Donnerstag, 10. September 2026
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Aktivistin Tekkal: Merz muss Iraner im Freiheitskampf unterstützen
Die Menschenrechtsaktivistin und Publizistin Düzen Tekkal erwartet von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die iranische Bevölkerung in ihrem Freiheitskampf zu unterstützen. "Dass er angesichts der landesweiten Proteste jetzt einfach nichts sagt, das geht nicht", sagte Tekkal den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Aktivistin erinnert an die Patenschaft, die Merz noch als Oppositionsführer im Januar 2023 für den damals im Iran inhaftierten und inzwischen hingerichteten Deutschen Jamshid Sharmahd übernommen hatte. Damals hatte Merz erklärt, er wolle damit ein Zeichen setzen "für alle Männer und Frauen, die im Iran für ein freies, selbstbestimmtes Leben kämpfen". Die Firma Siemens, für die Sharmahd gearbeitet hatte, stehe in der "Verpflichtung, Konsequenzen aus einem solchen Unrecht zu ziehen". Tekkal sagte, sie sei enttäuscht vom Bundeskanzler. "Ich habe ihn besucht, habe die Tochter von Jamshid Sharmahd mitgenommen. Damals hat er auch Siemens kritisiert und jetzt schweigt er." Deutschland sei immer noch der beste Handelspartner der Mullahs innerhalb der Europäischen Union. Der Handel mit Deutschland fache die ökologischen und ökonomischen Probleme des Landes weiter an. Der Iran wird derzeit von einer breiten Protestwelle gegen das Regime erschüttert. Landesweit gehen die Menschen auf die Straße. Bislang gab es nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen 2.000 Festnahmen und Dutzende Tote. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 08.01.2026 - 07:52 Uhr
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