Sonntag, 19. April 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Dax-Unternehmen zögern bei Auszahlung der Entlastungsprämie
2. Bundesliga: Magdeburg gewinnt Abstiegsduell gegen Düsseldorf
Iran-Krieg: Deutscher Marineeinsatz rückt wieder in weitere Ferne
Zahl der Asylanträge auf Rekordtief
Lettland macht Druck beim Bau von Rail Baltica
Insa: Hohe Energiepreise belasten fast drei Viertel
Bundesliga: Leipzig dreht nach Pause auf und siegt in Frankfurt
2. Bundesliga: Hannover und Paderborn trennen sich unentschieden
1. Bundesliga: Dortmund verliert bei Hoffenheim
Kassen und VZBV warnen vor Verwässerung der Gesundheitsreform

Newsticker

14:35Grüne werfen Schwarz-Rot schlechte Arbeitsmoral vor
14:01Lies will chinesische Autoproduktion in VW-Werken "offen prüfen"
13:11Selenskyj kritisiert Lockerung von Sanktionen gegen Russland
12:05EU und Ungarns künftige Regierung sprechen über blockierte Mittel
11:35Polizei meldet neuen Höchststand bei Politiker-Beleidigungen
10:45Dax-CEOs steigerten Gehälter 2025 deutlich
09:31UN-Generalsekretär verurteilt Angriff auf Blauhelme im Libanon
08:34Iran sieht Fortschritte in Friedensgesprächen
04:00Zahl der Asylanträge auf Rekordtief
01:00Kassen und VZBV warnen vor Verwässerung der Gesundheitsreform
00:00Lettland macht Druck beim Bau von Rail Baltica
00:00Insa: Hohe Energiepreise belasten fast drei Viertel
22:282. Bundesliga: Hannover und Paderborn trennen sich unentschieden
21:45Schwesig kritisiert geplante Kürzungen bei Hautkrebsvorsorge scharf
21:25Iran-Krieg: Deutscher Marineeinsatz rückt wieder in weitere Ferne

Börse

Zum Wochenausklang hat der Dax kräftig zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.702 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

SPD will massiven Ausbau des Sozialstaats


SPD-Logo im Willy-Brandt-Haus / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Die SPD zieht mit dem Versprechen in den Bundestagswahlkampf, bei einem Wahlsieg die Hartz-IV-Grundsicherung durch ein neues Bürgergeld zu ersetzen. "Das Bürgergeld muss absichern, dass eine kaputte Waschmaschine oder eine neue Winterjacke nicht zur untragbaren Last wird", heißt es im Entwurf der Parteispitze für das Wahlprogramm der Sozialdemokraten, über den die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben) berichten. Nach dem Willen der SPD soll der Staat bei der Grundsicherung künftig Hartz-IV-Empfängern nicht mehr grundsätzlich misstrauisch gegenüberstehen und systematisch nach Regelverstößen fahnden, sondern als "haltgebender und bürgernaher Sozialstaat" auf Augenhöhe mit Betroffenen agieren, die keine Bittsteller seien.

Das geplante Bürgergeld beinhalte Mitwirkungspflichten, setze aber konsequent auf Hilfe und Ermutigung. "Sinnwidrige und unwürdige Sanktionen schaffen wir ab", heißt es in dem 47-seitigen Entwurf. Das Bürgergeld solle digital und unkompliziert beantragt werden können. Mit der Abkehr von Hartz IV hofft die SPD, verloren gegangene Glaubwürdigkeit als Arbeiterpartei zurückzugewinnen. Die vor mehr als 15 Jahren vom damaligen SPD-Kanzler Gerhard Schröder eingeführten Hartz-IV-Arbeitsmarktreformen steigerten nach Ansicht von Ökonomen Deutschlands internationale Wettbewerbsfähigkeit enorm. Intern zerriss Hartz die Partei, in der Folge wandten sich viele Wähler ab. Bei einer Regierungsbeteiligung wollen die Sozialdemokraten flankierend zum Bürgergeld mit umfassenden staatlichen Angeboten für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen sowie Kinder rechtlich und finanziell aufwerten. Dazu will die SPD eine Kindergrundsicherung einführen und die steuerlichen Kinderfreibeträge abschaffen. Neben kostenloser Infrastruktur für Kinder wie kostenlose Kitas, Ganztagsschulen und freie Fahrt im Nahverkehr soll es ein neues "existenzsicherndes Kindergeld" geben, welches alle bisherigen Familienleistungen zusammenfasst und nach Einkommen der Eltern gestaffelt ist. Der monatliche Basisbetrag solle bei 250 Euro je Kind liegen, der Höchstbetrag bei 528 Euro (je nach Kindesalter und Einkommen). "Das neue Kindergeld ersetzt so den Kinderfreibetrag und bündelt bisherige Leistungen." Eltern sollen direkt nach Geburt eines Kindes Anspruch auf zwei Wochen "Partnerschaftszeit" haben, die vom Staat sozial abgesichert wird. Außerdem solle das Elterngeld um ein "Elterngeld akut" erweitert werden. Dazu solle der in der Corona-Pandemie ausgeweitete Anspruch auf Kinderkrankentage dauerhaft für 20 Tage pro Jahr pro Elternteil gelten - "bei mehr als zwei Kindern maximal 90 Tage pro Elternpaar oder Alleinerziehende". Wer Angehörige pflegt, soll Anspruch auf 15 Monate Lohnersatzleistungen erhalten. Den gesetzlichen Mindestlohn will die SPD auf "mindestens 12 Euro" anheben. Außerdem sollten die Spielräume der Mindestlohnkommission, die regelmäßig über Erhöhungen der Lohnuntergrenze befindet, für künftige Erhöhungen ausgeweitet werden. Midi-Jobber - mit kleinen Einkommen zwischen 450 und 1.300 Euro im Monat - sollen bessergestellt werden: "Um die Nettoeinkommen von gering Verdienenden zu erhöhen, heben wir die Gleitzone der Midi-Jobs auf 1.600 Euro an", heißt es im Programmentwurf. In dieser Zone würden Arbeitnehmer geringere Beiträge zahlen, ohne dass sie dadurch einen geringeren Rentenanspruch haben. Der Programmentwurf wurde federführend von der SPD-Doppelspitze Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans gemeinsam mit Kanzlerkandidat und Finanzminister Olaf Scholz verfasst. Er wird nach einem monatelangen Beteiligungsprozess mit der Parteibasis am Montag erstmals im Parteivorstand beraten. Die SPD ist damit die erste Partei, die sieben Monate vor der Wahl ein "Regierungsprogramm" vorlegt. Es soll auf einem digitalen Parteitag im Mai endgültig beschlossen werden. Bis dahin sind noch Änderungen zu erwarten.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 28.02.2021 - 12:36 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung