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Börse

Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem eher schwachen Start und einem anschließenden Ausflug in die Gewinnzone bis zum Mittag wieder in den roten Bereich bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.710 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Zalando, Merck und Infineon, am Ende die Commerzbank und Brenntag, die jeweils mit einem Dividendenabschlag gehandelt werden. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

US-Regisseur Oliver Stone: "Kapitalismus ist in sich gewalttätig"


Dollarschein / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der oscarprämierte Hollywood-Regisseur Oliver Stone fürchtet den großen Einfluss des Kapitalismus. "Kapitalismus ist in sich gewalttätig. Der Einfluss von Banken, Finanzfirmen und Zentralbanken wächst und wächst", sagte er dem "Handelsblatt" (Onlineausgabe).

Die Konservativen hätten es geschafft, die "Regulierung" zu dämpfen. "Das große Geld geht in die Märkte. Schauen Sie sich Amy Coney Barrett an, die künftige Richterin am Supreme Court: Mich besorgt nicht, was sie über Abtreibung denkt, sondern wie sie große Konzerne vorbehaltlos unterstützt", so der Oscar-Preisträger. Alles habe sich "radikal" in den 1980er-Jahren durch den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan verändert. "Auf einmal zierten Geschäftsleute statt Filmstars die Titelseiten der Zeitschriften. Leute wie Donald Trump kamen auf, die laut ihre Deals ausriefen." Junge Leute hätten "von jetzt auf gleich" Millionen gemacht. "Das war lächerlich. Insiderinformationen wurden illegalerweise verkauft, Finanzkapitalisten räuberten Firmen aus. Kurzum: Aktionäre wurden reich auf Kosten des Landes." Diese Kultur habe sich dann schnell auch in Europa ausgebreitet. Der Spruch "Gier ist gut" des Spekulanten Gordon Gekko aus seinem Film "Wall Street" sollte eigentlich das Gegenteil ausdrücken, so Stone. "Beabsichtigt war die Botschaft: `Gier ist nicht gut.` Aber manchmal verstehen die Leute das nicht." Wie sein Vater glaube er an Kapitalismus und freie Märkte. "Dinge müssen fair im offenen Wettbewerb gehandelt werden. Aber was heißt heute `fair`?" So, wie sich Wirtschaft "ins Extreme" auswachse, habe sie "keinen Nutzen" für die Gesellschaft. "Rockefeller würde sich im Grab umdrehen", konstatierte der US-Regisseur.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 24.10.2020 - 21:12 Uhr

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