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Der Dax hat am Dienstag nach einem leicht negativen Start bis zum Mittag in den grünen Bereich gedreht. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.670 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Zalando, Adidas und MTU, am Ende die Allianz, die Münchener Rück und die Hannover Rück. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Zeitung: Immer mehr Grundschüler lernen keine Schreibschrift mehr


Schüler in Klassenraum / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Immer mehr Schüler in Deutschland lernen keine Schreibschrift mehr. Stattdessen wird ihnen eine neue Grundschrift beigebracht, die der Druckschrift ähnelt, berichtet die F.A.S. Hamburg hat die Grundschrift demnach in den Lehrplan aufgenommen, in Hessen wird sie ebenfalls praktiziert. Dort können die Schulen entscheiden, ob sie ihren Schülern die neue Schrift beibringen.

Nordrhein-Westfalen war 2003 das erste Land, in dem Grundschulen die Grundschrift einführen konnten. In Baden-Württemberg wendet der Zeitung zufolge ein Dutzend Schulen die Grundschrift an. Die Kultusministerkonferenz macht bei Schriften keine Vorgaben. In den 2004 verabschiedeten Bildungsstandards für die 4. Klasse steht, dass die Schüler "eine gut lesbare Handschrift flüssig schreiben" können sollen. Mit welcher Schrift, wird offengelassen. Darauf beriefen sich fast alle von der F.A.S. befragten Bundesländer: Es wird keine Schrift mehr vorgegeben. Bis jetzt gibt es in Deutschland keine empirischen Untersuchungen zu den Folgen eines Schriftwechsels. Der Leiter der "Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung", Wilfried Bos, sagte der F.A.S. dazu: "Es ist abenteuerlich, ein Reformprojekt wie die Einführung einer neuen Schrift ohne einen Modellversuch mit fundierter Begleitforschung zu beginnen." In den Vereinigten Staaten und Kanada erbrachten mehrere Studien, dass Schüler, die eine Verbundschrift beherrschen, sich Texte besser merken und ihren Sinn besser erfassen können. Die Schreiblehrerin und langjährige Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Lesen und Schreiben, Ute Andresen, hält die Entwicklung in Deutschland für fatal. Die Abschaffung der Schreibschrift setze "leichtfertig eine Kulturtechnik aufs Spiel - die Fähigkeit, eine allen gemeinsame lesbare Schrift zu schreiben", sagte Andresen der F.A.S. Sie bemängelte insbesondere das Lehrkonzept der Grundschrift, das es Schülern ausdrücklich freistellt, wie sie die Buchstaben verbinden. Kinder könnten sich das Schreiben nicht selbst beibringen. Es sei falsch, wenn Lehrer "beim Schreibenlernen nur Vorschläge machen und moderieren". Auch die Schriftstellerin Cornelia Funke warnte vor dem Trend zur Grundschrift. "Ich hoffe, dass die Schreibschrift in den deutschen Schulen weiter gelehrt wird", sagte die millionenfach verlegte Kinder- und Jugendbuchautorin der F.A.S. "Eine Druckschrift zu beherrschen, reicht als Handschrift nicht aus. Sie fließt nicht wie eine Schreibschrift und ist daher sehr viel langsamer." Eine Schreibschrift ermögliche einen tieferen Bewusstseinsprozess beim Schreiben, sie sei individuell und bringe "die Gedanken zum Fliegen".

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 10.05.2014 - 17:07 Uhr

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