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Zeitung: Hirndoping boomt an deutschen Universitäten
Hirndoping ist an deutschen Universitäten offenbar viel weiter verbreitet als gedacht. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf die bisher umfangreichste und aussagekräftigste Hochschulstudie zu dem Thema. Mainzer Wissenschaftler haben darin herausgefunden, dass im Schnitt jeder fünfte Student zumindest phasenweise Pillen nimmt, die dafür sorgen sollen, dass er sich besser konzentrieren kann oder beim Lernen nachts länger durchhält. Dazu gehören Koffein-Tabletten zum Aufputschen, aber prinzipiell auch harte verschreibungspflichtige Mittel – beispielsweise Stimmungsaufheller und Arzneien zur Behandlung seelischer Leiden wie Ritalin gegen das ADHS-Hyperaktivitätssyndrom, Modafinil gegen Schläfrigkeit, Alzheimer-Medikamente sowie Amphetamine wie Mephedron oder illegale Drogen, berichtet die Zeitung. Am stärksten im Umlauf sind die stimulierenden Mittel in der Sportfakultät. Etwas mehr als 25 Prozent, also jeder vierte der Sportstudenten, nimmt Pillen ein. Unter Sprachstudenten und Pädagogik-Studenten ist Hirndoping mit Pharmaka dagegen deutlich weniger üblich – zwölf Prozent nutzen es. Dazwischen liegen die Kulturwissenschaften mit 21 Prozent, Wirtschaftsstudenten mit 20 Prozent sowie Studierende der Medizin, Psychologie und Naturwissenschaften mit einem Anteil von 17 Prozent. Was die Geschlechter angeht, waren die Männer mit im Schnitt fast 24 Prozent deutlich freizügiger als die Frauen (17 Prozent). Aus den Ergebnissen der Studie, die der Zeitung vorliegen, geht auch hervor, dass Jüngere eher zu den Stimulantien greifen: Fast 25 Prozent der Erstsemester, aber "nur" 17 Prozent der höheren Semester nehmen demnach Pillen zur Leistungssteigerung ein. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 31.01.2013 - 15:19 Uhr
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