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Mansour: Schule ist einzige Chance gegen Extremismus
Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour fordert ein entschiedenes Einschreiten des Staates gegen Extremismus. Vor allem von den Schulen fordert er eine klare Kommunikation: "Die Schule ist die einzige Chance", sagte Mansour der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe). "Die Schule sollte zwar die Eltern mit einbeziehen, muss aber auch den Mut haben, gegen ihre Eingriffe in das Curriculum und den Schulalltag vorzugehen." Den Schülern müsse klar werden, was die Gesellschaft ausmache, in die sie sich integrieren sollten. "Eine Gesellschaft, die ihre Kultur verteidigt und sicher auftritt, macht es den Integrationswilligen leichter als eine, die widersprüchlich auftritt und nicht in der Lage ist zu sagen, was Integration bedeutet und was sie von den zu Integrierenden erwartet." Mansour wünscht sich Lehrer, die freiheitlich-demokratische Prinzipien "mit klarer Unterstützung von der Politik" verteidigen. Sie müssten offensiv "bei der Ablehnung des Antisemitismus, bei der Gleichberechtigung, bei der Meinungsfreiheit sein. Das bedeutet auch, eine zweifelnde Gesellschaft zu sein und Kritik an Religion und autoritären Systemen zuzulassen. Das sind für mich Werte, die nicht verhandelbar sind. Wir müssen vor allem aufhören, mit den muslimischen Verbänden zu arbeiten und sie auch noch in die pädagogische Arbeit mit einzubeziehen. Nur dann werden wir Menschen gewinnen können." Mansour hatte im Jahr 2018 die Initiative Mind Prevention gegründet. Zur Extremismusprävention veranstaltet er Workshops mit Schülern, Häftlingen und Flüchtlingen. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 26.10.2020 - 08:00 Uhr
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