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Der Dax ist am Dienstag nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag weiter im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.830 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Minus von 0,6 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Bayer, FMC und RWE, am Ende MTU, SAP und Zalando. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Berlin-Pankow-Bürgermeister: Lockdown ein "normales Instrument"


Seniorin schaut von einem Balkon / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Pankow, Sören Benn (Linke), setzt sich für einen anderen Umgang mit dem Thema Lockdown ein. "Es geht darum, ob wir die Pandemie im Griff haben oder ob die Pandemie uns im Griff hat, ob die Welle uns vor sich hertreibt oder ob wir sie reiten", sagte er am Samstag dem Deutschlandfunk. "Darum finde ich den Umgang mit dem Thema Lockdown, der im Moment verhandelt wird wie eine nationale Katastrophe oder als Strafe der Bürger, wenn sie sich nicht an die Regeln halten, für einen falschen Umgang und schlage vor, einen Lockdown als ganz normales Instrument, epidemiologisches Instrument im Handling der Krise zu behandeln", so der Linken-Politiker.

Man solle sich darauf vorbereiten und Indikatoren entwickeln, "ab wann ein Lockdown sinnvoll sein kann", sagte Benn. "Lasst uns dann einen klaren Anfang und ein klares Ende eines solchen Lockdowns benennen, damit man sich auch besser drauf einstellen kann, den besser aushalten kann. Und lasst uns vorab auch darüber diskutieren, welche konkreten Maßnahmen ein solcher Lockdown vielleicht auch im Unterschied zu dem ersten ungeplanten Lockdown im März beinhalten soll", schlug der Lokalpolitiker vor. Man müsse "in Optionen denken". Im Moment mache es nicht den Anschein, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen tatsächlich dazu führen, dass die Welle einen anderen Verlauf nimmt als den Aufwärtsverlauf. "Das heißt, wir sind auf einem einzigen Gleis unterwegs in der Hoffnung, dass eine Vielzahl von Maßnahmen, die ganz selten evidenzbasiert sind, dann irgendwann dazu führt, dass die Welle bricht." Sein Vorschlag: "Lasst uns einen planvollen Lockdown vorbereiten. Wenn man sagt, wir bereiten uns darauf vor, beispielsweise Mitte November in einen Lockdown zu gehen, dann ist der geplant, dann kann man den jetzt angehen, und dann kann man ja sagen, wenn die Zahlen bis zum Zeitpunkt X sich nicht auf einem bestimmten Niveau stabilisiert haben oder wieder runtergehen, dann gehen wir ab dem Zeitpunkt Z in einen zeitlich begrenzten Lockdown", so der Linken-Politiker. Sollten sich die Maßnahmen als wirksam erweisen, könne man den Lockdown dann auch "jederzeit" wieder absagen, sagte der ezirksbürgermeister von Berlin-Pankow.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 24.10.2020 - 18:41 Uhr

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