Mittwoch, 07. Oktober 2026
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18.570 Visa zum Familiennachzug für Schutzberechtigte erteilt
Der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten ist seit Juli 2025 ausgesetzt. Trotzdem haben deutsche Behörden von Anfang Januar 2025 bis Ende Mai 2026 insgesamt 18.570 Visa zum Familiennachzug für Angehörige von Schutzberechtigten erteilt. Das geht nach Informationen der "Welt" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine AfD-Anfrage an das Bundesinnenministerium hervor. Für die zehn zahlenstärksten Nationalitäten weist die Bundesregierung 229 Visa für Angehörige von Asylberechtigten aus, 10.241 für Angehörige anerkannter Flüchtlinge und 7.278 für Angehörige subsidiär Schutzberechtigter. Für diese letzte Gruppe ist der Familiennachzug seit Juli 2025 regulär für zwei Jahre ausgesetzt. Nach Darstellung des Bundesinnenministeriums steht die Zahl nicht im Widerspruch zur Aussetzung. Der größte Teil der Visa sei noch vor Inkrafttreten der Regelung erteilt worden. Hinzu kämen Fälle, in denen Gerichte die Visavergabe erzwangen oder Behörden bereits vor der Gesetzesänderung Zusagen gemacht hätten. Die größte Herkunftsgruppe stellen Syrer mit rund der Hälfte aller Fälle. Danach folgen türkische Staatsbürger und Afghanen. Seit der Aussetzung werden offenbar nur noch wenige neue Anträge gestellt. Insgesamt erteilte Deutschland im Jahr 2025 nach Angaben der Bundesregierung 128.358 Visa zum Familiennachzug für Angehörige von Drittstaatsangehörigen. Darunter fallen neben Schutzberechtigten auch Fachkräfte, Akademiker aus Nicht-EU-Ländern sowie Migranten aus Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union. Der größte Block war der Ehegattennachzug mit 67.831 Visa, weitere 54.882 Visa entfielen auf den Kindernachzug. Bei den Herkunftsländern lagen unter anderem die Türkei, Syrien, Indien und Kosovo vorn. Bis Ende Mai 2026 kamen weitere 43.739 Visa hinzu. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 09.07.2026 - 13:36 Uhr
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