Dienstag, 03. November 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Dax legt zu - Anleger bleiben vor Apple-Zahlen vorsichtig
Gabriel befürchtet Trump-Angriff auf Iran nach Midterms
Berichte: Merz will Frau als Bundespräsidentin
Großrazzia gegen kriminelle Gruppierung in mehreren Bundesländern
Dax startet vor US-Zwischenwahlen mit Verlusten
USA führen neue Angriffe auf iranische Ziele durch
Autozulieferer Schaeffler will fast 3.500 Stellen streichen
Digitalgipfel: Merz kündigt Ausbau der KI-Infrastruktur an
Dax am Mittag weiter schwach - Firmenbilanzen im Fokus
Dobrindt will linksextreme Demonstranten im Blick behalten

Newsticker

15:23Linnemann will Bürokratiekosten für Ärzte senken
14:56Umfrage: Geschlecht für Mehrheit bei Bundespräsidentenwahl egal
14:50Merz pocht auf europäische Rolle bei Ukraine-Friedensgesprächen
14:26Regierung erwartet 2027 Rentenerhöhung von über vier Prozent
14:20Rufe nach mehr Verkehrssicherheit bei Führerscheinreform
14:05Forsa: Union verliert wieder - Merz auf Allzeittief
13:59Wildberger fordert mehr Schutz für digitale Betriebstechnik
13:42Grüne bemängeln fehlende Ostvertretung im Berliner Verhandlungsteam
13:22Grünen-Chefin Brantner erhielt Apple-Warnung vor möglichem Hack
13:12Woidke fürchtet Auswirkungen neuer Gaskraftwerke auf den Strompreis
12:53Wagenknecht nennt Selenskyj-Besuch "Ohrfeige" für das Volk
12:46Röttgen und Hofreiter gegen russische Eishockey-Spieler bei WM
12:42Cyberangriff auf Supermarkt-Kühltechnik in mehreren Ländern
12:37Merz empfängt Selenskyj im Kanzleramt
12:29Dax am Mittag weiter schwach - Firmenbilanzen im Fokus

Börse

Der Dax ist am Dienstag nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag weiter im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.830 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Minus von 0,6 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Bayer, FMC und RWE, am Ende MTU, SAP und Zalando. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Regierungs-Streit um geplantes Glyphosat-Verbot


Bauer mit Traktor / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

In der Bundesregierung ist ein heftiger Streit um Insektenschutz und das umstrittene Herbizid Glyphosat entbrannt. Ausgangspunkt ist ein Schreiben von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner an Kanzleramtschef Helge Braun (beide CDU), über das die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochsausgabe) berichtet. In dem Schreiben von voriger Woche beklagt Klöckner Vorstöße des Umweltministeriums beim Insektenschutz.

Einwände des Agrarressorts würden übergangen. "Eine angemessene Berücksichtigung der berechtigten Belange der Landwirtschaft ist bei dieser Vorgehensweise nicht gewährleistet", beklagt die Ministerin. Dies sei nicht im Interesse ihres Ressorts, der Union und könne auch nicht "im Interesse der Bundeskanzlerin sein". Hinter dem Streit steht vor allem das geplante Glyphosat-Aus. Bereits im Sommer 2019 hatte das Kabinett ein Verbot des Pflanzenschutzmittels bis Ende 2023 beschlossen, zusammen mit einer Reihe weiterer Vorgaben zum Schutz von Insekten. Schon von diesem Jahr an sollte der Einsatz dieses und ähnlicher Herbizide "deutlich" eingeschränkt werden. Die Einigung präsentierte Klöckner seinerzeit zusammen mit Umweltministerin Svenja Schulze (SPD). Doch von der einstigen Eintracht ist nicht mehr viel übrig. Das belegt ein interner Vermerk aus dem Umweltministerium, über den die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Das Schreiben ans Kanzleramt, so heißt es darin, sei "ein Zerrbild der tatsächlichen Totalblockade". Klöckner verhindere "jedweden Fortschritt beim Insektenschutz und bei der Beschränkung von schädlichen Pflanzenschutzmitteln". Ihre Beschwerde im Kanzleramt entbehre "jeder Grundlage". Während das Agrarministerium die Regeln für das Glyphosat-Verbot erarbeiten muss, ist der Insektenschutz Sache des Umweltressorts. Im Sommer hatte es einen Entwurf dafür vorgelegt. Der Schutz von Gewässern und Biotopen wird darin gestärkt, Böden und Naturlandschaften werden aufgewertet. Auch Lichtquellen, die Insekten anlocken, wollte das Ministerium angehen. Mitte Dezember sollte das Gesetz ins Kabinett. Doch nun sieht Klöckner sich übergangen. Die Befassung Mitte Dezember "findet nicht meine Zustimmung", schrieb sie an Braun. Ohnehin müsse man angesichts der "aktuell kritischen Lage" in der Landwirtschaft "sehr genau abwägen, welche weiteren Belastungen (...) den Betroffenen in dieser Phase noch zugemutet werden können". Damit ist fraglich, ob aus dem Insektenschutz-Programm überhaupt noch etwas wird. Das Agrarministerium verweist darauf, das Glyphosat-Verbot werde gerade "erarbeitet". Allerdings brauche es noch eine Folgenabschätzung. "Es geht dem Landwirtschaftsministerium ganz offensichtlich darum, Zeit zu gewinnen", sagte Johann Rathke, Agrarexperte bei der Umweltstiftung WWF, der SZ. Im Bundestagswahlkampf habe das Glyphosat-Verbot keine Chance mehr. Noch schärfer wird das Umweltministerium: Zur Umsetzung der Abmachungen, so heißt es in dem Vermerk, habe Klöckners Ministerium "bislang folgendes geliefert: nichts".

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 25.11.2020 - 00:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung