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Der Dax hat sich am Dienstag nach einem leicht positiven Start bis zum Mittag weiter in den grünen Bereich vorgekämpft. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.045 Punkten berechnet, dies entspricht einem Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Gea, Siemens Energy und Rheinmetall, am Ende Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Curevac-Gründer wirft Biontech Täuschung vor


Biontech (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Curevac-Gründer Ingmar Hoerr erhebt schwere Vorwürfe gegen Biontech. Die Übernahme von Curevac durch Biontech sei aus seiner Sicht mit einer Täuschung der Aktionäre verbunden gewesen, sagte Hoerr dem "Spiegel". "Wenn in den Unterlagen sinngemäß gestanden hätte: Wir wollen Curevac schließen, wir wollen günstig Patente erwerben - hätte dem doch niemand zugestimmt", so Hoerr. Er empfinde das als "Dummverkaufen".

Biontech hatte angekündigt, bis Ende 2027 Produktionswerke in Marburg, Idar-Oberstein und Singapur zu schließen sowie den Stammsitz der übernommenen Tochter Curevac in Tübingen. Hoerr warnte vor den Folgen: Das über mehr als 20 Jahre aufgebaute Wissen zerfalle - und man baue es nicht mal eben neu auf.

Der Biologe und Pionier der mRNA-Impfstoffforschung kritisierte auch eine Gleichzeitigkeit von Stellenabbau und einem großen Aktienrückkaufprogramm. Man könne nicht öffentlich betonen, dringend sparen zu müssen - und zugleich eigene Aktien "in großem Stil zurückkaufen". Das wirke auf ihn "dreist", sagte Hoerr dem "Spiegel".

Biontech habe die Übernahme von Curevac vor allem wegen der Patente angestrebt, sagte Hoerr, und um einen laufenden Patentstreit zu beenden. Gemessen an den damaligen Corona-Umsätzen hätten "potenziell Milliardenbeträge" im Raum gestanden.

Warum die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci den Medizin-Nobelpreis nicht erhalten haben, erklärte Hoerr dem "Spiegel" so: Er sehe - aus seiner Perspektive - "nicht die klare eigene wissenschaftliche Kernleistung, die man typischerweise mit einem Nobelpreis verbindet".

Auf die Frage, wo Biontech in zwei bis drei Jahren stehen werde, erklärte Hoerr: Es könne sogar sein, "dass Biontech irgendwann selbst ein Übernahmekandidat wird, wenn die Erfolge ausbleiben".

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 09.05.2026 - 11:18 Uhr

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