Donnerstag, 25. Juni 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Höchststand bei Erwerbsminderungsrenten wegen psychischer Leiden
Bericht: Volkswagen vor Verkauf der Schiffsmotorensparte
Offenbar wenig Interesse an neuem Wehrdienst
Fußball-WM: Brasilien durch Sieg gegen Schottland Gruppenerster
Polizei erwartet bei AfD-Parteitag gewaltbereite Linksextremisten
EU will Cloud-Geschäfte von Amazon und Microsoft regulieren
EKD lädt zu Abkühlung in Kirchen ein
Weimer will Plattformen für Jugendschutz in die Pflicht nehmen
Mario Voigt kündigt bessere Qualitätskontrolle bei KI-Reden an
Fußball-WM: Schweiz besiegt Kanada und gewinnt Gruppe B

Newsticker

17:47Dax legt kräftig zu - Kurssprung bei Bayer
17:10Atommüllentsorgungsfonds wirbt für kapitalgedeckte Rente
16:51Supreme Court entscheidet in Glyphosat-Streit zugunsten von Bayer
16:18Mercedes-Betriebsrat lehnt 40-Stunden-Woche ab
16:07Bundestagsabgeordnete drängen nach Gutachten auf AfD-Verbotsprüfung
14:47Erdbeben: EU-Außenbeauftragte sichert Venezuela Unterstützung zu
13:47Politiker fordern längere Legislaturperiode
13:46Bundesregierung verweigert Auskunft zu PR-Berater-Kosten
13:43Merz wirbt für Ukraine-Wiederaufbaufonds
13:09EZB-Direktorin Schnabel kündigt weitere Zinserhöhungen an
13:08Merz wegen Erdbeben in Venezuela "tief betroffen"
12:46Dax dreht bis zum Mittag auf - Aufatmen bei Tech-Investoren
12:18Hubertz will Wohngeldausgaben nur um 738 Millionen Euro senken
11:39Bahn-Pünktlichkeit im Juni auf historischem Tief
11:37Gündogan kritisiert TV-Experten: "Manche wollen selbst Stars sein"

Börse

Am Donnerstag hat der Dax kräftig zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.995 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start legte der Dax weitgehend kontinuierlich zu. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Piper-Chefin: "Kulturgut Lesen vom Aussterben bedroht"


Leser mit Büchern / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Kurz vor der diesjährigen Frankfurter Buchmesse hat Piper-Verlegerin Felicitas von Lovenberg vor einem Aussterben des "Kulturgutes Lesen" gewarnt. "Uns allen brechen die Leser weg. Noch 2012 hat sich jeder Mensch hierzulande statistisch gesehen mindestens einmal pro Jahr ein Buch gekauft. Diese Reichweite hat sich praktisch halbiert", sagte Lovenberg dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe).

Es gehe "gar nicht mehr so sehr um die Frage Papier oder digital, sondern um die Vermittlung von Inhalten, von Wissen generell". Das Buch verlange "einen Leser, der bereit ist, sich in einen Stoff zu versenken". Dagegen spreche heute schon der chronische Druck, "dem jeder von uns unterliegt, alle zehn Minuten Mails und Messages checken zu müssen". Smartphones lockten die Menschen "in eine Abhängigkeit bis hin zur Sucht", so Lovenberg. "Insofern müssten wir Verlage da eigentlich eine viel größere Allianz schmieden." Auf die Frage, ob die Digitalisierung nicht auch helfen könnte, warnte Lovenberg vor zu viel Optimismus: "Ganz ehrlich: In den vergangenen Jahren haben viele Verlage in digitale Geschäftsfelder Unsummen von Geld investiert, das sie eher nicht mehr wiedersehen werden. Und diese Erkenntnis ereilt uns zu einem Zeitpunkt, da wir merken: Käufer und Leser kommen uns in erschreckendem Maß abhanden", so die Verlagschefin. "Uns geht es also nicht mehr so sehr um die Frage: Auf welchen Kanälen wollen die Leute lesen? Das bedienen wir alles. Es geht vielmehr darum, das Kulturgut Lesen vorm Aussterben zu bewahren." Lovenberg, die bis 2016 Literatur-Chefin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" war, sieht aber auch in der deutschen Literaturkritik keine Hilfe: "Sie gefällt sich oft in einer Nische. Nur: Wenn drum herum nichts mehr ist, verschwindet auch die Nische irgendwann." Ebenso kritisierte sie das Prozedere des Deutschen Buchpreises: "Dort werden – anders als beim großen Vorbild, dem britischen Booker Prize – oft vor allem schwergängige Werke nominiert. Schon die Shortlist ist dann so anspruchsvoll, dass viele Buchhändler die Titel kaum mehr bestellen, weil sie dafür kaum Käufer finden." Lovenbergs Fazit: "Kein Land vergibt so viele Literaturpreise wie Deutschland – und schafft es dabei so ausdauernd, den Lesern die Freude zu verderben."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 08.10.2017 - 17:17 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung