Freitag, 11. September 2026
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Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem bereits verhaltenen Start bis zum Mittag weiterhin kaum vom Fleck bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 25.555 Punkten berechnet, ein Minus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Schlussniveau des vorherigen Handelstags. An der Spitze der Kursliste rangierten die Münchener Rück, die Hannover Rück und die Commerzbank, am Ende Hochtief, SAP und Adidas. [Weiter...] Finanzmärkte aktuell:
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Umfrage: Extreme Hitze in Pflegeheimen
Viele Pflegekräfte und Pflegeheimbewohner erleben in diesem Sommer Temperaturen, die gegen Arbeitsschutzgesetze verstoßen und sogar gesundheitsgefährdend sind. Das zeigt eine Befragung der Gewerkschaft Verdi von 321 Pflegekräften und anderen Angestellten von Pflegeeinrichtungen, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Die Gewerkschaft hatte die Teilnehmer gebeten, in einem Zeitraum vom 30. Juli bis 10. August regelmäßig die Temperatur in ihren Einrichtungen zu erfassen. Zustande kamen 801 Messungen. In der Spitze wurde es dabei laut den Messungen am Tag bis zu 45 Grad heiß. Die Medianwerte lagen nachts (1 bis 3 Uhr) und frühmorgens (6 bis 8 Uhr) bei 26 bzw. 25 Grad, über den Tag bei 28 bis 30 Grad. Laut Arbeitsschutzgesetz müssen ab 30 Grad Raumtemperatur wirksame Gegenmaßnahmen ergriffen werden, ab 35 Grad ist ein Raum grundsätzlich als Arbeitsraum nicht mehr geeignet. Laut Verdi haben 40,9 Prozent der Beschäftigten, die Temperaturen erfasst haben, mindestens einen Wert über 30 Grad gemeldet, 12,8 Prozent mindestens einen über 35 Grad. Auf einer Skala von 1 bis 10 (10 = Hitze wird als sehr stark belastend empfunden) gaben die Beschäftigten im Schnitt einen Wert von 8,2 an, der Median lag bei 9. Für die Bewohner der Einrichtungen haben diese Temperaturen demnach schwerwiegende Folgen. In der Befragung berichteten 11 Prozent der Beschäftigten in den Einrichtungen von Kreislaufzusammenbrüchen bei Bewohnern, 10 Prozent von Fällen von Dehydrierung und 9 Prozent von Todesfällen, die mutmaßlich im Zusammenhang mit der Hitze stehen. Sylvia Bühler, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand, sagte den Funke-Zeitungen, die Aussagen der Beschäftigten zeigten zum Teil erschreckende Zustände. Temperaturen von bis zu 45 Grad in einigen Pflegeheimen seien für Beschäftigte unerträglich und könnten für Bewohner lebensgefährlich sein. Bund und Länder müssten deshalb dringend ein Sofortprogramm für Hitzeschutz und energetische Sanierung von Pflegeeinrichtungen auflegen, forderte sie. Eine angemessene staatliche Finanzierung von Investitionen würde zudem die hohen Eigenbeiträge senken, die viele Bewohner überfordern. Die schon im Alltag viel zu knappe Personalausstattung kollabiere in Hitzephasen vollständig, kritisierte Bühler. Einerseits komme es vermehrt zu Krankheitsausfällen, andererseits sollten die Pflegepersonen zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Bewohner ergreifen. Diese Maßnahmen bräuchten aber Zeit und somit mehr Personal. Erschreckend sei, dass Pflegekräfte immer noch allein in einer Schicht arbeiten müssten, vor allem nachts. 100 Bewohner und mehr mit einer einzigen Fachkraft seien offenbar keine Ausnahme. Professionelle Pflege schließe sich damit aus. Die Schlussfolgerung liege auf der Hand: Die Bundesregierung müsse ihre Pläne zur Pflegeversicherung gründlich überarbeiten. Statt Kürzungen brauche es endlich bedarfsgerechte Vorgaben für den Personaleinsatz, die vollständig refinanziert werden müssten. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 15.08.2026 - 01:00 Uhr
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