Donnerstag, 17. September 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Regierungssprecher kritisiert Umfrageinstitute
Klopp geht mit XXL-Aufgebot in sein DFB-Debüt
Hubig plant härtere Strafen bei Angriffen auf Bahn-Mitarbeiter
Dax legt zu - Aktien von Siemens und Continental gefragt
Bericht: Marktstart von elektrischem Audi A4 auf 2029 verschoben
Von der Leyen will Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren
Sieben Länderchefs wollen Bund-Länder-AG für AfD-Verbotsprüfung
Experten halten KI-Auslöschungsszenario für unrealistisch
DFB-Generalsekretär verschärft Kritik an Infantino
Nobelpreisträger Kremer wird Weltbank-Chefökonom

Newsticker

10:15Klopp geht mit XXL-Aufgebot in sein DFB-Debüt
09:53Studie: Gemeinsames Sorgerecht stärkt Familien nach Trennungen
09:47Bahn begrüßt härtere Strafen für Angriffe auf Angestellte
09:30Forsa weist Kritik von Regierungssprecher nicht komplett zurück
09:30Dax startet nach Fed-Entscheid mit Gewinnen
09:11Bericht: Scheuer erhält wohl staatliche Hilfe für Anwaltskosten
09:04WMO warnt vor langfristigen Auswirkungen der Wasserknappheit
08:59Berliner SPD-Chef Krach schließt Rücktritt aus
08:58Auch Dieselpreis erreicht neues Allzeithoch
08:51Roland Berger: 200.000 Autojobs in Deutschland gefährdet
08:43Krach fordert von Merz Bekenntnis zu Olympia in Berlin
08:07Auftragsbestand der Industrie erreicht neues Allzeithoch
07:30Großunternehmen wollen Stärkung der Entwicklungshilfe
07:05Conti will nach Aufspaltung durch Übernahmen wachsen
06:46Frei warnt Union vor Minderheitsregierung im Bund

Börse

Der Dax ist am Donnerstag mit Gewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.720 Punkten berechnet und damit 0,7 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Hochtief und Rheinmetall, am Ende Symrise, Infineon und Brenntag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Regierungs-Streit um geplantes Glyphosat-Verbot


Bauer mit Traktor / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

In der Bundesregierung ist ein heftiger Streit um Insektenschutz und das umstrittene Herbizid Glyphosat entbrannt. Ausgangspunkt ist ein Schreiben von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner an Kanzleramtschef Helge Braun (beide CDU), über das die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochsausgabe) berichtet. In dem Schreiben von voriger Woche beklagt Klöckner Vorstöße des Umweltministeriums beim Insektenschutz.

Einwände des Agrarressorts würden übergangen. "Eine angemessene Berücksichtigung der berechtigten Belange der Landwirtschaft ist bei dieser Vorgehensweise nicht gewährleistet", beklagt die Ministerin. Dies sei nicht im Interesse ihres Ressorts, der Union und könne auch nicht "im Interesse der Bundeskanzlerin sein". Hinter dem Streit steht vor allem das geplante Glyphosat-Aus. Bereits im Sommer 2019 hatte das Kabinett ein Verbot des Pflanzenschutzmittels bis Ende 2023 beschlossen, zusammen mit einer Reihe weiterer Vorgaben zum Schutz von Insekten. Schon von diesem Jahr an sollte der Einsatz dieses und ähnlicher Herbizide "deutlich" eingeschränkt werden. Die Einigung präsentierte Klöckner seinerzeit zusammen mit Umweltministerin Svenja Schulze (SPD). Doch von der einstigen Eintracht ist nicht mehr viel übrig. Das belegt ein interner Vermerk aus dem Umweltministerium, über den die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Das Schreiben ans Kanzleramt, so heißt es darin, sei "ein Zerrbild der tatsächlichen Totalblockade". Klöckner verhindere "jedweden Fortschritt beim Insektenschutz und bei der Beschränkung von schädlichen Pflanzenschutzmitteln". Ihre Beschwerde im Kanzleramt entbehre "jeder Grundlage". Während das Agrarministerium die Regeln für das Glyphosat-Verbot erarbeiten muss, ist der Insektenschutz Sache des Umweltressorts. Im Sommer hatte es einen Entwurf dafür vorgelegt. Der Schutz von Gewässern und Biotopen wird darin gestärkt, Böden und Naturlandschaften werden aufgewertet. Auch Lichtquellen, die Insekten anlocken, wollte das Ministerium angehen. Mitte Dezember sollte das Gesetz ins Kabinett. Doch nun sieht Klöckner sich übergangen. Die Befassung Mitte Dezember "findet nicht meine Zustimmung", schrieb sie an Braun. Ohnehin müsse man angesichts der "aktuell kritischen Lage" in der Landwirtschaft "sehr genau abwägen, welche weiteren Belastungen (...) den Betroffenen in dieser Phase noch zugemutet werden können". Damit ist fraglich, ob aus dem Insektenschutz-Programm überhaupt noch etwas wird. Das Agrarministerium verweist darauf, das Glyphosat-Verbot werde gerade "erarbeitet". Allerdings brauche es noch eine Folgenabschätzung. "Es geht dem Landwirtschaftsministerium ganz offensichtlich darum, Zeit zu gewinnen", sagte Johann Rathke, Agrarexperte bei der Umweltstiftung WWF, der SZ. Im Bundestagswahlkampf habe das Glyphosat-Verbot keine Chance mehr. Noch schärfer wird das Umweltministerium: Zur Umsetzung der Abmachungen, so heißt es in dem Vermerk, habe Klöckners Ministerium "bislang folgendes geliefert: nichts".

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 25.11.2020 - 00:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung