Sonntag, 31. Mai 2020
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Börse

Zum Wochenausklang hat der DAX nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 11.586,85 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,65 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen kurz vor Handelsschluss entgegen dem Trend im Plus die Wertpapiere von Henkel, gefolgt von den Aktien von Fresenius und von SAP. Die Anteilsscheine der Deutschen Lufthansa rangierten kurz vor Handelsschluss mit einem Minus von über fünf Prozent am Ende der Liste, direkt hinter den Papieren von Eon und von Covestro. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Nobelpreisträger Phelps: Deutschland braucht mehr Kapitalismus


Deutschlandfahne über dem Reichstagsgebäude / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Wirtschaftsnobelpreisträger Edmund Phelps hat für Deutschland einen Mentalitätswandel gefordert. Das Land dürfe nicht dem Zeitgeist folgen, und sozialistische Ideen umsetzen. "Deutschland braucht eindeutig mehr Kapitalismus als weniger", sagte Phelps der "Welt" (Montagsausgabe).

Schon in der Schule bekämen die Kinder die völlig falschen Werte vermittelt. Dort gelte Kapitalismus als brutal, Start-Ups als waghalsige Unterfangen. Da müsse sich das Land nicht wundern, wenn es für junge Menschen wenig erstrebenswert sei, ein Unternehmen zu gründen und sich dabei Kapital zu besorgen. "Werte wie Selbstverantwortung, ökonomische Freiheit, Wettbewerb, Leistung, Erfolg genießen keine Wertschätzung", so Phelps weiter. Eine groß angelegte Industriepolitik, die sich zum Ziel macht, europäische Champions zu schmieden, die im Kampf mit den USA und China mitspielen können, lehnte Phelps ab. Die Politik sei nicht unbedingt gut darin, wettbewerbsfähige Unternehmen zu errichten. "In Europa ist ausreichend private Expertise vorhanden. Die muss nur entfesselt werden durch einen generellen Mentalitätswandel. Bloße Subventionen und Industriepolitik nützt da nichts." Phelps sprach sich jedoch für eine konsequente Wettbewerbspolitik aus. "Große Monopolisten wie Google, Amazon oder Facebook gehören zerschlagen", sagte Phelps. Google müsse nicht so breit diversifiziert sein und immer neue Geschäftsfelder hinzufügen. Allerdings müsse die Wettbewerbsbehörde bei einer Zerschlagung klug und vorgehen. Sie dürfe nicht dazu führen, dass das Kerngeschäft nicht mehr funktioniert. Phelps bekam seinen Nobelpreis im Jahr 2006. Noch heute forscht der 86-jährige an der Columbia Universität in New York und leitet dort das Zentrum für Kapitalismus und Gesellschaft.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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NEWS25-Meldung vom 11.11.2019 - 05:00 Uhr

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