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Zum Wochenausklang hat der Dax geringfügig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.284 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von wenigen Punkten im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Vormittag, der überwiegend im Plus verlief, drehte der Dax am Nachmittag vorübergehend ins Minus, bevor er wieder auf das Vortagesniveau zurückkehrte. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Verkehrsministerium: Immer mehr Stellwerksstörungen bei der Bahn


Gleisanlage / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Die Zahl der Stellwerksstörungen im deutschen Schienennetz hat in den letzten Jahren immer weiter zugenommen. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, über die das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet. Demnach gab es im Jahr 2019 rund 20 Prozent mehr Störungen als noch 2011.

Im laufenden Jahr erfasste die Deutsche Bahn AG laut Verkehrsministerium bis Anfang September bereits rund 9.500 solcher Vorfälle. Im gesamten Vorjahr lag die Zahl der Stellwerksstörungen bei 14.459 – und damit auf einem neuen Höchststand. Noch im Jahr 2011 wurden 11.978 Fälle gezählt, 2013 sogar nur 10.565, was die niedrigste Zahl der vergangenen zehn Jahre war. Seitdem wuchs die Zahl der Stellwerksstörungen kontinuierlich an. Die FDP sieht als Ursache die veraltete Infrastruktur in Deutschlands Schienennetz. "Der Modernisierungsstau bei der deutschen Schieneninfrastruktur ist allgegenwärtig – egal ob bei Signalanlagen, Weichen oder auch Stellwerken, von denen allein in Mitteldeutschland noch 67 aus der Kaiserzeit stammen", sagte Torsten Herbst, FDP-Verkehrsexperte im Bundestag, dem RND. Die veraltete Technik verursache insgesamt eine hohe Störanfälligkeit und hohe Wartungskosten. Allein eine umfassende Modernisierung des Netzes würde es laut FDP ermöglichen, ein Viertel mehr Züge in Deutschland einzusetzen: "Die technologische Vereinheitlichung und Digitalisierung macht nicht nur den Schienenverkehr verlässlicher und pünktlicher", so Herbst. "Sie erhöht auch die Kapazität des Netzes um bis zu 25 Prozent – ohne dass ein einziger Kilometer Gleis neu verlegt werden muss." Die Deutsche Bahn teilte mit, dass die Mehrheit der Störungen vergleichsweise kurz anhielt: "Rund 97 Prozent der Störungen konnten in weniger als 24 Stunden behoben werden." Hielten von den insgesamt 11.978 Stellwerksstörungen im Jahr 2011 noch 256 länger als 24 Stunden an, lag diese Quote 2019 bei 320 von insgesamt 14.459 Vorfällen. In diesem Jahr dauerten bis Anfang September 168 Stellwerksstörungen länger als einen Tag an. Hinter dem Begriff "Stellwerkstörung" können sich unterschiedliche technische Probleme verbergen, etwa Probleme bei der Weichenumstellung, defekte Lichtsignale, verklemmte Barrieren oder andere fehlerhaft funktionierende Sicherheitsanlagen. Sie führen immer wieder zu teilweise erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 26.09.2020 - 15:25 Uhr

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