskanzlei am Montag gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ,Dienstagsausgabe).

Zwischen den Ampel-Parteien ist neuer Streit um die Bezahlkarte ausgebrochen, seit der grüne Bundestagsfraktions-Vize Andreas Audretsch erklärt hatte, gesetzliche Änderungen seien "nicht nötig und nicht verabredet".

Einzelne Bundesländer wie Bayern oder Hamburg nutzten bereits den bestehenden Rechtsrahmen, um Bezahlkarten einzuführen. Teile der Grünen empfinden die Umstellung, mit der ein Missbrauch von Asylbewerberleistungen eingedämmt werden soll, als diskriminierend und tun sich offenbar schwer, ausdrücklich ihre Zustimmung zu geben.

In NRW hält sich indes Flüchtlingsministerin Josefine Paul (Grüne) bislang an den einstimmigen Bund-Länder-Beschluss aus dem vergangenen November, der das Bargeld für Flüchtlinge bis auf ein gesetzliches Taschengeld-Minimum für den persönlichen Bedarf abschaffen will.

Die Länder pochen darauf, dass die Bezahlkarte künftig explizit ins Asylbewerberleistungsgesetz aufgenommen wird und auch in Gemeinschaftsunterkünften genutzt werden kann. Die Überweisung von Sozialleistungen in Herkunftsstaaten soll so ausgeschlossen werden. In Länderhoheit kann die Karte noch verschärfend für bestimmte Angebote wie Spielhallen oder Wettbüros gesperrt werden.

"Mit dem Hin und Her bei der Bezahlkarte verspielen wir weiterhin Vertrauen", warnte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Montag gegenüber der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). Die Bezahlkarte sei kein "phänomenaler Durchbruch" in der Flüchtlingspolitikpolitik, "aber sie ist ein wichtiger Baustein, um für mehr Ordnung und Klarheit zu sorgen", so Reul.

Bis zum Sommer wollen die Länder mit einem Ausschreibungsverfahren eine Bank finden, die eine einheitliche Debit-Kartenfunktion ohne Kontobindung bereitstellt. Ab Herbst würden dann die meisten Asylbewerberleistungen umgestellt. In NRW hatte zuletzt die Ankündigung der Staatskanzlei für Verwirrung gesorgt, dass jede Kommune weiter selbst entscheiden könne, ob sie bei der lokalen Versorgung ihrer Asylbewerber von der Karte Gebrauch macht. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) betonte, dass er sich eine flächendeckende Einführung in NRW wünsche, es jedoch unter Berücksichtigung der kommunalen Selbstverwaltung keinen Anschlusszwang geben werde. An den Einführungskosten werde das Land die Karte nicht scheitern lassen und den Städten gegebenenfalls unter die Arme greifen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 19.02.2024 - 19:18 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung