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Am Donnerstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.371 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste rangierten Qiagen, Merck und SAP, am Ende Siemens Energy, Infineon und Hochtief. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Europäische Zentralbank sucht nach neuer Strategie


EZB / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Die Europäische Zentralbank (EZB) sucht nach einer neuen Strategie für ihre Geldpolitik. Der Rat der Zentralbank habe heute mit einer Überprüfung der bisherigen Vorgehensweise begonnen, teilte die EZB am Donnerstag mit. Die bisherige geldpolitische Strategie sei 1998 festgelegt worden, hieß es, 2003 habe es nur kleinere Anpassungen gegeben.

Verlangsamende Produktivität, Bevölkerungsalterung und die Nachwirkungen der Finanzkrise hätten zu einem niedrigeren Zinsniveau geführt, so die Zentralbank. "Letzteres verringert den Spielraum der EZB und anderer Zentralbanken mit Blick auf eine geldpolitische Lockerung über herkömmliche geldpolitische Instrumente bei ungünstigen Konjunkturentwicklungen." Eine niedrige Inflation stelle die Zentralbank vor andere Herausforderungen, als man es aus historischer Perspektive von der Bewältigung hoher Inflation kenne. Auch "die Bedrohung der Umwelt, die rasche Digitalisierung, die Globalisierung und sich wandelnde finanzielle Strukturen" spielten bei der künftigen Ausrichtung eine Rolle. Eine neue Strategie soll jedoch "uneingeschränkt" das im Vertrag verankerte Preisstabilitätsmandat der EZB achten, hieß es in der Mitteilung. Ein Schwerpunkt bei der Strategiesuche werde "auf der quantitativen Formulierung von Preisstabilität und den Ansätzen und Instrumenten liegen, mit denen Preisstabilität erreicht wird", so die EZB. Der EZB-Rat will auch die Wirksamkeit und die Nebenwirkungen des in den vergangenen zehn Jahren entwickelten geldpolitischen Instrumentariums unter die Lupe nehmen, hieß es. Der Prozess soll bis Jahresende abgeschlossen sein.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 23.01.2020 - 16:59 Uhr

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