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Palmer verteidigt Baerbock in "N-Wort"-Debatte


Annalena Baerbock / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

In der Debatte um die Verwendung des sogenannten "N-Wortes" durch Annalena Baerbock erhält die Grünen-Kanzlerkandidatin Unterstützung ihres Parteikollegen Boris Palmer. "Ich finde, dass sie dieses Mal alles richtig gemacht hat in der Kommunikation zu dem Thema", sagte er der "Bild". Es sei richtig, sich Gedanken zu machen, ob man mit der eigenen Sprache jemanden verletze.

"Das hat sie getan und sie hat versucht, ein Problem zu benennen, ohne dabei jemanden zu verletzen." Baerbock hatte sich am Sonntag für die Nutzung des umstrittenen Wortes in der Aufzeichnung für eine Sendung des Zentralrats der Juden entschuldigt. Bei der "emotionalen Beschreibung eines unsäglichen Vorfalls" an einer Schule in ihrem Umfeld habe sie das Wort zitiert und damit selbst reproduziert, hatte sie über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt. Einen Vergleich mit umstrittenen Äußerungen Palmers wies sie zurück. Gegen den Tübinger Oberbürgermeister läuft aktuell ein Parteiausschlussverfahren, unter anderem weil er selbst das "N-Wort" benutzt hatte. Dazu sagte er der Zeitung: "Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, was sie gemacht hat und dem, was ich gemacht habe." Er habe persönlich das Parteiausschlussverfahren gewollt, um auf diesem Wege die Sache zu klären. Es gehe nicht um ein Verbot bestimmter Wörter, sondern "um den Appell, eine bewusste Sprache zu pflegen, also Menschen nicht unnötig zu verletzen".

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 26.07.2021 - 11:52 Uhr

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