Dienstag, 09. Juni 2026
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IMK-Chef Pistorius verurteilt Gewalt beim Fußball
Vor Beginn der Frühjahrstagung hat der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK), Boris Pistorius (SPD), die neuesten Verletztenzahlen nach Gewalt bei Fußballspielen "alarmierend" genannt. Nach seinen Angaben gab es in der abgelaufenen Saison in den beiden Fußball-Bundesligen bei Auseinandersetzungen 788 Verletzte, 242 davon waren Polizisten. In der Saison 2011/2012 wurden rund 16.500 Personen dem gewaltbereiten Spektrum im Fußballbereich zugeordnet. "Es kommt immer wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen. Und das können wir nicht akzeptieren", sagte Pistorius der "Welt". Niedersachsens Innenminister nannte die neuesten Zahlen über Verletzte "alarmierend". Auf der Innenministerkonferenz von Bund und Ländern wird es nach Angaben von Pistorius wahrscheinlich einen Durchbruch in der Frage geben, wie man gegen die Gewalt vorgehen will. "Es zeichnet sich eine Einigung auf der IMK ab", sagte Pistorius. DFB und Deutsche Fußball Liga wollten darlegen, was sie gegen Gewalt bereits getan haben und was sie in Zukunft unternehmen möchten. "Ich denke, dass das im Kreis der Innenminister auf Zustimmung stoßen wird", erklärte Pistorius. Auf die Frage, ob Vereine künftig für Polizeieinsätze zahlen sollen, sagte Pistorius: "Das kann nur die Ultima Ratio sein. Erst wenn sämtliche Maßnahmen von Vereinen, DFL, DFB und Sicherheitsbehörden nicht greifen, wird man das in Erwägung ziehen müssen." Er sei jedoch der Meinung, dass das Herstellen von Sicherheit im öffentlichen Raum klar die "Aufgabe der Polizei und von niemand anderem" sei. Pistorius warnte zudem davor, die Schuld für Gewalt in Stadien bei Besucher auf Stehplätzen zu suchen. "Ich halte nichts davon, die Zuschauer auf den Stehplätzen für das Fehlverhalten einzelner verantwortlich zu machen", sagte Pistorius. Eine Abschaffung von Stehplätzen hält er nicht für sinnvoll. Wichtig sei, dass sich die "ganz große Zahl der Zuschauer von diesen Tätern distanziert und sie damit isoliert", sagte Pistorius der "Welt". Sein Fazit: "Pyrotechnik und Böller haben in unseren Fußballstadien nichts zu suchen." © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 22.05.2013 - 08:42 Uhr
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