Mittwoch, 25. März 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Henkel stellt Preiserhöhungen in Aussicht
Ökonomen und Politiker wollen weniger Verbeamtungen von Lehrern
Ifo-Geschäftsklimaindex im März gesunken
Bundeskabinett beschließt Klimaschutzprogramm
Stimmung in deutscher Wirtschaft merklich verschlechtert
CDU-Sozialflügel zeigt Skepsis bei Mehrwertsteuererhöhung
Georg Restle kritisiert "gewisse Zaghaftigkeit" im Umgang mit AfD
Klimaschutzprogramm: DUH droht Regierung mit Urteilsvollstreckung
Wirtschaftsministerium: Reiche rüttelt nicht an Klimazielen
Aus Russland kommende Drohne trifft Kraftwerk in Estland

Newsticker

21:34US-Börsen legen zu - Anleger hoffen auf Ende des Iran-Kriegs
19:51Prien verteidigt Umbau von "Demokratie leben"-Programm
18:29Lottozahlen vom Mittwoch (25.03.2026)
18:26IW: Kaufkraft seit 1991 in vielen Bereichen gestiegen
18:15Kretschmer verteidigt Steinmeier in Iran-Kontroverse
17:47Dax legt deutlich zu - Siemens-Energy-Aktien gefragt
17:20Gysi fürchtet Schaden für die Linke durch Antisemitismus-Streit
16:59Washington fordert Teheran zu Waffenstillstand auf
16:46Merz spricht Weimer sein Vertrauen aus
16:21Ökonomen loben Chemie-Tarifabschluss
16:03Iran-Krieg: Israelischer Botschafter kritisiert Steinmeier
15:52Sicherheitspolitiker fürchten Anschläge auf Rüstungsmanager
15:35Ökonomen stehen Mehrwertsteuererhöhung gespalten gegenüber
14:53Klingbeil will sich bei Rente stärker an Beitragsjahren orientieren
14:39Lille wird Sitz der neuen EU-Zollbehörde

Börse

Am Mittwoch hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 22.957 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem sehr freundlichen Start baute der Dax einen Teil seiner Zugewinne wieder ab. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

DIW fordert Stopp von "überdimensioniertem LNG-Infrastrukturausbau"


Schwimmendes LNG-Terminal in Wilhelmshaven (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Zwei Jahre nach dem russischen Überfall auf die Ukraine und dem Beginn der darauffolgenden Energiekrise kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin zu dem Schluss, dass sich Lage auf dem Gasmarkt entspannt hat und der geplante Ausbau von LNG-Importkapazitäten in diesem Umfang nicht mehr nötig ist. In einer Analyse, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe in ihren Montagausgaben berichten, bewerten die Forscher die Pläne der Bundesregierung für den Bau weiterer LNG-Terminals als deutlich zu umfangreich.

"Der überdimensionierte LNG-Infrastrukturausbau ist nicht erforderlich, um eine potenzielle Gasmangellage zu vermeiden und sollte daher nicht weiterverfolgt werden", heißt es darin. In dem Bericht, der am Montag veröffentlicht wird, hat das DIW-Team den Gasmarkt in Deutschland und Europa, den deutschen Gasverbrauch und die Auslastung bestehender LNG-Terminals in Deutschland und Nachbarländern betrachtet.

Für den Winter 2023/24 bestand demnach "zu keinem Zeitpunkt die Gefahr einer Gasknappheit".

Die aktuellen Füllstände der Gasspeicher in Deutschland und der EU würden ausreichen, um auch in möglicherweise noch sehr kalten Monaten Februar und März 2024 sowohl Deutschland als auch Osteuropa ausreichend zu versorgen. "Daher ist zu erwarten, dass die Kapazitäten zum Winterbeginn 2024/25 wieder komplett aufgefüllt werden können", so das DIW.

Die Analyse blickt auch auf die Nutzung der drei bereits bestehenden schwimmenden LNG-Terminals: Diese seien in Deutschland nur zur Hälfte ausgelastet worden, schreibt das DIW. Nimmt man die Terminals in Deutschland, Polen, Belgien, den Niederlanden und Italien zusammen, liege die Auslastung bei etwa zwei Dritteln. Selbst wenn die Gasnachfrage wegen extremer Kälte stark gestiegen wäre, hätte demnach durch eine höhere Auslastung der Terminals und aus den Reserven in den Speichern genug Gas bezogen werden können.

Die Wissenschaftler schließen daraus, dass die Ausbaupläne der Bundesregierung für weitere schwimmende und stationäre Anlagen zum Import von Flüssiggas zu weit gehen. Insbesondere den stark umstrittenen geplanten Standort Mukran auf Rügen hat der Bericht dabei im Blick. Dessen Notwendigkeit hatte die Bundesregierung unter anderem mit der Struktur des Gasnetzes und der einfacheren Versorgung Ostdeutschlands begründet.

Es bestünden "keine strukturellen Netzengpässe" innerhalb Deutschlands, "die ein Terminal auf Rügen rechtfertigen würden", heißt es dagegen im Bericht. Der Aufbau von Importinfrastrukturen dort sei weder notwendig noch kosteneffizient.

Claudia Kemfert, Forschungsdirektorin der Abteilung Energie am DIW, fordert angesichts der Versorgungslage ein Ende der Alarmstufe des Notfallplans Gas, die die Bundesregierung im Sommer 2022 ausgerufen hatte. "Eine Gasmangellage liegt nicht vor und ist auch nicht absehbar", sagte sie den Funke-Zeitungen. "Es ist an der Zeit, den Gasnotfallplan aufzuheben."

Der Bau fester LNG-Terminals birgt aus ihrer Sicht ein großes Risiko von Fehlinvestitionen. "Feste Terminals rechnen sich nur über Jahrzehnte im Betrieb, aber bis dahin müssen wir längst aus Gas als Energieträger ausgestiegen sein", erklärte Kemfert. "Das sind stranded assets, in den Sand gesetzte Investitionen, die da getätigt werden."

Zwei bis drei schwimmende Terminals könnten genutzt werden, um die Versorgungssicherheit zu sichern. Der massive Ausbau stationärer Importkapazitäten sei aber nicht nur überflüssig, sondern kontraproduktiv.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 19.02.2024 - 01:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung