Samstag, 08. August 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Dax legt zu - SAP-Aktien gefragt
Forsa: 47 Prozent halten Merkel für geeignet als Bundespräsidentin
Umfrage: 46 Prozent wollen Bundespräsident mit Politik-Erfahrung
2. Bundesliga: Hertha schlägt Bochum im Auftaktspiel
Finanzministerium legt Entwurf für Steuerreform ab 2027 vor
Innenministerium prüft Personalausweis ohne Adresse
Wirtschaftsweiser will Witwenrente durch Rentensplitting ersetzen
Bericht: Finanzministerium will Freibeträge für Vereine senken
BUND kritisiert Umgang mit Niedrigwasser scharf
Keine Einsparungen durch Einschnitte bei behinderten Kindern

Newsticker

16:28Protest gegen AfD-Annäherung - Austritte beim BSW Sachsen-Anhalt
15:34Bulgarien: Drohne in Nähe von wichtiger Gaspipeline explodiert
15:032. Bundesliga: Braunschweig schießt Magdeburg ab
14:08Union kritisiert geplante Steueränderung für Vereine
13:55Grüne streiten über Lockerung des Lkw-Sonntagsfahrverbots
13:42Bahnstrecke Hamburg-Berlin: Nur jeder vierte Zug pünktlich
12:41Trumps Ex-Anwalt Todd Blanche als US-Justizminister bestätigt
12:34AfD-Politiker Holm bezeichnet Renten-Rebellion als "Rollenspiel"
12:04Frei erwartet Einigung mit SPD bei Wahlrechtsreform
11:48Maier: Sicherheitsvorfälle hängen mit Wahlen zusammen
11:10Ramelow fordert Amnestie für kurdische Aktivisten
11:00Immer mehr Männer in Deutschland bleiben kinderlos
10:52Schüsse in Berlin-Kreuzberg: Verletzter außer Lebensgefahr
10:38EVG warnt vor weiterem Abbau bei DB Cargo
10:00Rufe nach härterem Vorgehen gegen China

Börse

Zum Wochenausklang hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.319 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start baute der Dax bis zum Nachmittag seine Zugewinne aus und hielt anschließend das erreichte Niveau. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Weiterbetrieb von Isar 2 laut TÜV-Gutachten problemlos möglich


Atomkraftwerk / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Nach Ansicht von Sachverständigen des Prüfunternehmens TÜV Süd wäre ein Weiterbetrieb des Atomkraftwerks Isar 2 über den Dezember dieses Jahres hinaus technisch ohne weiteres machbar. Das geht aus einem Gutachten des TÜV Süd für die bayerische Staatsregierung hervor, über das ntv.de berichtet. Darin heißt es, bei der Tätigkeit des TÜV Süd als Sachverständiger "haben sich keine Hinweise ergeben, dass die erforderliche Schadensvorsorge in Frage gestellt sein könnte".

Seit der letzten Sicherheitsüberprüfung hätten sich "keine neuen Erkenntnisse ergeben, die besorgen lassen müssten, dass sich bei der Durchführung einer neuen Sicherheitsüberprüfung sicherheitstechnische Defizite ergeben würden". In Deutschland sind noch drei Kernkraftwerke am Netz, neben Isar 2 sind das die Meiler Neckarwestheim 2 und Emsland. Alle drei Anlagen sollen Ende des Jahres abgeschaltet werden. Vor dem Hintergrund der stockenden Gaslieferungen aus Russland ist mittlerweile eine Debatte um eine Laufzeitverlängerung entbrannt. SPD und Grüne lehnen das ab, unter anderem mit dem Argument, dass die noch bestehenden AKW dann umgehend einer Sicherheitsprüfung unterzogen werden müssten. Erst am Mittwoch hatte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums auf die Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) verwiesen, dass ein Weiterbetrieb der Kraftwerke über den 31. Dezember 2022 hinaus auch aus Sicherheitsgründen nicht verantwortbar sei. Dieses Argument lassen die Gutachter des TÜV Süd nicht gelten. Für Isar 2 könne aus der nicht erfolgten Überprüfung des Jahres 2019 nicht abgeleitet werden, "dass die erforderliche Schadensvorsorge nicht mehr gegeben ist". Selbst bei einem "gezielten Absturz eines großen Verkehrsflugzeuges" auf Isar 2 seien keine Freisetzungen radioaktiver Stoffe zu erwarten. Von "routinemäßigen Instandsetzungsmaßnahmen" abgesehen seien keine Maßnahmen nötig, um den Weiterbetrieb zu gewährleisten. Ohne neue Brennelemente wäre nach Einschätzung des TÜV Süd ein Weiterbetrieb von Isar 2 bis August 2023 möglich - zunächst in einem normalen Weiterbetrieb von 80 Tagen, dann weitere drei Monate durch "Umsetzen" der vorhandenen Brennelemente. Insgesamt könne so eine zusätzliche Strommenge von etwa 5.160 Gigawattstunden erzeugt werden. Darüber hinaus schreiben die Gutachter, sie hielten "aufgrund unserer Erfahrungen bei der Begutachtung von Brennelement-Nachlieferungen eine Anlieferung frischer Brennelemente innerhalb von 12 Monaten für möglich". Der TÜV Süd schlussfolgert, dass bei rechtzeitiger Bestellung eine Weiterführung des Betriebs auch über den Herbst 2023 möglich wäre. Nach fünf Betriebszyklen wäre das Zwischenlager voll. Der TÜV Süd betont, dass notwendige Maßnahmen für den Weiterbetrieb "betriebsbegleitend" umgesetzt werden könnten. Dagegen hatten Wirtschafts- und Umweltministerium in ihrer Stellungnahme erklärt, dass die drei noch laufenden Atomkraftwerke zwar für eine Zeit von bis zu 80 Tagen über den 31. Dezember hinaus zwar im "Streckbetrieb" weiterlaufen könnten. Die Atomkraftwerke müssten dafür jedoch im Sommer 2022 weniger Strom produzieren. "Insgesamt würde zwischen heute und Ende März 2023 netto nicht mehr Strom produziert." Bundeskanzler Olaf Scholz hatte am Montag gesagt, die Brennstäbe reichten noch bis zum Ende des Jahres. Neue zu besorgen, würde mindestens 12 bis 18 Monate dauern. Er sagte allerdings auch: "Ich befürworte den Ausstieg aus der Atomenergie aus vollem Herzen. Gleichwohl: Wenn es problemlos möglich wäre, die Laufzeit um ein oder zwei Jahre zu verlängern, würde sich jetzt wohl kaum jemand dagegen stellen." Mit Blick auf die Lagerkapazitäten auf dem Gelände des Kernkraftwerks schreibt der TÜV Süd, "dass mindestens fünf weitere Betriebszyklen" von Isar 2 möglich seien, "bevor die Kapazität des Standort-Zwischenlagers ausgeschöpft ist". Der aktuelle Betriebszyklus von Isar 2 wird vom Betreiber PreussenElektra mit gut 14 Monaten angegeben.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 24.06.2022 - 08:42 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung