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Am Donnerstag hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.807 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start schwankte der Dax im Tagesverlauf um die 24.900-Punkte-Markte. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Zahlen zu häuslicher Gewalt vielerorts weiter auf hohem Niveau


Demonstrantin gegen Gewalt an Frauen / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

In einigen Bundesländern bleiben die Meldungen von häuslicher Gewalt in der Coronakrise weiter auf einem überdurchschnittlichen Niveau. Das berichtet das Nachrichtenportal T-Online nach Anfragen bei den zuständigen Ministerien und Behörden in allen Bundesländern. Demnach registrierten etwa die Berliner Behörden seit Beginn der Pandemie steigende Fallzahlen.

Vom 1. März bis 30. September wurden insgesamt 9.188 Straftaten gegen die Freiheit und körperliche Unversehrtheit innerhalb der Familie oder der Partnerschaft registriert, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 8.847, was einem Anstieg von etwa vier Prozent entspricht. Besonders stark war die Zunahme im März, also vor und am Beginn der strikten Einschränkungen, und noch einmal im Juli, nachdem die meisten Maßnahmen wieder aufgehoben wurden, mit jeweils plus zehn Prozent. Der größte Teil der Gewaltdelikte im häuslichen Umfeld waren Körperverletzungen (70 Prozent). In 13 Prozent der Fälle bedrohte der Tatverdächtige die nahestehende Person, drei Prozent der Fälle waren sexuelle Übergriffe. Auch in Brandenburg registrierte die Polizei zwischen März und Ende Juli einen deutlichen Anstieg von Fällen häuslicher Gewalt. Im polizeilichen Erfassungssystem wurden vom 1. März bis 22. Juli 1.840 entsprechende Vorgänge verzeichnet. Das sind 22 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2019, als es 1.508 Fälle gab. In Nordrhein-Westfalen hingegen gingen die Anzeigen von häuslicher Gewalt laut Innenministerium deutlich zurück. Vom 1. Januar bis 18. Oktober 2020 registrierten die Dienststellen demnach insgesamt 25.687 entsprechende Anzeigen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 30.130, ein Minus von rund 15 Prozent. In Sachsen nahmen die Anzeigen wegen häuslicher Gewalt bis zum Sommer ebenfalls deutlich ab: Zwischen 1. März und 31. Juli waren es 2.752 Meldungen, im Vorjahreszeitraum 3.439. Das Nachrichtenportal fragte bei Ministerien und Polizeien in allen Bundesländern Daten zu häuslicher Gewalt während der Pandemie ab. Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt teilten etwa mit, dass entgegen der Erwartungen vom Frühjahr bislang keine erhöhte Nachfrage in den ansässigen Frauenhäusern festzustellen war. Auch andere Länder meldeten, sie hätten bislang keine Veränderungen registriert. Allerdings fanden vielfach die letzten Erhebungen zu entsprechenden Anzeigen bei der Polizei bereits im Frühsommer statt. Auch machten die Stellen fast unisono deutlich, dass es wegen der pandemiebedingten Ausgangs- und Kontakteinschränkungen zu Veränderungen im Anzeigeverhalten gekommen sei und man deshalb von einem größeren Dunkelfeld ausgeht. Auch würden Vorfälle besonders in diesem Deliktfeld oft erst mit deutlichem Verzug zur Anzeige gebracht. So wies etwa das Sozialministerium in Wiesbaden auf eine gestiegene Nutzung niederschwelliger Hilfsangebote wie Telefon-und Online-Beratung hin. Beispielsweise hätte das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" einen Zuwachs an Beratungsnachfragen um 20 Prozent verzeichnet. Auch in Bayern haben die Anfragen bei Opfer-Beratungsstellen nach Darstellung des Sozialministeriums in München insgesamt zugenommen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 25.10.2020 - 09:26 Uhr

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