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Junge Menschen interessieren sich weniger für Natur
Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) warnt vor einem schwindenden Interesse junger Menschen am Umweltschutz. "18- bis 29-Jährige weisen zum Teil ein deutlich schwächeres Naturbewusstsein auf als ältere Menschen", sagte Beate Jessel dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagausgaben) und bezog sich dabei auf eine am gleichen Tag vom BfN veröffentlichte Studie zum Naturbewusstsein der Deutschen. "Wer mit Windkraftanlagen und einer technischen Überprägung der Landschaft aufwächst, kann den Verlust von Naturlandschaften nicht bedauern", erläuterte Jessel. "Was Menschen nicht kennen, können sie nicht wertschätzen." Die BfN-Präsidentin mahnt daher mehr Anstrengungen zum Schutz von Naturlandschaften an. "Umso wichtiger ist es, dass wir mehr Schutz- und Wildnisgebiete erhalten", so Jessel. Ob Menschen sich für Naturschutz interessierten, hänge zudem stark von ihrem gesellschaftlichen Status ab. "Einkommensschwachen, bildungsfernen Menschen bleibt die Natur oft weitgehend fremd und verschlossen", so Jessel. "Menschen mit höherem Einkommen und besserer Bildung haben eine tendenziell positivere Einstellung zu Naturschutz - allerdings verbrauchen sie auch deutlich mehr Ressourcen", sagte die BfN-Präsidentin im RND-Interview. Soziale und ökologische Gerechtigkeit hingen eng zusammen. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 06.07.2018 - 05:00 Uhr
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