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Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem bereits verhaltenen Start bis zum Mittag weiterhin kaum vom Fleck bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 25.555 Punkten berechnet, ein Minus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Schlussniveau des vorherigen Handelstags. An der Spitze der Kursliste rangierten die Münchener Rück, die Hannover Rück und die Commerzbank, am Ende Hochtief, SAP und Adidas. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Siemens-Betriebsrat kritisiert Kaeser-Umbau


Siemens (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Der Vorsitzende des Siemens-Gesamtbetriebsrats, Tobias Bäumler, kritisiert den Konzernumbau des ehemaligen Vorstandschefs Joe Kaeser scharf. Die unter Kaeser vollzogenen Abspaltungen, namentlich Siemens Healthineers und Siemens Energy, seien aus Arbeitnehmervertretersicht ein Fehler gewesen, sagte Bäumler der "Welt am Sonntag". Beide Unternehmen hätten sich hervorragend entwickelt, und mit ihnen wäre Siemens heute noch wertvoller.

Die Abspaltungen der beiden Konzerne wurden von 2018 bis 2020 vollzogen und haben die geschäftliche Ausrichtung von Siemens grundlegend geändert. Heute ist Kaeser Aufsichtsratschef bei Siemens Energy, das zuletzt eines der erfolgreichsten Dax-Unternehmen war.

Dem aktuellen Konzernumbau durch Siemens-CEO Roland Busch steht Bäumler hingegen positiv gegenüber. Damals habe man sich als Betriebsrat gegen den Umbau und die Zerschlagung gestellt, weil diese rein margengetrieben gewesen seien. Unter Busch sei es bei Siemens allerdings zu einem Paradigmenwechsel hin zur Technologie und weg von reiner Margenoptimierung durch Spaltung gekommen.

Bäumler sieht in dem aktuellen Umbau das Ziel, Siemens fit für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz zu machen. Dazu gehöre etwa eine einheitliche Datenbasis für ganz Siemens. Junge Firmen wie Google oder Amazon verfügten über eine solche. In einem 179 Jahre alten Konzern wie Siemens seien verschiedene Bereiche noch nicht derart miteinander vernetzt. Deshalb müssten die Organisationsstrukturen durchdrungen, Prozesse vereinheitlicht und die Silos aufgebrochen werden, die besonders in der Ära Kaeser gehegt und gepflegt worden seien. Bei einem Konzern dieser Größe sei all das natürlich ein zusätzlicher Kraftakt, auch für die Beschäftigten. Wenn es gelinge, könne man die "volle Power von KI für alle entfesseln".

Zugleich hat Bäumler in Bezug auf den Umbau auch explizite Forderungen an das Management. Man habe die Neuaufstellung kritisch geprüft und sehe nach heutigem Stand keine grundlegenden Einwände gegen die eingeschlagene Richtung. Der Anspruch an Transparenz sei allerdings hoch, und man werde auch die Umsetzung kritisch begleiten. Er sagte, dass das Management dem Betriebsrat gegenüber bislang sehr transparent gewesen sei. Das erwarte man nun auch in der Kommunikation gegenüber den Mitarbeitenden. Je detaillierter sie wüssten, was auf sie zukomme, desto besser könnten sie das nachvollziehen und mittragen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 15.08.2026 - 01:00 Uhr

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