Dienstag, 14. Juli 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Caritas fordert Neuaufstellung des Katastrophenschutzes
SPD-Politiker Willingmann will Minijobs für Studierende erhalten
Verbraucherschützerin kritisiert Rainers Bürokratieabbaugesetz
Yougov: AfD verliert - bleibt aber klar stärkste Kraft
Umfrage: Mehrheit für höhere Tabaksteuer
Friedhofsgärtner fordern Ausnahmen von Gießverboten
DIHK-Präsident fordert Grundgesetzänderung für Sonntagsöffnungen
Europäische Staaten und Ukraine bilden Koalition für Raketenabwehr
Erst 20 Prozent aus Flut-Sondervermögen abgerufen
USA setzen Angriffe auf iranische Ziele fort

Newsticker

12:21Hilfswerk Misereor warnt vor Kürzungen bei Entwicklungshilfe
11:56ADAC kritisiert Zustand von Autobahn-Rastplätzen
11:40Thyssenkrupp Steel stellt Schifffahrt wegen Niedrigwasser ein
11:25Reeder warnen vor weiteren Lieferketten-Problemen
10:41Ukraine will mit deutschen Partnern Raketenabwehrsystem entwickeln
10:36Wirtschaftsministerium sieht "leichte Erholung" der Wirtschaft
10:28SPD-Außenpolitiker: Trumps Hormus-Pläne sind "Akt der Eskalation"
09:49Bund hinterlegt 790 Millionen Euro für Masken-Klagen
09:31Dax startet im Minus - US-Inflationsdaten erwartet
09:23Studie: Europa droht Rohstoffziele zu verfehlen
09:09SPD will Schlupflöcher bei Erbschaftsteuer schließen
08:57Ipsos-Umfrage: Bundesregierung bleibt hinter Erwartungen zurück
08:26Preise für Schulbücher gestiegen - Schulhefte etwas günstiger
08:19Großhandelspreise im Juni gestiegen
08:08Sterbefallzahlen während Hitzewelle im Juni stark erhöht

Börse

Der Dax ist am Dienstag mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.995 Punkten berechnet, 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Brenntag, BASF und Mercedes-Benz, am Ende Scout24, Adidas und Henkel. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Opposition macht Druck wegen Staatsleistungen an Kirchen


Evangelische Kirche / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Die Oppositionsparteien im Bundestag machen Druck wegen einer Ablösung der sogenannten Staatsleistungen an die beiden Kirchen. So könnte nun politischer Schub in die seit einem Jahrhundert aufgeschobene und umstrittene Entscheidung kommen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" nach einer Abfrage aller Fraktionen im Parlament. Konstantin von Notz, Beauftragter für Religion und Weltanschauungen der Grünen, sieht zwar eine immense politische Vorarbeit nötig, weil es um erhebliche Beträge für die Kirchen, aber auch die Länder gehe.

"Dennoch ist die Politik in der Pflicht, nach einhundert Jahren des Bestehens der Ablösungsverpflichtung nun aktiv an Lösungen zu arbeiten." Der FDP-Abgeordnete Stefan Ruppert, Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion und deren kirchenpolitischer Sprecher, sieht derzeit "Chancen" auf einen Konsens. Ziel sei, nun weite Teile des Bundestags, die Länder und die Kirchen zusammenzubringen. Der Steuerzahler ohne religiöse Bindung verstehe heute nicht mehr, weshalb er die Kirchen mitfinanzieren solle. Zugleich verliere die Legitimationskraft der Kirchen auf Ansprüche wie die jährlichen Staatsleistungen doch an Glanz. "Die Preise werden nicht besser für die Kirchen, deshalb müsste eine Ablösung in ihrem Interesse liegen", sagte Ruppert. Die zuständige Linken-Abgeordnete Christine Buchholz sagte: "Gerade in Zeiten einer größeren religiösen und weltanschaulichen Vielfalt muss diese Bevorzugung der großen christlichen Kirchen beendet werden." Es sei möglich, in dieser Legislaturperiode ein Grundsätzegesetz (Leitlinien für die Bundesländer) auf den Weg zu bringen. Der kirchenpolitische Sprecher der AfD, Volker Münz, Mitglied der evangelischen Bezirkssynode Göppingen, wies auf die Komplexität einer solchen Entscheidung hin. Bund, Länder, Diözesen, Landeskirchen und auch der Vatikan müssten an einen Tisch und sich einigen. "Die Ablösung muss endlich umgesetzt werden." Die Staatsleistungen liegen derzeit mit 548,7 Millionen Euro im Jahr auf einem Rekordniveau. Seit dem Jahr 1949 sind der evangelischen und der katholischen Kirche darüber zusammen fast 18,5 Milliarden Euro aus den Haushalten der Länder zugeflossen. Nur Bremen und Hamburg beteiligen sich nicht. Hintergrund sind Ansprüche der Kirchen als Ausgleich für Enteignungen unter anderem im Zusammenhang mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803. Die Ablösung wurde in der Weimarer Reichsverfassung im Jahr 1919 als Verfassungsauftrag festgehalten und ist dann später ins Grundgesetz der Bundesrepublik übernommen worden. Die Vertreter der Regierungskoalition zeigen sich zurückhaltend. Der kirchenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Hermann Gröhe, führte an, dass eine Ablösung durch eine Einmalzahlung mit Belastungen in Milliardenhöhe verbunden wäre, welche die Länder tragen müssten. "Auch deshalb ist für mich die Ablösung keine vordringliche politische Aufgabe. Allerdings ist dann auch eine polemische Kritik an den Staatsleistungen unangemessen, zumal sich die beiden großen Kirchen zu Gesprächen über eine Ablösung bereit erklärt haben." Sein Pendant von der SPD, Lars Castellucci, sagte, die Bundesländer hätten bislang kein Interesse an der Ablösung der Staatsleistungen angemeldet. "Sie scheuen verständlicherweise die dann fällige Einmalzahlung in unbestimmter Höhe."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 18.04.2019 - 09:27 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung