Freitag, 24. Juli 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Dax weiter schwach - Quartalszahlen im Blick
EZB lässt Leitzins unverändert
Dax lässt deutlich nach - Rohölpreis steigt über 100 US-Dollar
EU verhängt Strafe von 890 Millionen Euro gegen Google
Adeyemi wechselt vom BVB zum FC Barcelona
Studie: Hohe Zufriedenheit unter Azubis - Zugang bleibt Problem
Trump knüpft Atomabkommen mit Saudi-Arabien an Israel-Annäherung
DIW warnt vor Ende der "Brandmauer" zur AfD
Verbraucherzentralen loben Milliardenstrafe gegen Google
Opfer stirbt nach Messerattacke in Regensburger Bank

Newsticker

11:03++ EILMELDUNG ++ DFB macht Klopp offiziell zum neuen Bundestrainer
10:40Hausärzte fordern Primärversorgungsreform von Linnemann
10:04Karlsruhe: Pauschales Aus für Afghanen-Aufnahmeprogramme unzulässig
09:53Linnemann soll am Mittwoch als Minister ernannt werden
09:35Dax startet freundlich - SAP gefragt
09:29Merz bestätigt Schnieder-Aus nicht - weitere Kabinettsumbildung
08:35Bericht: Güntzler soll auf Schnieder als Verkehrsminister folgen
08:16Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Mai gestiegen
08:07Warken wird Kanzleramtschefin - Weisgerber lobt Personalie
08:05Bericht: Merz entlässt auch Verkehrsminister Schnieder
08:00Verbraucherstimmung verharrt auf niedrigem Niveau
07:57VW-Gewinn bricht im zweiten Quartal um ein Drittel ein
06:35Trump will iranisches Geld zur Begleichung von Schiffsschäden nutzen
06:00Söder-Tochter: Vater isst auch Salat
04:00Hubig hält pauschales Verbot von Enteignungen für nicht möglich

Börse

Der Dax ist am Freitagmorgen freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.910 Punkten berechnet, 0,6 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Knapp jeder Zehnte in Deutschland fühlt sich einsam


Drei Personen gehen eine Treppe hinauf / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Knapp jeder Zehnte in Deutschland fühlt sich einsam. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervor, über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Donnerstagausgaben) berichten. Grundlage der Untersuchung sind Daten des Sozio-ökonomischen Panels – einer fortlaufenden Befragung von circa 30.000 Menschen in rund 15.000 Haushalten in Deutschland.

"Ein Vergleich der Daten von 2013 und 2017 zeigt, dass der Anteil derjenigen, die angeben, sehr oft oder oft einsam zu sein, kleiner geworden ist", heißt es in der Untersuchung. "2013 gaben 10,5 Prozent an, einsam zu sein, vier Jahre sind es 9,5 Prozent." 60 Prozent derer, die sich einsam fühlten, waren 2017 Frauen, 40 Prozent Männer. Zwischen Ost- und Westdeutschland gibt es laut Studie kaum Unterschiede in Bezug auf Einsamkeit: "Allerdings zeigen sich einige Unterschiede zwischen den Bundesländern: "Der Anteil von einsamen Personen in der Bevölkerung ist mit 13,4 Prozent im Saarland am höchsten." Danach komme Brandenburg mit 12,9 Prozent und Thüringen mit 12,1 Prozent: "Am geringsten sind die Anteile derjenigen, die einsam sind, in Hamburg mit 5,5 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 8,2 Prozent." Die Daten lassen sich auch auf einzelne Personen beziehen. "Ein Viertel der Befragten gibt in 2017 einen schlechteren Wert an als 2013, fast ein Drittel gibt einen besseren Wert an und etwa 44 Prozent zeigen keine Veränderung", so die IW-Forscherinnen Anja Katrin Orth und Theresa Eyerund. "Die Entwicklung zeigt, dass von einer massenhaften Zunahme des Problems im betrachteten Zeitraum keine Rede sein kann." Der Anteil der "einsamer Gewordenen" ist laut Studie in der Gruppe derer, die 2017 zwischen 20 und 29 Jahre alt waren, am höchsten: "Hier geben 29 Prozent einen schlechteren Wert an als 2013: "Damit ist die Entwicklung hier stärker als bei den über 60-Jährigen, bei denen 26 Prozent eine Verschlechterung angeben." Für die Zunahme der gefühlten Einsamkeit bei den Jüngeren gibt es der Untersuchung zufolge zahlreiche theoretische Erklärungen: "Beispielsweise finden in diesem Alter häufiger einschneidende Veränderungen wie der Auszug aus dem Elternhaus, ein Umzug, die Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums statt. Diese Wechsel machen es notwendig, neue soziale Kontakt aufzubauen." Die Autorinnen der IW-Studie warnen bei der Interpretation der Ergebnisse vor vereinfachten Erklärungen. Einsamkeit sei eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen gewünschten und tatsächlichen sozialen Beziehungen. Es gelte jedoch: "Menschen, die allein leben oder nur wenige Freunde haben, fühlen sich nicht zwangsläufig einsam." Als mögliche Einflussfaktoren für Einsamkeit nennt die Studie unter anderem Familienstand, Erwerbsstatus und Migrationshintergrund. Was den Familienstand angeht, fällt der Befund wie folgt aus: Der Anteil der Einsamen war 2017 bei Menschen, die in einer Ehe oder festen Partnerschaft lebten, mit acht Prozent am geringsten. Bei den Singles waren es elf Prozent, bei Verwitweten 17 Prozent. Die oft vertretene These, die Zunahme von Single-Haushalten sei ein Grund für Einsamkeit, wird durch die Studie nicht gestützt. Die Auswertungen für 2017 würden kaum Unterschiede in der Anzahl der Haushaltsmitglieder zwischen einsamen und nicht einsamen Menschen zeigen. Blickt man auf die Befunde zu Einsamkeit und Erwerbsstatus zeigt sich: Bei Nicht-Erwerbstätigen liegt der Anteil derer, die angeben, einsam zu sein, mit 13,1 Prozent deutlich über dem Gesamtdurchschnitt. Bei Auszubildenden betrug der Anteil 9,4 Prozent, bei Vollzeitbeschäftigten 6,7 Prozent. Die IW-Forscherinnen sehen Arbeit als Mittel gegen Einsamkeit: "Zum einen ermöglicht eine Erwerbsarbeit einen strukturierten Tagesablauf, Kontakt zu Kollegen und eine kollektiv sinnstiftende Arbeit." Ein weiterer Befund: Bei Einwanderern ist der Anteil derer, die sich einsam fühlen, mit 15 Prozent überproportional hoch. Zum Vergleich: Bei Menschen ohne Migrationshintergrund sind es 8,2 Prozent.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 13.06.2019 - 05:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung