Samstag, 17. Januar 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Versengold neu an Spitze der Album-Charts
Brandenburg: CDU und SPD beschließen Koalitionsverhandlungen
Post zweifelt an Beschwerdestatistik der Netzagentur
Dax lässt etwas nach - Siemens Energy gefragt
Chrupalla will erneut mit Weidel für AfD-Vorsitz kandidieren
Erbschaftssteuer: Radtke sieht in CDU mangelnden Gerechtigkeitssinn
Bundesliga: Werder dreht Spiel gegen Frankfurt in der Schlussphase
Trump droht Gegnern von Grönland-Annexion mit Zöllen
US-Börsen lassen geringfügig nach - Goldpreis schwächer
Spahn will Beleidigungsparagrafen zum Schutz von Politikern streichen

Newsticker

13:15Hamburgs Innensenator warnt vor Abhängigkeit von US-IT
12:36AfD kritisiert Trumps Zollpolitik
11:47Siemens Energy weist Abspaltung des Windkraftgeschäfts zurück
11:21Spahn zu Grönland: "Da hat Donald Trump einen Punkt"
10:48CDU-Landesverbände fordern Altersbeschränkung für Soziale Medien
10:03Miersch beklagt "übliche Reflexe" in Erbschaftssteuer-Debatte
09:11Wehrbeauftragter drängt auf Dunkelfeldstudie zu Sexismus
08:25Bericht: Merz erwägt Personalumbau im Frühjahr
08:00Klingbeil will Bündnis aus Wirtschaftsvertretern und Gewerkschaften
05:00Justizministerin begrüßt Vorschlag für "Deutschland-Korb"
05:00Chrupalla will erneut mit Weidel für AfD-Vorsitz kandidieren
01:00Hubig rechtfertigt geplanten Wahlrechtsentzug bei Volksverhetzung
01:00Post zweifelt an Beschwerdestatistik der Netzagentur
01:00Union sieht Sicherheitsrisiken bei BYD-Bussen der Deutschen Bahn
01:00Hubig warnt vor taktischem Verzicht auf AfD-Verbotsprüfung

Börse

Zum Wochenausklang hat der Dax geringfügig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.297 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Start im Minus baute der Dax unter Schwankungen seine Verluste aus. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Johnson hält Konflikt mit EU wegen Nordirland für lösbar


Boris Johnson / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der britische Premierminister Boris Johnson hält den Konflikt zwischen seiner Regierung und der EU, der sich vor Kurzem weiter verschärft hat, für überbewertet. Die heftige Kritik der Europäischen Union an seinem Umgang mit dem Nordirland-Protokoll bezeichnet er als "sehr moderat". Johnson sagte in einem Interview, das er der "Süddeutschen Zeitung" gemeinsam mit drei anderen großen europäischen Zeitungen in seinem Amtssitz in Downing Street gab, nach seiner Wahrnehmung gebe es ein Interesse aller Beteiligten, "kreative und pragmatische" Lösungen zu finden, und zwar mehr "als es manche Medienberichterstattung vermuten lässt".

In dem Gespräch ging Johnson ausführlich auf den Umgang seiner Regierung mit der EU sowie dem nach dem Brexit ausgehandelten Nordirland-Protokoll ein. Im Protokoll wurde geregelt, dass es keine Grenze zwischen Nordirland und Irland geben darf, weshalb der Warenfluss nun zwischen Großbritannien und Nordirland kontrolliert wird - also innerhalb des Vereinigten Königreichs. "Ich habe dieses Ding doch selber unterschrieben", sagte Johnson, er wolle, dass es auch funktioniert. Dennoch hat seine Regierung im Unterhaus einen Gesetzesentwurf eingebracht, der es ihr ermöglichen soll, weite Teile des Protokolls zu ignorieren. Die nordirische Partei DUP, die bei der Regionalwahl im Mai unterlegen war, blockiert derzeit eine Regierungsbildung in Nordirland, so lange das Protokoll noch in Kraft ist. Die EU hat als Reaktion auf das Vorgehen der britischen Regierung rechtliche Schritte eingeleitet. Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Maroš Šefèoviè, warf dem Vereinigten Königreich den Bruch internationalen Rechts vor. Johnson zeigte sich im Interview davon unbeeindruckt. Nach seinem Gefühl gebe es weiterhin eine große Einheit der westlichen Staaten, sagte der Premier. Er habe ein besonders gutes Verhältnis zum französischen Präsidenten Emmanuel Macron und zum deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz. Er schätze Šefèoviè sehr. Zur künftigen Rolle seines Landes in Europa sagte Johnson, man sei zwar vielleicht "kein fester Baustein mehr", aber "wie der fliegende Pfeiler in der gotischen Architektur". Fliegende Pfeiler seien "extravagant" und "wunderschön". Johnson, der auch vom schlechten Zustand der britischen Wirtschaft nichts wissen wollte, verteidigte zudem das Vorgehen seiner Regierung mit Flüchtlingen. Die Partnerschaft mit Ruanda, die es ermöglichen soll, illegal über den Ärmelkanal eingereiste Geflüchtete nach Ruanda abzuschieben, sei wichtig, sagte Johnson: Illegale Flüchtlinge schadeten denjenigen, "die legal kommen, sie drängeln sich in der Schlange vor". Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte untersagte den ersten Flug nach Ruanda in letzter Minute, während britische Gerichte das Vorgehen für zulässig befanden. Daher sei er "zuversichtlich", dass bald einer der geplanten Flüge starten könne. Der Premier reiste am Mittwoch selbst nach Ruanda, zum Treffen der Commonwealth-Staaten. Am Samstag fliegt er von dort nach Deutschland, in Garmisch-Partenkirchen beginnt am Sonntag der G-7-Gipfel. Dort wolle er sich dafür einsetzen, sagte Johnson, der Ukraine noch mehr zu helfen, Russland im Krieg zu besiegen: "Soweit die Ukrainer in der Lage sind, eine Gegenoffensive zu starten, sollte das unterstützt werden."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 22.06.2022 - 19:12 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung