Dienstag, 16. Oktober 2018
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Gabriel warnt vor Ende der Großen Koalition
Microsoft-Mitgründer Paul Allen mit 65 Jahren gestorben
WWF-Studie: Vollständige Umstellung auf Ökostrom würde 2,5 Prozent der Landesfläche benötigen
Seehofer kritisiert CDU-Politiker für Kritik an CSU und Merkel
Scholz zurrt Plan für europäische Arbeitslosenversicherung fest
Fraktionschef der NRW-SPD: Nicht viele Gründe sprechen für GroKo
Importpreise im August deutlich gestiegen
Novartis kündigt bahnbrechende Gentherapien an
Mittelstand kritisiert Wirtschaftsminister Altmaier
DAX startet freundlich - Telekom vorne

Newsticker

22:09US-Börsen im Plus - Goldpreis schwächer
21:23Förderverein Hohenschönhausen: Frühere Grünen-Politiker treten aus
20:33EU bietet Briten längere Übergangsphase an
20:22Bundesregierung will keine Ausrüster vom 5G-Ausbau ausschließen
19:35Novartis kündigt bahnbrechende Gentherapien an
19:22Entwicklungsminister kritisiert Haushaltsentwicklung
19:07CSU-Vize fordert Ende der Debatten in Großer Koalition
18:49Scholz zurrt Plan für europäische Arbeitslosenversicherung fest
18:46Schulz begrüßt Nominierung von Barley
17:42DAX deutlich im Plus - Infineon-Aktie legt stark zu
17:27Union, FDP und Linke für schnellere Regierungsbildung im Bund
16:33CSU-Kreisverband Passau-Land fordert Seehofers Rücktritt
16:17Bundesregierung hat kaum Übersicht über Grauen Finanzmarkt
15:48BDI will Übergangsphase für Brexit
14:45Vicky Leandros denkt "überhaupt nicht" ans Alter

Börse

Am Dienstag hat der DAX deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 11.776,55 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,40 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen kurz vor Handelsende die Aktien von Infineon mit über vier Prozent im Plus. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Wetter: Regen lässt nach

In der Nacht zum Freitag klingen die Niederschläge vorübergehend ab, ehe es später in der Osthälfte erneut zu regnen beginnt. Auch im Süden setzen wieder Niederschläge ein, wobei im Schwarzwald, auf der Alb und an den Alpen die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 m sinkt. Darüber fallen einige Zentimeter Neuschnee und es tritt Glätte durch Schneematsch auf. [Weiter...]

Graphik: Deutscher Wetterdienst

DFB-Präsident kritisiert Berater von Özil und Gündogan


Mesut Özil (Deutsche Nationalmannschaft) / Foto: Pressefoto Ulmer, über dts Nachrichtenagentur

 

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat die Berater von Özil und Gündogan wegen der Debatte um das Treffen mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan scharf kritisiert. "Auch ich war etwas ratlos, wie man überhaupt eine solche Situation herbeiführen kann", sagte Grindel der "Zeit". Er sieht die Schuld bei den Beratern der beiden Fußballer.

"Es war unverantwortlich, die Spieler in diesen schwer erträglichen Interessenkonflikt zu bringen." Den Vorwurf, der DFB habe das Thema mit seiner Fürsorge den Spielern gegenüber nur noch größer gemacht, will Grindel nicht auf sich sitzen lassen. "Glauben Sie ernsthaft, Mesut Özil und Ilkay Gündoğan seien unser wahres Problem in Deutschland? (…) Ilkay hat sich klar geäußert und wird trotzdem ausgepfiffen. Die Probleme, die hinter dem Unmut stecken, müssen tiefer liegen." Die Verantwortung trage laut Grindel nicht allein der DFB, sondern auch die Politik, die den Fußball zunehmend beeinflusse. "Angesichts der wieder verstärkten Zuwanderung nach 2015 nehmen die Menschen die Herausforderungen von Migration sensibler war. Insofern erwarten sie von unseren Spielern stärker als vielleicht in der Vergangenheit deutliche Bekenntnisse zu unserem Land und seinen Grundprinzipien. Deshalb hat das Foto mit Erdoğan so verstört, was unsere Spieler und vor allem ihre Berater falsch eingeschätzt haben." Integration bedeute nicht Assimilation. Das Thema sei komplexer. "Es ist doch ehrlich, wenn die beiden sagen, dass in ihrer Brust zwei Herzen schlagen und es nicht einfach ist, die immer vernünftig in Einklang zu bringen. So geht es vielen Deutschen mit türkischen Wurzeln in unserem Land." Daran ändere auch die Entscheidung für die Nationalmannschaft oder für die deutsche Staatsbürgerschaft nichts. "Eine Staatsbürgerschaft löscht doch keine Gefühle für Menschen in der Türkei aus, denen sie auch gerecht werden wollen." Außerdem äußerte sich Grindel als erster DFB-Präsident zur Schuld der Deutschen im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft in Argentinien 1978, die während der Militärdiktatur stattgefunden hat. Wäre er damals schon in der Verantwortung gewesen, hätten die Deutschen zwar auch teilgenommen. "Aber man hätte sich damals in Argentinien durch Gespräche mit Oppositionellen und Opfern des Regimes ein eigenes Bild von der Lage machen müssen – und zweifelsohne auch deutlich signalisieren sollen, dass man über die vier Eckfahnen des Fußballplatzes hinausschaut und wahrnimmt, in was für einem Land man dort Fußball spielt. Diese Schuld müssen wir heute tragen." Vom russischen Präsidenten Wladimir Putin erwartet Grindel, dass sich die Fans ohne Angst in Russland bewegen können – "unabhängig von der Frage, welcher Religion, Ethnie oder sexuellen Orientierung sie angehören. (…) Die Menschen sollen sich begegnen – und nicht nur die Mächtigen begeistern. Meinungs-, Demonstrations- und Pressefreiheit sind etwas, wozu sich auch Russland verpflichtet hat." Hier sei dann auch der Einfluss des DFB begrenzt. Die Russen bräuchten keinen deutschen Mannschaftskapitän, um auf bestimmte Missstände in ihrem Land aufmerksam zu werden. Das sei den Oppositionellen gegenüber arrogant. "Wir Deutschen sollten aufpassen, nicht ausschließlich mit mahnendem Zeigefinger umherzulaufen", so Grindel.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Bookmark and Share  

NEWS25-Meldung vom 13.06.2018 - 15:42 Uhr

   © news25 2015 | Impressum, Datenschutzerklärung