Mittwoch, 21. Oktober 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Merz empfängt tschechischen Präsidenten im Kanzleramt
Fraunhofer-Studie: Auto-Deal gefährdet bis zu 344.000 neue Jobs
EU legt neue Arktis-Strategie vor
Dax legt am Mittag zu - Kaufimpulse bleiben dennoch Mangelware
Bundesgerichtshof hebt Urteil zu Schufa-Auskunftspflichten auf
Russland lässt inhaftierten US-Bürger frei
EU-Kommission ermittelt gegen Reiseportal Booking
Gewinnzahlen Eurojackpot vom Dienstag (20.10.2026)
Bryan Adams empfiehlt Merz Rückzug
Erde steuert laut UN-Bericht auf 2,8 Grad Erwärmung zu

Newsticker

18:31Lottozahlen vom Mittwoch (21.10.2026)
18:16Merz empfängt tschechischen Präsidenten im Kanzleramt
17:46Dax legt deutlich zu - Anleger hoffen auf weiteren KI-Boom
17:21Kritische PHP-Sicherheitslücke: Experten warnen vor Cyberangriffen
16:37Kreml signalisiert Offenheit für Treffen mit Ukraine und USA
15:41Grüne verlangen Lösung für explodierende Schienenmaut
15:21Ex-Justizminister will schnelles Anti-Vergesellschaftungsgesetz
15:06Sondervermögen: Verdi und Klima-Allianz wollen mehr Geld für ÖPNV
14:25Bartsch: Linke will Sozialproteste ohne Gewalt
13:37Mongolischer Präsident im Kanzleramt empfangen
13:23Grüne drängen auf Initiative für AfD-Verbotsverfahren
13:12Bundesregierung sieht neuen UN-Bericht als "klares Signal" an COP31
13:10Uniper lädt Investoren zu Kapitalmarkttag ein
12:47Sicherheitsbehörden rüsten sich gegen Eskalation am 31. Oktober
12:43Bartsch macht Klingbeil für Tabaksteuer-Panne verantwortlich

Börse

Am Mittwoch hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.645 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start baute der Dax kontinuierlich seine Zugewinne aus. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Über 10.000 Ermittlungen wegen Betrugs mit Corona-Soforthilfen


Startseite der Investitionsbank Berlin / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Bundesweit ermitteln Staatsanwaltschaften in mehr als 10.000 Fällen wegen erschlichener Corona-Soforthilfen und anderer Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit der Pandemie. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Richterzeitung bei den Justizministerien und Staatsanwaltschaften der 16 Bundesländer hervor, über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" in ihren Donnerstagausgaben berichten. Der Schaden geht in die zig Millionen.

"Die strafrechtliche Aufarbeitung der Coronakrise dürfte die Justiz noch bis weit ins nächste Jahr hinein beschäftigen", sagte Sven Rebehn, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbundes, dem RND. "Trotz Auslaufens der staatlichen Hilfsprogramme erreichen die Staatsanwaltschaften weiterhin neue Verdachtsfälle erschlichener Corona-Soforthilfen", so Rebehn. Die Hinweise auszahlender Banken auf mögliche Straftaten gingen teilweise erst mit langem zeitlichen Nachlauf bei den Strafverfolgern ein, so der Experte. "Es geht dabei in der Regel um Fälle von Subventionsbetrug, die vertiefte einzelfallbezogene Ermittlungen erfordern und sich nicht standardisiert als Massenverfahren erledigen lassen." Die meisten Betrügereien mit Corona-Soforthilfen verzeichnet laut der Umfrage Nordrhein-Westfalen. Mehr als 4.300 Verfahren sind dort anhängig. Allein die Staatsanwaltschaft Köln führt rund 900 Ermittlungsverfahren wegen Betrugs, bei denen es um ein Subventionsvolumen vor mehr als neun Millionen Euro geht. Die zweitmeisten Verfahren wegen des Verdachts erschlichener Corona-Soforthilfen meldet Berlin, wo die Polizei mehr als 2.000 Fällen nachgeht. Bei der Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt sind bereits 900 dieser Verfahren angekommen, der Schaden für die Steuerzahler liegt bei mehr als sechs Millionen Euro. Bei den Staatsanwaltschaften in Bayern laufen mehr als 1.000 Verfahren wegen Betrugs im Zusammenhang mit der Pandemie. Knapp die Hälfte der Fälle betrifft missbräuchliche Anträge auf Corona-Soforthilfen, die andere Hälfte hat Betrugsmaschen wie den Verkauf gefälschter Schutzmasken, das Ausspähen von Kreditkartendaten auf gefälschten Internetseiten oder Erpressungsversuche durch angedrohte Corona-Infektionen zum Gegenstand. Hessen verzeichnet bisher insgesamt rund 1.000 Verdachtsfälle im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfezahlungen. Auch in Hamburg gehen die Behörden von rund 1.000 Verfahren aus, die in den kommenden Wochen und Monaten durch die Staatsanwaltschaften abzuarbeiten sind. Bei den Ermittlern in Niedersachsen sind bislang mehr als 800 Fälle eingegangen, bei denen ein Anfangsverdacht wegen Betrugs im Zusammenhang mit Corona-Hilfen besteht. Mehr als sieben Millionen Euro könnten hier zu Unrecht geflossen sein. Die sächsischen Staatsanwaltschaften ermitteln in rund 500 Fällen wegen Betrugs, Subventionsbetrugs und Geldwäsche, die bisherige Schadenssumme beträgt mindestens fünf Millionen Euro. In Sachsen-Anhalt besteht in mehr als 600 Fällen der Verdacht auf erschlichene Zuschüsse aus dem Corona-Hilfsprogramm. Die Staatsanwaltschaften in Baden-Württemberg haben bislang rund 300 Ermittlungsverfahren eingeleitet, während es in Schleswig-Holstein rund 250 Verfahren und in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 200 Verdachtsfälle sind. In Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Bremen liegen die Zahlen ebenfalls im unteren dreistelligen Bereich, Thüringen hat keine Angaben gemacht, berichtet das RND.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 17.09.2020 - 05:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung