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Der Dax ist am Mittwoch nach einem verhalten freundlichen Start bis zum Mittag etwas weiter in den grünen Bereich vorgerückt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.085 Punkten berechnet, dies entspricht einem Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, die Commerzbank und Siemens, am Ende Beiersdorf, Fresenius und Volkswagen. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Studie: In 85 Prozent deutscher Firmen schlechtes Führungsverhalten


Schreibtisch / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

In einer deutlichen Mehrheit der deutschen Unternehmen klagen die Arbeitnehmer über negatives Führungsverhalten. Das ist das Ergebnis eines Gemeinschafts-Forschungsprojekts der Universitäten Bielefeld und Trier sowie der Hochschule für Recht und Wirtschaft Berlin über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) vorab berichten. In insgesamt 85 Prozent der untersuchten Unternehmen kommt es demnach zu einem destruktiven Führungsverhalten ("Abusive Supervision"), das sich darin äußert, dass Chefs ihre Mitarbeiter öffentlich anschreien, kränken oder ignorieren.

"Es ist nicht egal, ob es eine schlechte Führungskraft in einem Unternehmen gibt. Schlechte Führung führt dazu, dass das Führungsklima insgesamt toxisch wird", sagte Christina Hoon, Stiftungslehrstuhlinhaberin für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Führung von Familienunternehmen an der Universität Bielefeld, den Funke-Zeitungen. Es übertrage sich auf andere Führungsebenen und koste die Unternehmen Geld. Hoon bildet zusammen mit Kai Bormann (Universität Bielefeld), Michael Graffius (HWR Berlin) und Christopher Hansen (Universität Trier) das vierköpfige Autorenteam der Studie. In rund jedem fünften Unternehmen ist der Studie zufolge das Führungsklima schlecht und die Unzufriedenheit hoch. Das wirke sich auch auf die Unternehmensperformance aus. "Wir haben uns für die Studie die Gesamtkapitalrentabilität angesehen und konnten so feststellen, dass sich bei einer toxischen Führung das Zufriedenheitsklima, und darüber dann auch die Firmenperformance reduziert", sagte Hoon. In 34 Prozent der untersuchten Firmen herrschen laut der Studie eine gesunde Führungskultur und auch ein gesundes Zufriedenheitsklima. Oft ist es der Studie zufolge gar nicht der direkte Vorgesetzte, den die Mitarbeiter für die schlechte Führungskultur verantwortlich machen. Nur 21 Prozent der Befragten bewerten das Führungsverhalten ihrer direkten Vorgesetzten als negativ. Allerdings übertrage sich negatives Führungsverhalten im Management auch auf die unteren Hierarchieeben, schreiben die Autoren. Die Größe eines Unternehmens habe keinen Einfluss auf die Führungsqualität. Allerdings seien Familienunternehmen robuster, was die Folgen schlechter Führung angeht. "Wir können nur vermuten warum das so ist, denn auch in Familienunternehmen herrscht per se kein anderes Führungsklima, auch hier gibt es toxische Führung. Allerdings sind Familienunternehmen oft weniger hierarchisch strukturiert, die Unternehmerfamilien bringen oft familiäre Wertvorstellungen mit ein." Das könne womöglich helfen, um Schäden zu mindern, sagte Hoon. Für die Studie haben die vier Wissenschaftler vollständige Datensätze der größten europäischen Arbeitgeberbewertungsplattform Kununu der Jahre 2016 und 2017 ausgewertet, analysiert wurden über 40.000 quantitative Bewertungen zu 430 Unternehmen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 17.09.2020 - 01:00 Uhr

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