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Börse

Am Dienstag hat sich der Dax kaum verändert gezeigt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.399 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Infineon, die bis kurz vor Handelsschluss um über vier Prozent sehr stark zulegten, gefolgt von den Papieren von Siemens Energy und von Vonovia. Eingebrochen waren dagegen die Aktien von Fresenius, die bis kurz vor Handelsschluss mit über fünf Prozent im Minus waren, gefolgt von Bayer und von Fresenius Medical Care. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Historiker hält Gleichsetzung von Putin mit Hitler für falsch


Wladimir Putin / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der australische Historiker Christopher Clark hält nichts davon, Wladimir Putin mit Adolf Hitler zu vergleichen. "Aus solchen Gleichsetzungen lernt man nichts, sie mobilisieren nur Emotionen", sagte Clark dem "Spiegel". Denn wer Hitler gleiche, müsse gestürzt und vor Gericht gestellt werden.

"Das ist allerdings im Fall der Atommacht Russland eine Denkfigur, die in die absolute Katastrophe führen kann. Politik ist nie alternativlos und die Zukunft immer offen." Dass Putin an Verbrechen wie an dem Mordanschlag auf den Oppositionspolitiker Alexei Nawalny oder dem Giftanschlag auf einen abtrünnigen Agenten im englischen Salisbury beteiligt gewesen sei, sei schließlich keine Frage. "Wofür brauche ich da einen historischen Vergleich", so Clark. Der Historiker glaubt, dass auch der Vorwurf, die Russen führten einen Vernichtungskrieg, "nur bedingt zu Putins Krieg in der Ukraine passt". Unter diesem Begriff "verstehen wir Hitlers Kriegsführung in Osteuropa während des Zweiten Weltkriegs", sagte Clark. "Er hat dort Millionen Menschen getötet und riesige Landstriche zerstört. Er wollte die Juden und einen Großteil der Slawen umbringen. Es gab Tötungsfabriken wie die Vernichtungslager im besetzten Polen. Nichts davon finden Sie heute im russisch besetzten Teil der Ukraine." Putins Verbrechen in der Ukraine "kann ich auch benennen, ohne sie gleich einer historischen Analogie zu unterziehen". Clark kritisierte die westliche Russland-Politik, die "sicher keine Sternstunde der westlichen Außenpolitik" gewesen sei. "Nehmen Sie die Georgien-Krise. Da gab es völlig gemischte Signale. Der damalige US-Präsident George W. Bush signalisierte den Georgiern, sie könnten Mitglied der NATO werden. Angela Merkel war dagegen", so Clark. "Bei der Ukraine passierte es ähnlich." Das alles mindere aber "nicht im Geringsten Putins Verantwortung für die gegenwärtige Lage". Es gebe einen existenziellen Unterschied "zwischen dem Missmanagement der westlichen Russland-Politik und Putins Entscheidung, einen so tödlichen Konflikt zu beginnen".

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 04.12.2022 - 11:10 Uhr

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