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Oettinger schließt vorzeitigen Wechsel im Kanzleramt nicht aus
Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) schließt einen vorzeitigen Wechsel im Kanzleramt nach der Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden nicht aus. Zumindest bis Jahresende sollte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Amt bleiben, sagte Oettinger in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen". Zur Begründung verwies er darauf, dass in der zweiten Jahreshälfte Deutschland die Ratspräsidentschaft in der EU übernimmt. "Ob sich dann eine vorgezogene Wahl des Kanzlers im Bundestag noch lohnt, sollte man sehen, wenn es soweit ist", so der ehemalige EU-Kommissar. Aus seiner Sicht spreche aber mehr gegen vorgezogene Neuwahlen, zu denen es dann käme. Oettinger hält es nicht für zwingend, dass der neue CDU-Vorsitzende auch der Kanzlerkandidat der Union wird. "Der neue CDU-Chef ist der logische, aber nicht der automatische Kandidat für die Bundestagswahl." Er halte alle drei aktuell genannten Kandidaten für geeignet, die CDU zu führen und Kanzler zu werden. Sie seien auch der CSU vermittelbar. Über den Parteivorsitz solle die CDU auf einem außerordentlichen Parteitag "im Mai oder Juni" entscheiden, über den Kanzlerkandidaten die Union "zum Zeitpunkt X im zweiten Halbjahr". © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 17.02.2020 - 10:11 Uhr
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