Sonntag, 25. Oktober 2020
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Lehrerpräsident will für Digitalunterricht Datenschutz-Kompromisse
Politiker halten Kontaktverbote an Heiligabend für möglich
Landkreistagspräsident drängt auf Stärkung der Gesundheitsämter
SPD-Länderchefs Weil und Müller verteidigen emotionale Ausbrüche
Hennig-Wellsow: NATO-Austritt nicht innerhalb einer Legislatur
Formel 1: Hamilton holt Pole in Portimão
US-Regisseur Oliver Stone: "Kapitalismus ist in sich gewalttätig"
Neuer "Stylegeguide": Regierungsflieger Airbus A350 wird umlackiert
Konrad-Adenauer-Stiftung: Es fehlt ein Triage-Gesetz
Deutsche im ersten Lockdown deutlich depressiver

Newsticker

11:17Lehrerpräsident will für Digitalunterricht Datenschutz-Kompromisse
10:40Maas für Neubeginn in transatlantischen Beziehungen
10:00Politiker halten Kontaktverbote an Heiligabend für möglich
09:26Zahlen zu häuslicher Gewalt vielerorts weiter auf hohem Niveau
08:49Vermögensungleichheit unter jungen Menschen besonders hoch
08:14Bericht: KSK soll in Calw bleiben
07:18Neuer "Stylegeguide": Regierungsflieger Airbus A350 wird umlackiert
07:17Deutsche im ersten Lockdown deutlich depressiver
07:16CDU-Innenminister für Ende des Syrien-Abschiebestopps
07:15Innenministerium: Über 600 "islamistische Gefährder" in Deutschland
07:12Erstmals über 100.000 aktive Corona-Infektionen in Deutschland
05:00Verkehrsminister verweigert Opposition Auskunft über Maut-Gutachten
02:00Uhren auf Winterzeit umgestellt
01:00Wirtschaftsminister rechnet nicht mit neuen Versorgungsengpässen
01:00Jeder Siebte stirbt vor Erreichen des gesetzlichen Rentenalters

Börse

Zum Wochenausklang hat der DAX zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 12.645,75 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,82 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Marktbeobachtern zufolge hat die Zuversicht nach einer Stabilisierung der europäischen Wirtschaft durch eine hohe Nachfrage aus China einen positiven Effekt auf das Verhalten der Anleger. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Coronakrise: Bund rechnet mit Gesamtkosten von 1,5 Billionen Euro


Supermarkt mit Corona-Hinweis / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Die Bundesregierung rechnet damit, dass die Bewältigung der Coronakrise die öffentlichen Kassen in diesem und im nächsten Jahre mit 1,446 Billionen Euro belasten wird. Das geht aus der Antwort des Finanzministeriums auf eine schriftliche Frage des Linken-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch hervor, über welche die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" in ihren Montagsausgaben berichten. In den 1,446 Billionen Euro enthalten sind Kosten für das Gesundheitssystem sowie die Beschaffung von medizinischem Material, die Stützungs- und Konjunkturprogramme für die Wirtschaft, internationale Hilfszahlungen, wegbrechende Einnahmen und höhere Ausgaben der Sozialkassen sowie staatliche Garantien in Form von Bürgschaften, Schnellkrediten und der Beteiligung des Bundes am europäischen Wiederaufbauprogramm.

Im laufenden Jahr rechnet das Finanzministerium mit 400,4 Milliarden Euro Krisenkosten allein für den Bund. Die Haushalte von Ländern und Gemeinden werden mit zusätzlichen 89 Milliarden Euro belastet. Die Mehrausgaben und Einnahmeausfälle bei den Sozialkassen prognostiziert das Finanzministerium mit 26,5 Milliarden Euro. Für das kommende Jahr plant Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mit coronabedingten Zusatzbelastungen für den Bundeshaushalt in Höhe von 74 Milliarden Euro. Die Haushalte von Ländern und Gemeinden werden der Prognose zufolge im kommenden Jahr krisenbedingt mit 27,3 Milliarden Euro belastet, die Sozialversicherungen mit 2,8 Milliarden. Alles in allem liegen die haushaltswirksamen Corona-Maßnahmen damit bei 619,9 Milliarden Euro. Hinzu kommen die staatlichen Garantien, die das Finanzministerium mit 756,5 Milliarden Euro für den Bund und 69,8 Milliarden Euro für die Länder angibt. Bei der Berechnung der Krisenkosten muss man berücksichtigen, dass Teile der Bürgschaften und Kredite zu einem späteren Zeitpunkt zurückgezahlt werden und auch nicht alle Hilfsprogramme des Bundes komplett in Anspruch genommen werden dürften. Die Gesamtrechnung könnte also noch sinken. Sie könnte aber auch steigen, wenn wegen der dynamischen Entwicklung der Infektionszahlen ein erneuter Shutdown nötig werden würde. "Es ist vollkommen richtig, nicht in die Krise hineinzusparen, aber falsch, sich überhaupt nicht darum zu kümmern, wer die Kosten tragen wird", sagte Bartsch dem RND. "Wer bezahlt die 1,4-Billionen-Euro-Corona-Rechnung? Das ist eine zentrale politische Frage der kommenden Monate", so der Linken-Politiker weiter. "Die Finanzierung der Corona-Kosten ist eine historische Aufgabe, für die es einen Ausgleich geben muss, wie ihn das Grundgesetz vorsieht", forderte Bartsch. Allein die hundert Milliardäre in Deutschland besäßen heute hundert Milliarden Euro mehr als noch vor einem Jahr, so der Parlamentarier. Bartsch forderte: "Milliardäre und Multimillionäre müssen zur Finanzierung dieser Krise relevant herangezogen werden, ansonsten droht der Kürzungshammer beim Sozialstaat und bei der Infrastruktur."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Bookmark and Share  

NEWS25-Meldung vom 18.10.2020 - 11:58 Uhr

Loading...


  Wirtschaftsnachrichten


Oliver Krautscheid News

   © news25 2019 | Impressum, Datenschutzerklärung