Mittwoch, 20. Mai 2026
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Ökonomen legen Zehn-Punkte-Plan für Reformen vor
Die Ökonomen Markus Brunnermeier und Stefan Kolev haben eine umfassende Strategie zur Modernisierung des Wirtschaftsstandorts Deutschland vorgelegt. Das Papier mit dem Titel "Agenda des Aufbruchs: Zehn-Punkte-Plan für ein resilientes Deutschland", über welches das "Handelsblatt" berichtet, umfasst Vorschläge in allen relevanten Politikfeldern. Unter anderem geht es Brunnermeier, der in Princeton lehrt, und Kolev, der das Ludwig-Erhard-Forum in Berlin leitet, um eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, etwa mit neuartigen Tarifverträgen und Bildungsgutscheinen. Sie fordern eine Umstrukturierung der Unternehmenssteuern, Entlastungen bei der Einkommensteuer und eine Neuaufstellung von Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Die Spitzen von CDU, CSU und SPD hatten das ganze Wochenende lang über Reformvorschläge verhandelt. Ob sich die Regierung auf ein umfassendes Reformpaket einigen kann, ist allerdings fraglich. Brunnermeier und Kolev wollen unterstützen. "Die zehn Punkte bilden den bewusst lagerübergreifenden Kompass für eine umfassende Reformagenda", schreiben sie. "Wir arbeiten die notwendigen Reformen in allen Bereichen der Wirtschaftspolitik heraus, die es wegen der vielen gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Reformen als Ganzes braucht." Aus Sicht von Brunnermeier und Kolev ist "Resilienz" der zentrale Punkt, um Deutschlands Wohlstand in Zukunft zu sichern: "Resilienz ist die Fähigkeit, sich nach dem Schock nach vorn zu bewegen und sich dabei neu zu erfinden: sich schnell an eine neue Normalität anzupassen, ohne den sozialen Zusammenhalt zu verlieren", schreiben sie in ihrer Agenda. Dafür sei eine "Um-Industrialisierung" der deutschen Wirtschaft nötig: "Die bisherigen Fähigkeiten in der industriellen Struktur [müssten] auf KI, Biotechnologie, Quantencomputing, neuartige Werkstoffe und vor allem auf noch nicht existierende Geschäftsmodelle umgeschwenkt werden können." © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 15.04.2026 - 09:05 Uhr
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