Montag, 10. August 2026
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Der Dax hat sich am Montag nach einem verhaltenen Start bis zum Mittag etwas in den grünen Bereich vorgewagt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.425 Punkten berechnet, 0,4 Prozent über dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Infineon, Siemens Energy und Qiagen, am Ende Brenntag, Beiersdorf und Rheinmetall. [Weiter...] Finanzmärkte aktuell:
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Historiker hält Gleichsetzung von Putin mit Hitler für falsch
Der australische Historiker Christopher Clark hält nichts davon, Wladimir Putin mit Adolf Hitler zu vergleichen. "Aus solchen Gleichsetzungen lernt man nichts, sie mobilisieren nur Emotionen", sagte Clark dem "Spiegel". Denn wer Hitler gleiche, müsse gestürzt und vor Gericht gestellt werden. "Das ist allerdings im Fall der Atommacht Russland eine Denkfigur, die in die absolute Katastrophe führen kann. Politik ist nie alternativlos und die Zukunft immer offen." Dass Putin an Verbrechen wie an dem Mordanschlag auf den Oppositionspolitiker Alexei Nawalny oder dem Giftanschlag auf einen abtrünnigen Agenten im englischen Salisbury beteiligt gewesen sei, sei schließlich keine Frage. "Wofür brauche ich da einen historischen Vergleich", so Clark. Der Historiker glaubt, dass auch der Vorwurf, die Russen führten einen Vernichtungskrieg, "nur bedingt zu Putins Krieg in der Ukraine passt". Unter diesem Begriff "verstehen wir Hitlers Kriegsführung in Osteuropa während des Zweiten Weltkriegs", sagte Clark. "Er hat dort Millionen Menschen getötet und riesige Landstriche zerstört. Er wollte die Juden und einen Großteil der Slawen umbringen. Es gab Tötungsfabriken wie die Vernichtungslager im besetzten Polen. Nichts davon finden Sie heute im russisch besetzten Teil der Ukraine." Putins Verbrechen in der Ukraine "kann ich auch benennen, ohne sie gleich einer historischen Analogie zu unterziehen". Clark kritisierte die westliche Russland-Politik, die "sicher keine Sternstunde der westlichen Außenpolitik" gewesen sei. "Nehmen Sie die Georgien-Krise. Da gab es völlig gemischte Signale. Der damalige US-Präsident George W. Bush signalisierte den Georgiern, sie könnten Mitglied der NATO werden. Angela Merkel war dagegen", so Clark. "Bei der Ukraine passierte es ähnlich." Das alles mindere aber "nicht im Geringsten Putins Verantwortung für die gegenwärtige Lage". Es gebe einen existenziellen Unterschied "zwischen dem Missmanagement der westlichen Russland-Politik und Putins Entscheidung, einen so tödlichen Konflikt zu beginnen". © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 04.12.2022 - 11:10 Uhr
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