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Finanzmärkte aktuell:

Am Mittwoch Krisen-Gespräch zu Chaos an deutschen Flughäfen


Touristen beim Check-in am Flughafen / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Angesichts des Chaos` an deutschen Flughäfen zum Beginn der Urlaubssaison ist eine hochrangig besetzte Krisenrunde geplant. Für Mittwoch haben sich Vertreter der zehn größten deutschen Flughäfen, der Bundespolizei, anderer Behörden und Dienstleister zu einem Krisentelefonat verabredet, schreibt die "Bild" (Dienstagausgabe). Einziges Thema sei, die Lage an den Flughäfen, die eklatante Personalnot in allen Bereichen und gegenseitige Schuldzuweisungen.

"Bild" zitiert einen nicht namentlich genannten ranghohen Sicherheitsexperten mit der Einschätzung, das Chaos bei Flügen und Abfertigung an den Flughäfen sei "ein systemisches Versagen". Der Bundesvorsitzende der Bundespolizeigewerkschaft DPolG, Heiko Teggatz, sagte der "Bild": "Das Chaos an den Flughäfen wird sich kurzfristig nicht mehr verhindern lassen." Die Bundesregierung dringt gegenüber Fluggesellschaften und Flughafen-Betreibern darauf, den Flugbetrieb zu entzerren und rigorose Regeln für Handgepäck zu erlassen, um die Sicherheitskontrollen beschleunigen zu können. Zudem könne an vielen Flughäfen das Nachtflugverbot befristet gelockert werden. Möglich seien etwa je eine Flugstunde mehr Flugbetrieb in den frühen Morgenstunden und in der Nacht und damit eine Entzerrung der Abflugzeiten. Dies brächte Entspannung bei Check-in, Gepäcktransport und Sicherheitskontrollen. Die Betreibergesellschaft von Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main sucht bereits neue Mitarbeiter für die Gepäck- und Bodenabfertigung. In diesem Jahr sollen bis zu 1.000 Beschäftigte neu eingestellt werden. "Durch umfangreiche Rekrutierungsmaßnahmen konnten dieses Jahr bereits rund 870 Neueinstellungen vorgenommen werden", sagte ein Fraport-Sprecher der "Bild". Zudem würden "100 Mitarbeiter aus dem administrativen Bereich derzeit in anderen Teilen des Flughafens eingesetzt" - etwa um Personal auf dem Flughafen zu den Einsatzorten zu fahren. Andere seien befristet in die Gepäckabfertigung und "zum Rampendienst" versetzt worden. Der Flughafen Frankfurt empfiehlt seinen Passagieren derzeit, etwa zweieinhalb Stunden vor Abflug im Terminal zu erscheinen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 28.06.2022 - 00:00 Uhr

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